Diese bayerische Brauereien Liste umfasst 747 aktive Braustätten im Freistaat, dem Bundesland mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Kein anderer Wirtschaftsstandort verbindet Brautradition und Vie

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Brauereien in Bayern: Der Markt im Überblick
- Vergleichstabelle der führenden Brauereien in Bayern
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-15 Brauereien in Bayern im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie bayerische Brauereien
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Listen ansehenWichtige Fakten
- Bayern zählt im Januar 2026 genau 747 aktive gewerbliche Braustätten, verteilt auf alle sieben Regierungsbezirke.
- Oberfranken weist mit 182 Brauereien auf gut eine Million Einwohner die höchste Brauereidichte weltweit auf.
- Nach einem Tiefstand von 619 Betrieben im Jahr 2014 stieg die Zahl durch Neugründungen im Craft-Beer- und Gasthausbrauereisegment kontinuierlich an.
- Sechs Münchner Großbrauereien (Augustiner, Hofbräu, Paulaner, Löwenbräu, Spaten, Hacker-Pschorr) prägen das internationale Bild bayerischer Braukunst.
- Die Klosterbrauerei Weltenburg in Kelheim braut seit 1050 und gilt als älteste Klosterbrauerei der Welt.
- Erdinger Weißbräu ist die größte Weißbierbrauerei weltweit und exportiert in über 90 Länder.
- Bayerische Brauereien produzieren über 40 Biersorten und mehr als 4.000 regionaltypische Marken.
Brauereien in Bayern: Der Markt im Überblick
Diese bayerische Brauereien Liste umfasst 747 aktive Braustätten im Freistaat, dem Bundesland mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Kein anderer Wirtschaftsstandort verbindet Brautradition und Vielfalt so stark wie Bayern. Das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 bildet die Grundlage für eine Qualitätskultur, die bis heute gilt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts existierten in Bayern knapp 30.000 Brauereien, darunter viele Haus- und Dorfbrauereien. Fast jedes Kloster betrieb eine eigene Braustätte. Der massive Rückgang auf 619 Betriebe im Jahr 2014 kehrte sich seither um. Vor allem Gasthausbrauereien, Craft-Beer-Manufakturen und wiederbelebte Kommunbrauhäuser treiben den Zuwachs.
Oberfranken führt mit 182 Brauereien die Statistik an und trägt den Beinamen „Bierfranken". Oberbayern folgt mit 154 Betrieben, Schwaben mit 91 und Mittelfranken mit 83. Allein der Landkreis Bamberg zählt 58 Brauereien. München beherbergt 17 Braustätten, darunter sechs Großbrauereien mit weltweiter Bekanntheit durch das Oktoberfest.
Vergleichstabelle der führenden Brauereien in Bayern
Die folgende Tabelle zeigt die bekanntesten bayerischen Brauereien nach Typ, Spezialisierung und Firmensitz. Da belastbare Umsatzzahlen für die meisten Betriebe nicht öffentlich vorliegen, verzichtet diese Übersicht auf die Umsatzspalte.
| Unternehmen | Branche | Firmensitz | Rechtsform | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Augustiner-Bräu Wagner | Privatbrauerei | München | KG | Älteste Münchner Privatbrauerei (1328) |
| Erdinger Weißbräu | Privatbrauerei | Erding | Privatbrauerei | Größte Weißbierbrauerei der Welt |
| Hofbräu München | Staatsbrauerei | München | Staatsbrauerei | Hofbräuhaus am Platzl |
| Paulaner Brauerei | Konzernbrauerei | München | Konzern (BHI) | Salvator, Nockherberg |
| Löwenbräu | Konzernbrauerei | München | AB InBev | Ursprünge bis 1383 |
| Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan | Staatsbrauerei | Freising | Staatsbrauerei | Forschungsbrauerei der TU München |
| Schneider Weisse | Privatbrauerei | Kelheim | Privatbrauerei | Älteste Weißbierbrauerei Bayerns |
| Klosterbrauerei Weltenburg | Klosterbrauerei | Kelheim | Klosterbesitz | Älteste Klosterbrauerei der Welt (1050) |
| OeTTINGER Brauerei | Großbrauerei | Oettingen | GmbH | Massenmarkt, Discountbiere |
| Kulmbacher Brauerei | Großbrauerei | Kulmbach | AG | Brauereimuseum am Standort |
Die Tabelle verdeutlicht die Bandbreite der Eigentumsstrukturen: Von der staatlichen Brauerei über Klosterbesitz bis zum internationalen Konzern sind alle Formen vertreten. Familiengeführte Privatbrauereien bilden das Rückgrat der bayerischen Bierlandschaft.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Traditionsreichste Brauerei: Klosterbrauerei Weltenburg, Kelheim, braut seit 1050 und ist damit die älteste Klosterbrauerei der Welt.
