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Brauereien Deutschland Anzahl 2026

Von Sebastian Müller, Branchenexperte

Die aktuelle Brauereien Deutschland Anzahl liegt bei 1.459 Braustätten. Damit gehört Deutschland zu den brauereienreichsten Nationen weltweit. Kein anderes europäisches Land bietet eine vergleichbare

Brauereien Deutschland Anzahl 2026: Die größten Brauereien in Deutschland im Überblick
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Wichtige Fakten

  • Deutschland zählt 1.459 Brauereien (Stand 2024), ein Rückgang um 93 Betriebe seit 2019.
  • Die Brauwirtschaft erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von rund 9 Mrd. € pro Jahr.
  • Bayern dominiert mit 598 Braustätten und vereint 41 % aller deutschen Brauereien.
  • 64 Großbrauereien produzieren über 80 % des gesamten Bierausstoßes von 82,6 Mio. Hektolitern.
  • Alkoholfreies Bier wächst auf 5,8 Mio. hl Produktion mit einem Marktwert von 606,4 Mio. €.
  • Der Pro-Kopf-Verbrauch ist von 145 Litern (1980) auf unter 90 Liter gesunken.
  • Allein 2024 mussten 52 Brauereibetriebe schließen, besonders in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Deutscher Biermarkt im Überblick

Die aktuelle Brauereien Deutschland Anzahl liegt bei 1.459 Braustätten. Damit gehört Deutschland zu den brauereienreichsten Nationen weltweit. Kein anderes europäisches Land bietet eine vergleichbare Biervielfalt, die vom Reinheitsgebot bis zur modernen Craft-Bier-Szene reicht. Der Gesamtabsatz lag 2024 bei 82,6 Mio. Hektolitern, dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Zwischen 2019 und 2024 schlossen 93 Betriebe. Corona-Pandemie, Energiepreiskrise und sinkender Bierkonsum trieben diese Entwicklung. Bis 2019 hatte die Craft-Bier-Gründerwelle die Braustättenanzahl um über 250 Betriebe gesteigert.

Bayern beherbergt allein 598 Brauereien, gefolgt von Baden-Württemberg (203) und Nordrhein-Westfalen (138). Diese drei Bundesländer vereinen rund 70 % aller deutschen Braustätten. Der Regierungsbezirk Oberfranken gilt als Region mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Entgegen dem Trend verzeichnen Sachsen (+7) und Thüringen (+4) Neugründungen.

Vergleichstabelle der führenden Brauereien

Die folgende Tabelle zeigt die größten Brauereigruppen und Einzelbrauereien nach Bierausstoß in Hektolitern. Erlöse liegen nur für einen Teil der Firmen vor.

Unternehmen Umsatz Jahresausstoß (hl) Branche Firmensitz Rechtsform
Radeberger Gruppe (Dr. Oetker) 2,1 Mrd. € 10,80 Mio. Brauereigruppe Frankfurt am Main GmbH
Bitburger Braugruppe 1,42 Mrd. € 5,69 Mio. Brauereigruppe Bitburg Familienbrauerei
Krombacher Brauerei 944,5 Mio. € 5,74 Mio. Privatbrauerei Kreuztal-Krombach Privatbrauerei
Oettinger Gruppe 376,5 Mio. € 7,50 Mio. Großbrauerei Oettingen GmbH
Paulaner Gruppe 6,34 Mio. Brauereigruppe München Brauereigruppe
TCB Beteiligungsgesellschaft 5,80 Mio. Brauereigruppe Beteiligungsgesellschaft
Beck's (AB InBev) Konzernmarke Bremen Konzern
Erdinger Weißbräu Privatbrauerei Erding Privatbrauerei

Die Radeberger Gruppe führt das Feld mit deutlichem Abstand an. Krombacher erzielt trotz geringerem Ausstoß einen höheren Jahresumsatz als Oettinger. Das spiegelt die unterschiedliche Preisstrategie beider Firmen wider.

