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Die größte Brauerei Bayerns 2026

Von Sebastian Müller, Branchenexperte

Die größte Brauerei Bayerns kann je nach Maßstab eine andere sein. Die bayerische Brauwirtschaft ist die dichteste und traditionsreichste Deutschlands. Fast jede zweite deutsche Brauerei sitzt im Frei

Die größte Brauerei Bayerns: Marktführer, Kennzahlen und Vergleich 2026
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Wichtige Fakten

  • Bayern zählt im Januar 2026 insgesamt 747 aktive gewerbliche Braustätten und führt damit das Bundesländer-Ranking mit Abstand an.
  • Oberfranken ist die bierstärkste Region mit 182 Brauereien, gefolgt von Oberbayern mit 154 und Schwaben mit 91 Betrieben.
  • Die Oettinger Brauerei erzielte 2023 die höchste Produktionsmenge unter den bayerischen Brauereien mit rund 750 Millionen Litern Ausstoß.
  • Die umsatzstärkste Einzelbrauerei ist Erdinger Weißbräu, die 2022 mit rund 170 Millionen Euro Jahresumsatz abschloss.
  • Paulaner verzeichnete 2023 ein Produktionswachstum von 5,7 Prozent auf 634 Millionen Liter und rangiert damit unter den Top 30 weltweit.
  • Der gesamte bayerische Bierausstoß lag zuletzt bei 23,8 Millionen Hektolitern, während der Gesamtabsatz landesweit seit Jahren rückläufig bleibt.
  • Gleichzeitig wächst das Segment alkoholfreier Biere und kleiner Craft-Beer-Brauereien stark an.

Brauereien in Bayern: Markt im Überblick

Die größte Brauerei Bayerns kann je nach Maßstab eine andere sein. Die bayerische Brauwirtschaft ist die dichteste und traditionsreichste Deutschlands. Fast jede zweite deutsche Brauerei sitzt im Freistaat.

Im Januar 2026 zählte Bayern 747 aktive gewerbliche Braustätten. Das sind über 120 mehr als der historische Tiefstand von 619 im Jahr 2014. Kleine handwerkliche Neugründungen und die stabile Nachfrage nach regionalen Bieren erklären den Zuwachs.

Der Markt teilt sich in wenige dominante Großbrauereien, eine breite mittelständische Basis und eine wachsende Zahl von Mikrobrauereien. Konzerne wie Paulaner, Oettinger und Kulmbacher bedienen Massenmärkte über Handel und Gastronomie. Viele kleine Familienbetriebe kämpfen dagegen mit steigenden Rohstoff- und Energiekosten.

Zwischen Biergartenidylle und betriebswirtschaftlichem Druck klafft ein deutlicher Unterschied. Geografisch liegt der Schwerpunkt in Oberfranken mit 182 Brauereien, gefolgt von Oberbayern mit 154 Betrieben. Schwaben komplettiert mit 91 Braustätten die Spitzengruppe. Die Oberpfalz pflegt mit ihren Zoigl-Kommunbrauhäusern eine weltweit einmalige Gemeinschaftstradition.

Vergleichstabelle der führenden Unternehmen

Die folgende Tabelle zeigt die größten Brauereien in Bayern, sortiert nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und öffentlich verfügbaren Kennzahlen. Bei fehlenden Umsatzangaben stützt sich der Vergleich auf die Produktionsmenge.

Unternehmen Produktion (Mio. Liter) Mitarbeiter Branche Firmensitz Rechtsform
Oettinger Brauerei GmbH 750 (2023) ~1.000 Bierbrauerei Oettingen i. Bay. GmbH
Paulaner Brauerei Gruppe 634 (2023) Bierbrauerei München GmbH & Co. KGaA
Erdinger Weißbräu 171 Mio. € Umsatz (2022) Weißbier Erding Privatbrauerei
Kulmbacher Brauerei AG ~1.000 Bierbrauerei Kulmbach AG
Augustiner-Bräu Wagner KG Bierbrauerei München KG
Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan Traditionsbier Freising Staatsbrauerei

Die Oettinger Brauerei führt die Tabelle beim reinen Ausstoß an. Anders als Paulaner setzt Oettinger auf Direktabsatz an Supermärkte und Tankstellen ohne Zwischenhändler. Das Unternehmen betreibt vier Standorte in Deutschland und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Die Paulaner Brauerei Gruppe hingegen steigerte ihren Ausstoß entgegen dem Branchentrend um 5,7 Prozent. Erdinger Weißbräu wiederum ist die einzige große Brauerei mit öffentlich ausgewiesenem Jahresumsatz von 170 Millionen Euro.