- Weltmarktführer Weißbier: Erdinger Weißbräu exportiert als größte Weißbierbrauerei der Welt in über 90 Länder und bietet neun verschiedene Weißbiervarianten.
- Kultigste Privatbrauerei: Augustiner-Bräu genießt in München Kultstatus. Über 50 % der Gewinne fließen über die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung in soziale Projekte.
- Innovationsführer: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan verbindet Brauwesen mit Forschung an der TU München.
- Hidden Champion Weißbier: Schneider Weisse braut seit über 400 Jahren Weißbier in Familienbesitz. Der Aventinus Weizenbock gilt als Referenz für den Bierstil.
- Einzigartigstes Produkt: Rauchbierbrauerei Schlenkerla in Bamberg räuchert ihr Malz über Buchenholzfeuern in einem 11-stufigen Brauverfahren.
- Bio-Vorreiter: Neumarkter Lammsbräu gilt als Pionier für ökologisches Brauen in Deutschland.
- Bester Brauereitourismus: Klosterbrauerei Andechs bietet Virtual-Reality-Brauereiführungen auf dem Heiligen Berg bei Starnberg.
Die Top-15 Brauereien in Bayern im Detail
Augustiner-Bräu Wagner KG
Keine andere Münchner Brauerei genießt unter Bierliebhabern einen vergleichbaren Kultstatus wie Augustiner. Die 1328 gegründete KG pflegt bis heute die traditionelle Holzfass-Lagerung, bekannt als „Hirschen". Besonders für Vertriebsprofis im Gastronomiebereich ist Augustiner relevant: Die Marke erzielt hohe Nachfrage ohne klassische Werbung. Über die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung fließen mehr als 50 % der Brauereigewinne in wohltätige Projekte. Zum Sortiment gehören Helles, Edelstoff, Dunkel, Weißbier und der Starkbier-Klassiker Maximator.
Erdinger Weißbräu
Als größte Weißbierbrauerei der Welt definiert das 1886 gegründete Familienunternehmen aus Erding den globalen Weißbiermarkt. Erdinger verbindet traditionelle Braukunst mit modernster Technologie und exportiert weltweit. Das Sortiment umfasst neun Varianten, darunter Weißbier, Dunkel, Kristallweizen, Pikantus und Alkoholfrei. Für B2B-Einkäufer in der Gastronomie bietet Erdinger eine breite Produktpalette bei hoher Liefersicherheit. Die Marke steht wie keine zweite bayerische Brauerei für internationale Sichtbarkeit des Bierstils Weißbier.
Hofbräu München
Das Hofbräuhaus am Platzl zieht jährlich Millionen Besucher an und gilt als berühmtestes Wirtshaus der Welt. Herzog Wilhelm V. gründete die Staatsbrauerei 1589, heute gehört sie dem Freistaat Bayern. Hofbräu braut mit Wasser aus einem eigenen 150 Meter tiefen Brunnen, der Eiszeitwasser fördert. Hopfen stammt aus der Hallertau, Malz von bayerischen Mälzereien. Für Marktforscher liefert Hofbräu ein Beispiel, wie eine staatliche Brauerei globale Markenbekanntheit durch Tourismus aufbaut.
Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Bayerns zweite Staatsbrauerei in Freising-Weihenstephan ist direkt an die TU München angeschlossen. Hier lehren und erforschen Wissenschaftler Brauwissenschaft, während die Brauerei kommerziell produziert. Das Sortiment umfasst Hefeweißbier, Vitus, Korbinian, Original Helles und Pilsner. Jobsuchende im Brauwesen finden hier den Schnittpunkt von Forschung und Praxis. Die offizielle Gründung datiert auf 1675, die Brauereigeschichte reicht jedoch weiter zurück.
Paulaner Brauerei
Als eine der sechs Münchner Oktoberfestbrauereien gehört Paulaner zur Schörghuber-Gruppe (BHI). Mit dem Salvator hat Paulaner den bekanntesten Doppelbock Bayerns im Sortiment. Am Nockherberg betreibt die Firma seit 2018 eine eigene Gasthausbrauerei. Das Paulaner Bräuhaus am Kapuzinerplatz braut seit 1989 vor Ort. Für Einkäufer in Hotellerie und Gastronomie bietet Paulaner ein breites Portfolio von Helles über Weißbier bis zum Festbier.
Schneider Weisse
Bayerns älteste Weißbierbrauerei befindet sich seit 1928 in siebter Generation im Besitz der Familie Schneider in Kelheim. Der Aventinus Weizenbock (TAP 6) gilt international als Referenz für diesen Bierstil. Der denkmalgeschützte Brauereikomplex steht für über 400 Jahre Weißbiertradition. Schneider Weisse braut auch den seltenen Aventinus Eisbock, ein Bier, das die Brauerei durch Ausfrieren konzentriert. Für Biertouristen lohnt sich Kelheim doppelt, da die Klosterbrauerei Weltenburg nur wenige Kilometer entfernt liegt.
Klosterbrauerei Weltenburg
Seit 1050 brauen Benediktinermönche am Donauufer bei Kelheim. Weltenburg ist damit die älteste Klosterbrauerei der Welt. Das Flaggschiff Weltenburger Kloster Barock Dunkel gewann mehrfach den World Beer Cup. Die Brauerei nutzt reines Quellwasser und braut nach dem Reinheitsgebot. Ein Biergarten im Innenhof und ein Restaurant mit Blick auf die Donau machen Weltenburg zu einem der beliebtesten Brauereiausflugsziele Bayerns.
Klosterbrauerei Andechs
Auf dem Heiligen Berg bei Starnberg brauen Benediktinermönche seit 1455. Den Andechser Doppelbock Dunkel stellt die Klosterbrauerei ganzjährig her, nicht nur zur Starkbierzeit. Andechs setzt mit Virtual-Reality-Brauereiführungen auf Innovation im Brauereitourismus. Bräustüberl und Klostergaststätte ziehen Besucher aus ganz Oberbayern an. Für Vertriebsprofis im Tourismusbereich zeigt Andechs, wie Bierkultur und Spiritualität ein Alleinstellungsmerkmal schaffen.
Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee
Das Tegernseer Hell gehört zu den beliebtesten Bieren Oberbayerns. Herzogin Maria Anna in Bayern aus dem Haus Wittelsbach führt die Brauerei im ehemaligen Klostergebäude. Das Bräustüberl zieht Einheimische und Touristen gleichermaßen an. Neben dem Hell umfasst das Sortiment Dunkles, Pils, Export und den saisonalen Blauen Page Bockbier. Die Brauereigeschichte reicht möglicherweise bis 1050 zurück, offiziell datiert die Gründung auf 1675.
Rauchbierbrauerei Schlenkerla
In der Bamberger Altstadt, unterhalb des Doms, braut die Familie Trum ein weltweit einzigartiges Produkt: Rauchbier. Die Mälzer räuchern das Malz über Buchenholzfeuern, bevor es ein 11-stufiges Brauverfahren durchläuft. Aecht Schlenkerla Rauchbier Märzen schenkt die Brauerei aus Holzfässern aus. Für Marktforscher bietet Schlenkerla ein Fallbeispiel für erfolgreiche Nischenstrategie: Ein einziges Alleinstellungsmerkmal schafft internationale Bekanntheit.