Top-Empfehlungen nach Kategorie

  • Größter Ausstoß: Radeberger Gruppe mit 10,80 Mio. hl und Platz 22 weltweit
  • Umsatzstärkste Braugruppe: Radeberger Gruppe mit 2,1 Mrd. € Jahresumsatz
  • Meistverkaufte Einzelmarke: Krombacher Pils, führend beim Inlandsabsatz mit 5,74 Mio. hl
  • Preisführer im Discount-Segment: Oettinger mit 7,50 Mio. hl Ausstoß bei 376,5 Mio. € Erlösen
  • Hidden Champion: Augustiner Brauerei, Kultmarke ohne klassische Werbung mit treuer Fangemeinde
  • Innovationsführer Weißbier: Erdinger Weißbräu, weltgrößte Weißbierbrauerei
  • Stärkste Traditionsmarke: Bitburger Braugruppe, familiengeführt seit 1817 mit fünf Kernmarken
  • Bio-Pionier: Neumarkter Lammsbräu als erste konsequente Bio-Brauerei Deutschlands

Die Top-15 Brauereien im Detail

Radeberger Gruppe (Dr. Oetker)

Deutschlands umsatzstärkste Brauereigruppe belegt Platz 22 im weltweiten Brauereiranking. Mit 10,80 Mio. hl Ausstoß und 2,1 Mrd. € Erlösen vereint der Konzern Marken wie Jever, Schöfferhofer, Clausthaler und Berliner Kindl. Für B2B-Einkäufer bietet die Gruppe ein breites Portfolio von Pils über Weizen bis zu alkoholfreien Varianten. Die Zugehörigkeit zum Oetker-Konzern sichert finanzielle Stabilität in einem schrumpfenden Markt.

Oettinger Gruppe

Mit 7,50 Mio. hl Jahresproduktion rangiert Oettinger auf Platz 25 weltweit und verfolgt konsequent eine Discount-Strategie. Der Umsatz liegt bei nur 376,5 Mio. €, weil die Firma bewusst auf Fassbier-Vertrieb und Gastronomie-Belieferung verzichtet. Für Vertriebsprofis im Lebensmitteleinzelhandel ist Oettinger ein zentraler Partner. Die Marke verkauft über den Preis statt über Werbung.

Krombacher Brauerei

Als meistverkaufte Biermarke Deutschlands nach Inlandsabsatz erreicht Krombacher 5,74 Mio. hl und 944,5 Mio. € Jahresumsatz (Platz 31 weltweit). Die Privatbrauerei aus Kreuztal-Krombach vertreibt neben dem Kernprodukt Krombacher Pils auch Schweppes-Getränke. Jobsuchende finden hier einen der größten privaten Arbeitgeber in der Region Siegen-Wittgenstein.

Bitburger Braugruppe

Fünf starke Marken machen Bitburger zu einer der breitest aufgestellten Braugruppen Deutschlands: Bitburger, König Pilsener, Licher, Köstritzer Schwarzbier und Benediktiner Weißbier. Der Konzern erreicht 1,42 Mrd. € Umsatz bei 5,69 Mio. hl Ausstoß. Die breite Markenstreuung über verschiedene Bierstile reduziert die Abhängigkeit vom schrumpfenden Pils-Segment. Bitburg in Rheinland-Pfalz ist einer der wenigen Brauereistandorte außerhalb der traditionellen Bierregionen Bayern und NRW.

Paulaner Gruppe

Drei Marken bilden das Portfolio der Paulaner Gruppe: Paulaner, Hacker-Pschorr und Fürstenberg. Mit 6,34 Mio. hl Absatz belegt die Gesellschaft Platz 28 im globalen Ranking. Die enge Verbindung zum Münchner Oktoberfest macht Paulaner zu einer der international bekanntesten deutschen Biermarken. Vor allem im Weißbier- und Helles-Segment zeigt die Gruppe Stärke.

TCB Beteiligungsgesellschaft

Hinter regionalen Marken wie Frankfurter Brauhaus, Feldschlößchen aus Dresden und Gilde Brauerei in Hannover operiert die TCB als stille Konzernstruktur. Mit 5,80 Mio. hl Absatz belegt sie Platz 30 weltweit. Für Marktforscher ist TCB interessant, weil der Betrieb zeigt, wie regionale Markenidentität unter einem gemeinsamen Konzerndach erhalten bleibt.