Top-Empfehlungen nach Kategorie

  • Größter Bierausstoß: Oettinger Brauerei GmbH — Mit 750 Millionen Litern Jahresproduktion 2023 führt Oettinger die bayerische Rangliste beim reinen Volumen an. Das Familienunternehmen beliefert Supermärkte und Getränkemärkte direkt ab Werk.

  • Höchster öffentlich bekannter Umsatz: Erdinger Weißbräu — Die weltgrößte Weißbierbrauerei erzielte 2022 rund 170 Millionen Euro Umsatz und exportiert in über 100 Länder. Kein anderer bayerischer Braubetrieb weist eine vergleichbare Umsatztransparenz auf.

  • Global Player mit stärkstem Export: Erdinger Weißbräu — Der Spezialist aus Erding liefert Weißbier in mehr als 100 Länder und hält die Position als weltweit größte Weißbierbrauerei. Das Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf einen Standort.

  • Traditionsreichstes Unternehmen: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan — Die 1040 gegründete Brauerei in Freising gilt als älteste noch bestehende Braustätte der Welt. Ihr Standort beherbergt zudem das international renommierte Studienzentrum für Brauwesen der TU München.

  • Stärkstes Produktionswachstum: Paulaner Brauerei Gruppe — Entgegen dem rückläufigen Branchentrend wuchs der Ausstoß 2023 um 5,7 Prozent auf 634 Millionen Liter. Die Gruppe profitiert von einer Mehrheitsbeteiligung der Schörghuber Unternehmensgruppe und einer 30-Prozent-Beteiligung von Heineken International.

  • Innovationsführer im Craft-Segment: Camba Bavaria — Das Unternehmen aus Seeon hat sich als Vorreiter der bayerischen Craft-Beer-Bewegung etabliert. Es produziert eine breite Palette experimenteller Biersorten und treibt die Sortenvielfalt im Freistaat maßgeblich voran.

  • Unabhängigster Traditionsbetrieb: Augustiner-Bräu Wagner KG — Die 1328 gegründete Münchner Brauerei ist über die Edith-Haberland-Wagner Stiftung bis heute unabhängig geblieben. Augustiner betreibt die letzte verbliebene eigene Tennenmälzerei in München.

Die Top-6 Unternehmen im Detail

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA

Die Paulaner Brauerei Gruppe ist der umsatzstärkste Braukonzern unter den führenden Brauereien in Bayern, auch wenn konkrete Umsatzzahlen nicht öffentlich einsehbar sind. Der Konzern vereint Marken wie Paulaner, Hacker-Pschorr und Thurn und Taxis unter einem Dach und steigerte 2023 den Ausstoß auf 634 Millionen Liter. Das bedeutet ein Plus von 5,7 Prozent in einem schrumpfenden Gesamtmarkt.

Die Schörghuber Unternehmensgruppe hält 70 Prozent der Anteile, Heineken International ist mit 30 Prozent beteiligt. Über eine Mehrheitsbeteiligung von 63,8 Prozent kontrolliert Paulaner zudem die Kulmbacher Brauerei AG. Dieser Konzernverbund bündelt erhebliche Vertriebskraft und ermöglicht Skaleneffekte im Einkauf von Rohstoffen und Energie. Für Vertriebspartner bieten die Paulaner-Marken ein breites Portfolio vom Weißbier bis zum alkoholfreien Segment.

Oettinger Brauerei GmbH

Oettinger agiert als größte Brauerei Bayerns nach Ausstoß mit einem unkonventionellen Geschäftsmodell. Statt über den Gastronomiegroßhandel vertreibt das Familienunternehmen seine Biere direkt an Supermärkte, Getränkemärkte und Tankstellen. Mit vier Produktionsstandorten in Oettingen, Braunschweig, Gotha und Mönchengladbach produziert Oettinger rund 750 Millionen Liter Bier jährlich. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.