Brauerei Aying (Ayinger)
Mit dem Celebrator Doppelbock besitzt die familiengeführte Privatbrauerei südlich von München ein international preisgekröntes Flaggschiff. Ayinger bietet Brauereiführungen auf Englisch und Italienisch an, die etwa zwei Stunden dauern und eine Verkostung einschließen. Nachhaltige Produktion und regionale Rohstoffe stehen im Mittelpunkt. Für Einkäufer im gehobenen Gastronomiebereich ist Ayinger ein Synonym für Qualität und Sortenvielfalt.
Löwenbräu
Mit Ursprüngen bis 1383 zählt Löwenbräu zu den ältesten Münchner Marken. 1863 produzierte die Gesellschaft ein Viertel der gesamten Münchner Biermenge und galt als größte Brauerei der Stadt. Seit 2003 gehört die Marke über die Spaten-Löwenbräu-Gruppe zum Konzern AB InBev. Der Löwenbräukeller besteht seit 1883 und bietet Brauereiführungen an. Löwenbräu zeigt, wie eine historische Marke unter Konzerndach weiterlebt.
Hacker-Pschorr Brauerei
Die Fusion der Brauereien Hacker und Pschorr im Jahr 1972 schuf eine der sechs Münchner Oktoberfestbrauereien. Heute gehört Hacker-Pschorr zur Paulaner-Gruppe. Das Oktoberfest Märzen bildet das Flaggschiff der Firma. Brauereiführungen und Workshops ergänzen das Angebot. Für Jobsuchende bietet die Zugehörigkeit zur BHI-Gruppe stabile Karrierepfade im Brauereikonzern.
König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg
Das Haus Wittelsbach braut an drei Standorten: Schloss Kaltenberg, Fürstenfeldbruck und Holzkirchen. König Ludwig Dunkel und Weissbier bilden die Flaggschiffe des Sortiments. Die königliche Herkunft verschafft der Schlossbrauerei ein unverwechselbares Profil im Premiumsegment. Kaltenberg verbindet Brautradition mit adeliger Geschichte und spricht damit besonders Biertouristen an.
Neumarkter Lammsbräu
Als Vorreiter für Bio-Bier in Deutschland nimmt Lammsbräu eine Sonderstellung in der Oberpfalz ein. Alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Für Einkäufer im Naturkosthandel ist Lammsbräu der Referenzlieferant. Die Brauerei in Neumarkt in der Oberpfalz zeigt, dass ökologisches Brauen und wirtschaftlicher Erfolg vereinbar sind. Gleichzeitig bedient Lammsbräu den wachsenden Markt für nachhaltige Lebensmittel.
Branchentrends und Marktentwicklung
Craft-Beer-Boom und Neugründungen
Seit 2014 stieg die Zahl bayerischer Braustätten von 619 auf 747. Craft-Beer-Manufakturen wie Giesinger Brauerei (München), Camba Bavaria (Seeon-Seebruck) und Orca Brau (Nürnberg) treiben diesen Zuwachs. Allerdings zeigt die Schließung von CREW Republic 2024, dass nicht jede Neugründung langfristig überlebt. Bitburger übernahm die Marke und braut sie seither im Lohnbrau-Verfahren.
Wiederbelebung historischer Braustätten
Ehemalige Brauereien erleben eine Renaissance. Die Museumsbrauerei Steer eröffnete 2023 auf dem Gelände der 1967 stillgelegten Turmbräu in Mühldorf. Das Brauhaus Garmisch nahm 2023 den Betrieb auf. In Franken gründen Kommunbrauvereine neue gemeinschaftliche Brauhäuser. Dieser Trend verbindet lokale Identität mit wirtschaftlicher Initiative.
Brauereitourismus als Wachstumsfeld
Klosterbrauerei Andechs setzt auf Virtual-Reality-Brauereiführungen. Brauerei Aying bietet internationale Führungen an. Stadtbrauerei Spalt nutzt den lokalen Spalter Hopfen als Alleinstellungsmerkmal für Bierverkostungen. Konkret investieren immer mehr kleine Betriebe in Erlebnisangebote, um neben dem Bierverkauf eine zweite Einnahmequelle aufzubauen.