Beck's (AB InBev)

Beck's aus Bremen gehört zum weltgrößten Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev mit 59,8 Mrd. US-Dollar Gesamtumsatz. Die Marke zählt zu den bekanntesten deutschen Exportbieren weltweit. AB InBev hat 2023 allerdings acht Craft-Brauereien an Tilray verkauft und signalisiert damit den Rückzug aus dem Spezialsegment. Die Konzernzugehörigkeit verschafft Beck's Zugang zu globalen Vertriebsnetzen.

Augustiner Brauerei

Augustiner genießt als älteste bestehende Brauerei Münchens Kultstatus weit über Bayern hinaus. Die Firma verzichtet fast vollständig auf klassische Werbung. Trotzdem gehört Augustiner Helles zu den begehrtesten Bieren Süddeutschlands. Für Vertriebsprofis ist die Marke ein Sonderfall: Die Nachfrage übersteigt regelmäßig das Angebot, ganz ohne Marketingbudget.

Erdinger Weißbräu

Als weltgrößte Weißbierbrauerei dominiert Erdinger dieses Segment und hat mit Erdinger Alkoholfrei früh auf den Gesundheitstrend gesetzt. Die Privatbrauerei aus Erding bei München positioniert sich besonders im Sportmarketing als isotonische Alternative nach dem Training.

Veltins Brauerei

Veltins aus Grevenstein im Sauerland gehört zu den führenden Premium-Pils-Marken Deutschlands. Die Privatbrauerei setzt konsequent auf das Premiumsegment und meidet den Preiskampf im Discount-Bereich. Der Standort in NRW platziert Veltins strategisch im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Warsteiner Brauerei

Mit dem Warsteiner Premium Verum vertritt die Familienbrauerei aus dem Sauerland ein klassisches deutsches Pils. In den letzten Jahren hat die Firma Marktanteile an Wettbewerber verloren. Dennoch bleibt Warsteiner ein fester Bestandteil im deutschen Biermarkt und bedient vor allem die Gastronomie in NRW und Hessen.

Rothaus Brauerei (Badische Staatsbrauerei)

Rothaus ist eine Besonderheit: Die Brauerei gehört dem Land Baden-Württemberg. Die Kultmarke Tannenzäpfle hat sich vom regionalen Schwarzwald-Bier zur bundesweiten Szene-Marke entwickelt. Für B2B-Einkäufer bietet die staatliche Eigentümerstruktur hohe Verlässlichkeit und langfristige Planungssicherheit.

Flensburger Brauerei

Durch ihre Bügelverschlussflasche (Ploppflasche) ist die Flensburger Brauerei zur Kultmarke in Norddeutschland geworden. Seit 1888 braut der Betrieb in Schleswig-Holstein. Flensburger zeigt, wie regionale Verankerung und ein markantes Alleinstellungsmerkmal auch ohne Konzernzugehörigkeit zum Erfolg führen.

Karlsberg Brauerei

Karlsberg aus Homburg ist die führende Brauerei im Saarland und hält dort eine dominante Marktposition. Die 1878 gegründete Familienbrauerei produziert Karlsberg UrPils und setzt auf regionale Verbundenheit.

Störtebeker Braumanufaktur

Als Traditionsbrauerei mit moderner Craft-Ausrichtung bietet Störtebeker aus Stralsund ein breites Sortiment von Bernstein-Weizen über Atlantik-Ale bis Schwarzbier. Für Marktforscher ist die Braumanufaktur ein Beispiel dafür, wie ein historischer Betrieb den Craft-Trend erfolgreich integriert.

Branchentrends und Marktentwicklung

Brauereisterben und Kostendruck

Seit 2019 schlossen 93 Brauereien in Deutschland. Allein 2024 gaben 52 Betriebe auf. Bayern verlor 50 Braustätten, NRW 24 und Hessen 14. Als Hauptursachen gelten die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, gestiegene Energiepreise und die allgemeine Konsumzurückhaltung. Gerade mittelständische Brauereien und Familienbetriebe mit dünner Kapitaldecke trifft diese Entwicklung hart.