Zwischen 2004 und 2013 war Oettinger die meistverkaufte Biermarke Deutschlands. Die Inhaberfamilie Kollmar führt ihre Brautradition bis ins Jahr 1731 zurück. Dank des Direktvertriebs realisiert Oettinger niedrige Distributionskosten und kann preisaggressiv im Discount-Segment auftreten.

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft

Als traditionsreicher und börsennotierter Betrieb mit rund 1.000 Mitarbeitern hat die Kulmbacher Brauerei AG ihren Sitz in Oberfranken. Mehrheitseigentümerin ist mit 63,8 Prozent die Paulaner Brauerei Gruppe, weitere 25,8 Prozent hält der Kulmbacher Nahrungsmittelkonzern Ireks. Das Unternehmen bündelt vier Biermarken: Kulmbacher, Mönchshof, EKU und Kapuziner.

Zum Konzern gehören mehr als ein Dutzend Tochtergesellschaften, darunter eine Mineralquelle und mehrere Vertriebs- und Logistikfirmen. Die Aktiengesellschaft verbindet damit Brauereibetrieb mit einer diversifizierten Unternehmensstruktur. Beim World Beer Award 2022 erhielt die Brauerei drei Medaillen für verschiedene Biersorten.

Erdinger Weißbräu

Die weltweit größte Weißbierbrauerei operiert von einem einzigen Standort in Erding aus. Mit einem Jahresumsatz von 170 Millionen Euro im Jahr 2022 ist Erdinger die finanziell transparenteste große Brauerei Bayerns. Das Unternehmen exportiert in über 100 Länder und erzielt damit eine im bayerischen Mittelstand ungewöhnlich hohe internationale Präsenz. Der Fokus liegt ausschließlich auf Weißbierspezialitäten.

Erdinger verzichtet auf Konzernstrukturen oder Beteiligungen an anderen Brauereien. Das Weißbier aus Erding belegt im aktuellen Consideration-Ranking bayerischer Biermarken mit 20,8 Prozent den zweiten Platz hinter Franziskaner.

Augustiner-Bräu Wagner KG

Augustiner blickt auf eine Geschichte bis 1328 zurück und ist die älteste Brauerei Münchens. Als eines der letzten großen unabhängigen Brauhäuser Bayerns schützt die Edith-Haberland-Wagner Stiftung das Unternehmen vor Übernahmen. Augustiner betreibt als einzige Münchner Brauerei eine eigene Tennenmälzerei und ist bekannt für sein konsequent traditionelles Brauverfahren. Die Brauerei verzichtet weitgehend auf Werbung und setzt auf den Ruf ihrer Produktqualität. Der Augustiner Biergarten in der Arnulfstraße gilt als ältester Münchner Biergarten und ist ein zentraler Teil der Markenidentität.

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan gilt als älteste noch bestehende Braustätte der Welt. Ihre Gründung im Jahr 1040 markiert den Beginn einer ungebrochenen Brautradition auf dem Weihenstephaner Berg in Freising. Als Staatsbrauerei des Freistaats Bayern unterliegt sie öffentlich-rechtlichen Transparenzanforderungen und ist zugleich ein aktives Lehr- und Forschungszentrum. Auf dem Campus befindet sich das international bekannte Studienzentrum für Brauwesen und Getränketechnologie der Technischen Universität München. Das Sortiment umfasst traditionelle Biersorten vom Weißbier über Pils bis zum Kellerbier.

Branchentrends und Marktentwicklung

Alkoholfreies Bier als Wachstumstreiber

Der bayerische Biermarkt schrumpft insgesamt, doch alkoholfreie Sorten legen zweistellig zu. Große Brauereien wie Paulaner und Erdinger investieren gezielt in alkoholfreie Weißbiervarianten, die geschmacklich kaum noch von klassischen Bieren zu unterscheiden sind. Der Vorteil dieser Produkte liegt in höheren Margen und einer Erschließung gesundheitsbewusster Konsumentengruppen.

Craft-Beer-Brauereien verändern die Marktstruktur

Seit 2014 wächst die Zahl kleiner, experimenteller Braustätten in Bayern kontinuierlich an. Betriebe wie Camba Bavaria aus Seeon oder die Giesinger Brauerei in München haben sich fest etabliert. Diese Brauereien sprechen eine jüngere, ausgabefreudigere Kundschaft an und zwingen auch Traditionsbetriebe zur Sortimentserweiterung.