Alkoholfreies Bier und Bio-Segment
Erdinger Alkoholfrei hat eine eigene Marktnische als isotonisches Sportgetränk erschlossen. Neumarkter Lammsbräu beliefert den Bio-Handel flächendeckend. Beide Segmente wachsen schneller als der klassische Biermarkt. Steigende Gesundheitsorientierung und Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher beschleunigen diese Entwicklung in Bayern besonders stark.
Konsolidierung und Konzernstrukturen
AB InBev kontrolliert über die Spaten-Löwenbräu-Gruppe die Marken Spaten, Löwenbräu und Franziskaner. Die Paulaner-Gruppe (BHI) vereint Paulaner und Hacker-Pschorr. Im Gegensatz dazu halten viele Familienbrauereien wie Augustiner, Schneider Weisse und Tegernsee bewusst an ihrer Unabhängigkeit fest. Dieser Gegensatz zwischen Konzern und inhabergeführter Firma prägt die bayerische Brauereibranche.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie bayerische Brauereien
Wer Brauereien in Bayern vergleicht, sollte zuerst auf die Eigentumsstruktur achten. Familiengeführte Betriebe wie Augustiner oder Schneider Weisse entscheiden unabhängig über Rezepturen und Rohstoffe. Konzernbrauereien wie Löwenbräu (AB InBev) folgen globalen Portfoliostrategien.
Für Jobsuchende im Brauwesen sind die Staatsbrauereien Weihenstephan und Hofbräu München besonders relevant, da sie stabile Arbeitsplätze mit Tarifbindung bieten. Weihenstephan ermöglicht durch die Nähe zur TU München den Einstieg in die Brauwissenschaft. Craft-Beer-Betriebe wie Giesinger oder Camba Bavaria bieten flachere Hierarchien, aber weniger Planungssicherheit.
B2B-Einkäufer in der Gastronomie sollten auf Sortimentsbreite und Lieferfähigkeit achten. Erdinger und Paulaner decken große Volumina ab. Spezialbiere von Schlenkerla oder Ayinger eignen sich für die gehobene Gastronomie. Beispielsweise bietet Brauerei Aying Führungen auf Englisch und Italienisch an, was internationale Kooperationen erleichtert.
Vertriebsprofis finden in Bayerns Brauereivielfalt zahlreiche Anknüpfungspunkte: Die Bandbreite reicht von Bio-Bier (Lammsbräu) über Premiumsegment (König Ludwig) bis zum Massenmarkt (OeTTINGER). Marktforscher sollten vor allem die regionale Verteilung beachten: 182 Brauereien allein in Oberfranken schaffen dort eine Wettbewerbsdynamik, die sich von Oberbayern mit seinen Großbrauereien grundlegend unterscheidet.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende im Brauwesen profitieren von der Vielfalt der Betriebstypen. Weihenstephan und Hofbräu München bieten strukturierte Ausbildungswege mit akademischem Umfeld. Wer handwerklich arbeiten möchte, findet bei Familienbrauereien wie Schneider Weisse oder Privatbrauerei Hofmühl in Eichstätt ein persönliches Arbeitsumfeld.
Einkäufer und Vertriebsprofis im Getränkehandel sollten sich an der Zielgruppe ihrer Kunden orientieren. Für das Premiumsegment eignen sich Tegernseer, Augustiner oder Ayinger. Erdinger und Paulaner bedienen den Volumenmarkt mit starker Markenbekanntheit. OeTTINGER aus Oettingen in Schwaben liefert preisorientierte Produkte für den Discounthandel. Bio-Sortimente beziehen Händler am besten direkt bei Neumarkter Lammsbräu.
Marktforscher finden in Bayerns Brauereimarkt ein Freiluftlabor für Wettbewerbsanalysen. 747 Betriebe koexistieren auf engem Raum: von der Klosterbrauerei mit fast 1.000 Jahren Geschichte bis zur Craft-Beer-Neugründung. Diese Vielfalt bietet Daten zu Konsolidierung, Marktnischen und regionaler Marktdynamik. Der Bayerische Brauerbund und der Verband Private Brauereien Bayern veröffentlichen regelmäßig Branchendaten.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Brauereien gibt es aktuell in Bayern?