Alkoholfreies Bier als Wachstumssegment

Alkoholfreies Bier erreicht rund 7 % Marktanteil mit steigender Tendenz. Die Produktion lag 2024 bei 5,8 Mio. hl mit einem Wert von 606,4 Mio. €. Großbrauereien wie Krombacher, Bitburger und Erdinger investieren gezielt in dieses Segment. Der sinkende Pro-Kopf-Verbrauch bei Alkohol treibt die Nachfrage.

Klimaneutralität und Energiewende

Brauereien müssen bis 2045 klimaneutral produzieren. Die Umstellung von Gas auf Strom erfordert bei 80 % der Anlagen einen kompletten Neubau. Energiekosten machen 10 bis 20 % der Herstellungskosten aus. Das Mehrwegsystem der Brauereien erreicht mit 80 bis 90 % Quote europaweit Spitzenwerte, doch die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bedroht diesen Vorteil.

Craft-Bier-Bewegung im Wandel

Die Craft-Bier-Gründerwelle brachte zwischen 1994 und 2019 über 250 neue Brauereien hervor. Nach Corona ist diese Dynamik abgeflacht. AB InBev hat 2023 acht Craft-Marken abgestoßen. Dagegen wachsen Craft-Brauereien wie die Giesinger Brauerei in München oder BRLO in Berlin weiter. Der Schwerpunkt verschiebt sich von Neugründungen zu Konsolidierung.

Sinkender Bierkonsum

Der Bierabsatz fiel in zehn Jahren um 13,7 %. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 145 Litern (1980) auf unter 90 Liter. Gesundheitsbewusstsein und demografischer Wandel beschleunigen diesen Trend. Deutschland exportierte 2024 dennoch 1,45 Mrd. Liter Bier. Der Exportanteil stieg auf 17,6 % des Gesamtabsatzes.

Auswahlkriterien: So bewerten Sie Brauereien in Deutschland

Der wichtigste Größenindikator ist der Jahresausstoß in Hektolitern, nicht der Umsatz. Oettinger zeigt dies deutlich: Mit 7,50 Mio. hl Ausstoß erreicht die Firma nur 376,5 Mio. € Einnahmen, während Krombacher bei 5,74 Mio. hl fast das Dreifache erzielt. Die Preisstrategie bestimmt die Erlöse stärker als das Produktionsvolumen.

In der Praxis unterscheiden sich die Bewertungsmaßstäbe je nach Zielgruppe. Jobsuchende sollten die Eigentümerstruktur prüfen: Konzernbrauereien wie die Radeberger Gruppe bieten strukturierte Karrierewege. Familienbrauereien wie Bitburger ermöglichen breitere Verantwortung. Die gesamte Branche beschäftigt über 27.000 Menschen in Produktion, Vertrieb und Verwaltung.

B2B-Einkäufer profitieren von der Biersteuermengenstaffel, die kleinen Brauereien Preisvorteile verschafft. Regionale Herkunft ist im Biermarkt ein echtes Verkaufsargument. Vertriebsprofis finden besonders im alkoholfreien Segment offene Türen: Regionale Betriebe suchen aktiv Vertriebspartner für dieses wachsende Geschäftsfeld. Marktforscher sollten Branchendaten und Jahresberichte der Brauereiverbände als Primärquellen nutzen.

Welches Unternehmen passt zu Ihnen?

Wer einen Einstieg in einen Großkonzern sucht, findet bei der Radeberger Gruppe oder Beck's (AB InBev) internationale Strukturen und vielfältige Einsatzbereiche. Beide bieten Positionen in Marketing, Vertrieb und Logistik an mehreren Standorten. Familienbrauereien wie Krombacher oder Bitburger eignen sich für Bewerber, die flachere Hierarchien und regionale Verwurzelung schätzen.