Konsolidierung und Abhängigkeiten im oberen Marktsegment

Die bayerische Brauwirtschaft zeigt eine zunehmende Verflechtung. Mit der Mehrheitsbeteiligung der Paulaner Gruppe an Kulmbacher und der Heineken-Beteiligung an Paulaner entstehen Abhängigkeiten, die für kleinere Marktteilnehmer den Wettbewerbsdruck erhöhen. Gleichzeitig schließen nicht wettbewerbsfähige Traditionsbrauereien, während übernahmefähige Mittelständler begehrte Übernahmeziele bleiben.

Regionale Rohstoffbeschaffung unter Kostendruck

Steigende Energiepreise und volatile Rohstoffmärkte treffen Brauereien mit hohem thermischen Energiebedarf besonders hart. Augustiner mit eigener Mälzerei und Neumarkter Lammsbräu als größte Bio-Brauerei Deutschlands setzen auf regionale Lieferketten, um Transportkosten und CO₂-Ausstoß zu senken. Dieser Trend zur Regionalisierung wird durch die Erwartungshaltung der Verbraucher zusätzlich verstärkt.

Export als Stabilisator gegen Inlandsrückgang

Während der Inlandsabsatz seit Jahren fällt, bauen führende Brauereien in Bayern ihre Exportmärkte systematisch aus. Erdinger exportiert als Weißbierweltmarktführer in über 100 Länder. Paulaner und andere Großbrauereien folgen dieser Strategie, um den Heimatmarktverlust durch Auslandsgeschäft auszugleichen. Die Exportquote wird damit zum kritischen Erfolgsfaktor für wachstumsorientierte Betriebe.

Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen

Für die Bewertung von Brauereien in Bayern gibt es keine einheitliche Kennzahl, die allein aussagekräftig wäre. Entscheidend ist der Zweck der Analyse. B2B-Einkäufer aus der Gastronomie sollten vor allem auf Lieferzuverlässigkeit, Distributionsnetz und die Breite des Sortiments achten. Ein Betrieb wie Oettinger beliefert durch seinen Direktvertrieb Supermärkte effizient und preisgünstig, während Paulaner über ein gestuftes Gastronomievertriebsnetz verfügt.

Jobsuchende im Brauwesen sollten die Eigentümerstruktur prüfen. Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan bietet als öffentlicher Arbeitgeber andere Karrierewege als ein Familienbetrieb wie Oettinger oder eine konzerngebundene AG wie Kulmbacher. Die rund 1.000 Mitarbeiter bei Oettinger und Kulmbacher verteilen sich zudem auf mehrere Standorte, was bei der Standortwahl relevant sein kann.

Vertriebsprofis und Marktforscher wiederum benötigen Produktions- und Absatzzahlen. Hier zeigt sich die größte Datenlücke: Nur Erdinger veröffentlicht konkrete Umsatzzahlen. Oettinger und Paulaner kommunizieren Produktionsmengen, andere Betriebe bleiben intransparent. Die Mitgliedschaft im Bayerischen Brauerbund oder bei den Privaten Brauereien Bayern kann ein Indikator für die Verbandsaktivität und Branchenvernetzung eines Unternehmens sein.

Für Marktforscher ist zudem die regionale Verteilung relevant. Mit 182 Brauereien bietet Oberfranken eine völlig andere Wettbewerbsdichte als Niederbayern mit 74 Betrieben. Eine Brauerei im umkämpften oberfränkischen Markt muss andere Strategien verfolgen als ein Betrieb in einer brauereiärmeren Region.

Welches Unternehmen passt zu Ihnen?

Jobsuchende mit Interesse an traditioneller Braukunst und öffentlich-rechtlicher Anstellung finden bei der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan eine einzigartige Kombination aus Braubetrieb und Wissenschaft. Die Anbindung an die TU München schafft zudem Weiterbildungsmöglichkeiten im Brauwesen. Wer dagegen eine Karriere in einem international aufgestellten Konzern sucht, wird bei der Paulaner Brauerei Gruppe mit ihrer Heineken-Beteiligung und globalen Vertriebsstrukturen fündig.

B2B-Einkäufer aus der Gastronomie mit Fokus auf Exklusivität und Tradition sollten einen Blick auf Augustiner werfen. Die Brauerei liefert ein begrenztes, aber hochwertiges Sortiment und ist durch ihre Stiftungsstruktur unabhängig von Modeerscheinungen des Marktes. Für großvolumige Ausschreibungen im LEH-Bereich eignet sich hingegen Oettinger, das über Direktvertrieb und vier Standorte Skaleneffekte realisiert.