Im Januar 2026 bestehen in Bayern 747 aktive gewerbliche Braustätten. Diese Zahl umfasst Privatbrauereien, Klosterbrauereien, Gasthausbrauereien, Kommunbrauhäuser und Craft-Beer-Manufakturen. Anfang des 19. Jahrhunderts waren es noch knapp 30.000 Betriebe. 2014 erreichte die Zahl mit 619 Brauereien einen Tiefstand, seither steigt sie durch Neugründungen wieder an.
Welche sind die sechs großen Münchner Brauereien?
München hat sechs traditionelle Großbrauereien: Hofbräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pschorr, Spaten und Löwenbräu. Diese sechs bilden den „Verein Münchner Brauereien e.V." und dürfen ihr Produkt als einzige offiziell als „Münchner Bier" bezeichnen. Alle sechs sind auf dem Oktoberfest vertreten. Insgesamt existieren in München 17 aktive Braustätten.
Wo ist die höchste Brauereidichte in Bayern?
Oberfranken weist mit 182 Brauereien auf gut eine Million Einwohner die höchste Brauereidichte auf. Die Region trägt deshalb den Beinamen „Bierfranken". Der Landkreis Bamberg allein zählt 58 Brauereien. Die Stadt Bamberg beherbergt 14 Betriebe, darunter die Rauchbierbrauerei Schlenkerla und die bekannte Brauerei Fässla.
Welche ehemaligen Brauereien gibt es in Bayern?
Bayern hat im Laufe der Jahrhunderte Tausende Brauereien verloren. Allein seit Anfang des 19. Jahrhunderts sank die Zahl von knapp 30.000 auf 747. Jüngere Schließungen betreffen etwa CREW Republic (Unterschleißheim, 2024) und Brauerei Krieger (übernommen von Arco-Valley, 2024). Dennoch beleben Gründer manche Standorte neu: Die Museumsbrauerei Steer eröffnete 2023 auf dem Gelände der 1967 stillgelegten Turmbräu in Mühldorf.
Was ist die Zoigl-Tradition in der Oberpfalz?
Zoigl ist eine über 500 Jahre alte Brautradition in der Oberpfalz. In gemeinschaftlichen Kommunbrauhäusern brauen die Teilnehmer naturtrübes, unfiltriertes Bier. Der Zoigl-Stern am Haus zeigt an, wo gerade ausgeschenkt wird. Die Hauptstandorte sind Windischeschenbach, Eslarn, Falkenberg, Mitterteich und Neuhaus. Für Biertouristen bietet die Oberpfalz damit ein Erlebnis, das es in keiner anderen Region Deutschlands gibt.
Welche Klosterbrauereien sind in Bayern noch aktiv?
Zu den bekanntesten aktiven Klosterbrauereien zählen Weltenburg (seit 1050), Andechs (seit 1455), Ettal, Scheyern, Mallersdorf und Weißenohe. Weltenburg gilt als älteste Klosterbrauerei der Welt. Andechs bietet VR-Brauereiführungen an. Die Klosterbrauerei Baumburg und die Klosterbrauerei Kreuzberg in der Rhön ergänzen das Angebot in anderen Regionen Bayerns.
Methodik
Diese bayerische Brauereien Liste basiert auf öffentlich zugänglichen Daten des Bayerischen Brauerbunds, des Statistischen Bundesamts (Fachserie 14) sowie Angaben der Brauereien selbst. Erfasst sind 747 aktive Braustätten mit Stand Januar 2026. Die Auswahl der 15 Detailprofile erfolgte nach Kriterien wie Marktbedeutung, Brautradition, Eigentumsstruktur und Alleinstellungsmerkmalen.
Erlöse und Beschäftigtenzahlen einzelner Brauereien sind in diesem Sektor selten öffentlich verfügbar. Die Bewertungen stützen sich daher auf Produktionsschwerpunkte, Auszeichnungen (World Beer Cup, European Beer Star), Exporttätigkeit und regionale Bedeutung. Die redaktionelle Einordnung spiegelt keine kommerziellen Interessen wider.