Für B2B-Einkäufer im Gastronomiebereich ist die Wahl zwischen Premium und Discount entscheidend. Veltins und Warsteiner positionieren sich im Premiumsegment. Oettinger deckt das Preiseinstiegssegment ab. Rothaus und Augustiner bieten als Kultmarken besondere Anziehungskraft für gehobene Gastronomie, sind aber regional begrenzt verfügbar.

Vertriebsprofis mit Fokus auf Wachstumsmärkte sollten Brauereien mit starkem alkoholfreiem Sortiment kontaktieren. Erdinger Alkoholfrei und Krombacher Alkoholfrei gehören zu den etablierten Marken in diesem Sektor. Marktforscher finden bei Störtebeker und der Giesinger Brauerei spannende Fallstudien zur Frage, wie Craft-Konzepte im deutschen Markt skalieren.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Brauereien gibt es in Deutschland?

2024 gab es 1.459 Brauereien in Deutschland. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht diese Zahl jährlich. Seit 2019 ist die Braustättenanzahl um 93 Betriebe zurückgegangen, nachdem sie durch die Craft-Bier-Gründerwelle zuvor jahrelang gestiegen war. Rund 75 % aller Brauereien sind Kleinbrauereien mit weniger als 5.000 hl Jahresausstoß.

Welches Land hat die meisten Brauereien?

Die USA führen mit über 9.000 Brauereien die absolute Rangliste an. Deutschland liegt mit 1.459 Braustätten auf einem der vorderen Plätze in Europa. Bei der Brauereidichte pro Einwohner liegt die Schweiz europaweit vorn. Allerdings bietet Oberfranken in Bayern eine der höchsten regionalen Brauereidichten weltweit.

Welcher ist der größte Brauereikonzern in Deutschland?

Die Radeberger Gruppe (Dr. Oetker) ist mit 10,80 Mio. hl Ausstoß und 2,1 Mrd. € Jahresumsatz die größte deutsche Brauereigruppe. Weltweit belegt sie Platz 22. Gemessen am globalen Umsatz dominiert AB InBev mit Marken wie Beck's und Hasseröder, ist aber kein deutscher Konzern. Die Oettinger Gruppe folgt mit 7,50 Mio. hl auf Platz 25 weltweit.

Wie viele Brauereien gibt es in Bayern?

Bayern zählt 598 Brauereien und damit 41 % aller deutschen Braustätten. Der Freistaat verlor zwischen 2019 und 2024 allerdings die meisten Betriebe (50 Schließungen). Oberfranken gilt als die Region mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Viele bayerische Brauereien sind Kleinbrauereien, Gasthausbrauereien oder Klosterbrauereien mit weniger als 5.000 hl Jahresausstoß.

Was ist die Biersteuermengenstaffel?

Die Biersteuermengenstaffel gewährt kleineren Brauereien ermäßigte Biersteuersätze. Betriebe mit geringerem Ausstoß zahlen weniger Steuer pro Hektoliter als Großbrauereien. Dieses Instrument schützt die Vielfalt der deutschen Brauereibranche, weil es kleinen und mittleren Firmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konzernen verschafft.

Wie hat sich der Bierkonsum in Deutschland entwickelt?

Der Bierabsatz lag 2024 bei 82,6 Mio. Hektolitern, 13,7 % weniger als zehn Jahre zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 145 Litern (1980) auf unter 90 Liter. Gegenläufig wächst das Segment alkoholfreies Bier auf 5,8 Mio. hl Produktion. Deutschland exportierte 2024 rund 1,45 Mrd. Liter Bier. Das entspricht einem Exportanteil von 17,6 % am Gesamtabsatz.

Methodik

Dieser Artikel basiert auf offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes zur Brauereien Deutschland Anzahl sowie auf internationalen Brauereirankings. Umsatz- und Ausstoßzahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023 bzw. 2024. Berücksichtigt sind Brauereigruppen, Privatbrauereien und Konzernmarken mit Sitz in Deutschland.

Die Auswahl der größten Brauereien erfolgte primär nach Jahresausstoß in Hektolitern und, wo verfügbar, nach Umsatzdaten. Branchendaten der deutschen Brauereiverbände ergänzen die Firmenprofile. Alle Angaben beziehen sich auf öffentlich verfügbare Quellen.

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