Vertriebsprofis, die eine Marke mit internationaler Strahlkraft vertreten wollen, kommen an Erdinger kaum vorbei. Die Exportquote in über 100 Länder in Kombination mit einem öffentlich bekannten Umsatz von 170 Millionen Euro schafft eine transparente Vertriebsbasis. Marktforscher wiederum profitieren vom Datenreichtum des Bayerischen Brauerbundes und sollten die 747 Braustätten als Gesamtsample für regionale Marktanalysen nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die größten Brauereien in Bayern?

Die größte Brauerei Bayerns nach Produktionsvolumen ist die Oettinger Brauerei GmbH mit rund 750 Millionen Litern Ausstoß im Jahr 2023. Die umsatzstärkste Einzelbrauerei ist Erdinger Weißbräu mit 170 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2022. Der größte Braukonzern ist die Paulaner Brauerei Gruppe, die 634 Millionen Liter produziert und über Mehrheitsbeteiligungen auch die Kulmbacher Brauerei AG kontrolliert.

Welche sind die sechs größten Brauereien in Bayern?

Als die sechs größten Brauereien Bayerns nach wirtschaftlichem Gewicht und Ausstoß gelten: Oettinger Brauerei GmbH, Paulaner Brauerei Gruppe, Kulmbacher Brauerei AG, Erdinger Weißbräu, Augustiner-Bräu Wagner KG und die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan. Diese sechs Unternehmen decken unterschiedliche Rechtsformen ab, von der Aktiengesellschaft über die GmbH bis zur Staatsbrauerei und Privatbrauerei.

Wie viele Brauereien in Bayern gibt es?

Mit Stand Januar 2026 sind im Freistaat Bayern 747 aktive gewerbliche Braustätten registriert, einschließlich der Kommunbrauhäuser. Die Zahl stieg seit dem Tiefstand von 619 Brauereien im Jahr 2014 kontinuierlich an, getrieben durch Neugründungen im Craft-Beer-Segment. Bayern beherbergt damit fast die Hälfte aller deutschen Brauereien.

Wo sind die meisten Brauereien in Bayern ansässig?

Die höchste Brauereidichte weist Oberfranken mit 182 Braustätten auf, gefolgt von Oberbayern mit 154 und Schwaben mit 91 Betrieben. Oberfranken wird daher auch als „Bierfranken" bezeichnet. Allein in Bamberg existieren 14 Brauereien, darunter die weltweit bekannte Rauchbierbrauerei Schlenkerla.

Wie bewertet man Brauereien in Bayern für geschäftliche Zwecke?

Die Bewertung hängt vom Zweck ab. Für Einkäufer zählen Lieferzuverlässigkeit, Distributionsnetz und Sortimentsbreite. Jobsuchende sollten auf Rechtsform und Eigentümerstruktur achten. Marktforscher nutzen Produktionsvolumen und Exportquoten. Konkrete Umsatzzahlen sind allerdings nur für wenige Brauereien öffentlich verfügbar, darunter Erdinger mit 170 Millionen Euro für 2022.

Was ist die älteste Brauerei Bayerns?

Die älteste noch bestehende Brauerei Bayerns und zugleich der Welt ist die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising, deren Gründung auf das Jahr 1040 datiert wird. Die älteste Münchner Brauerei ist Augustiner-Bräu, gegründet 1328.

Methodik

Dieser Artikel basiert auf öffentlich verfügbaren Branchendaten, Marktanalysen und veröffentlichten Jahresabschlüssen. Die Produktionsmengen von Oettinger und Paulaner beziehen sich auf das Jahr 2023, die Umsatzangabe von Erdinger auf 2022. Als größte Brauerei Bayerns gilt je nach Bezugsgröße entweder Oettinger nach Ausstoß oder Erdinger nach öffentlich bekanntem Umsatz. Die Gesamtzahl von 747 Braustätten entspricht dem Stand Januar 2026. Für viele Traditionsbrauereien fehlen detaillierte Finanzkennzahlen, da sie als Personengesellschaften oder Stiftungen nicht publikationspflichtig sind.

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