Dieses Ranking der Frankfurt Chemieunternehmen stellt die 14 führenden Chemie- und Pharmafirmen der Region vor.

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Chemie- und Pharmaunternehmen in Hessen / Rhein-Main: Branchenüberblick
- Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-14 Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Chemie- und Pharmaunternehmen in Frankfurt/Rhein-Main
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Insgesamt 310 Chemie- und Pharmaunternehmen sind im hessischen Chemie-Arbeitgeberverband organisiert – sie beschäftigen gemeinsam rund 105.000 Menschen in Hessen.
- Der Industriepark Höchst in Frankfurt ist das Herzstück der Branche: Über 90 Unternehmen mit etwa 22.000 Beschäftigten produzieren und forschen hier.
- Merck KGaA aus Darmstadt führt die Region mit einem Jahresumsatz von 22 Milliarden Euro als umsatzstärkstes Chemieunternehmen an.
- Die Branchenstruktur reicht von börsennotierten Großkonzernen wie Fresenius SE bis zu mittelständischen Spezialisten wie Allessa GmbH.
- Biotechnologie und nachhaltige Chemie wachsen rasant – Firmen wie BioNTech in Marburg und INERATEC im Industriepark Höchst treiben diesen Wandel.
- Die Geschäftslage ist angespannt: Der IHK-Geschäftsklimaindex sank 2025 auf 80 Punkte, Auftragseingänge sind rückläufig, und viele Firmen rechnen mit Stellenabbau.
Chemie- und Pharmaunternehmen in Hessen / Rhein-Main: Branchenüberblick
Dieses Ranking der Frankfurt Chemieunternehmen stellt die 14 führenden Chemie- und Pharmafirmen der Region vor.
Die Chemie- und Pharmabranche ist der umsatzstärkste Industriezweig des verarbeitenden Gewerbes in Hessen. Sie konzentriert sich auf einen historisch gewachsenen Cluster im Rhein-Main-Gebiet, der von Frankfurt über Darmstadt bis nach Hanau und Marburg reicht. Unternehmen aus Pharma, Spezialchemie, Kunststoffverarbeitung und industrieller Biotechnologie profitieren hier von einer einzigartigen Infrastruktur aus Industrieparks, Forschungseinrichtungen und spezialisierten Dienstleistern.
Der Industriepark Höchst in Frankfurt bildet mit mehr als 90 Firmen und rund 22.000 Beschäftigten den größten zusammenhängenden Chemie- und Pharmastandort der Region. Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG betreibt ihn und stellt Energie, Entsorgung, Sicherheit und Logistik für alle ansässigen Firmen bereit. Weitere bedeutende Standorte sind der Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden, der Pharmapark Marburg sowie die Einzelstandorte großer Konzerne in Darmstadt, Hanau und Bad Homburg.
Das Frankfurter Chemiecluster vereint alle Unternehmenstypen. Börsennotierte DAX- und MDAX-Konzerne wie Merck KGaA und Fresenius SE operieren neben eigentümergeführten Mittelständlern und kleinen Biotech-Firmen. Branchenverbände wie der hessische Chemie-Arbeitgeberverband, der VCI Hessen und weitere Fachverbände haben ihre Sitze ebenfalls in Frankfurt und verdichten das Netzwerk.
Aktuell belasten hohe Energiekosten, Bürokratie und eine schwache Auftragslage die Branche. Gleichzeitig fließen jährlich über 300 Millionen Euro Investitionen allein in den Industriepark Höchst, vor allem in Nachhaltigkeitsprojekte und Produktionsmodernisierung.
Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Chemie- und Pharmaunternehmen in Hessen im direkten Vergleich. Sie enthält Umsatzangaben, sofern diese öffentlich verfügbar sind, sowie die jeweilige Branchenausrichtung und den konkreten Firmensitz. Die Tabelle sortiert die Unternehmen nach bekanntem Umsatz, danach alphabetisch.
| Unternehmen | Umsatz | Mitarbeiterzahl | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Merck KGaA | 22 Mrd. € (2022) | — | Chemie, Pharma, Life Science, Electronics | Darmstadt | KGaA |
| Fresenius SE | — | — | Healthcare, Medizintechnik, Kliniken | Bad Homburg | SE |
| Sanofi-Aventis Deutschland GmbH | — | — | Pharma (Insulin, Impfstoffe) | Frankfurt a. M. (Industriepark Höchst) | GmbH |
| K+S Aktiengesellschaft | — | — | Düngemittel, Salz | Kassel | AG |
| STADA Arzneimittel AG | — | — | Generika, rezeptfreie Arzneimittel | Bad Vilbel | AG |
| B. Braun Melsungen AG | — | — | Medizintechnik, Pharma | Melsungen | AG |
| Heraeus Holding GmbH | — | — | Edelmetalle, Medizintechnik, Quarzglas | Hanau | GmbH |
| Clariant SE | — | — | Spezialchemie (Pigmente, Additive) | Frankfurt a. M. | SE |
| Evonik Industries AG | — | — | Spezialchemie | Essen / Standort Hanau | AG |
| Celanese Services Germany GmbH | — | — | Engineered Materials, Acetyl-Chemie | Sulzbach (Taunus) | GmbH |
| Abbott GmbH | — | — | Diagnostik, Ernährung, Arzneimittel | Wiesbaden | GmbH |
| Biotest AG | — | — | Blutplasma, Biotherapeutika | Dreieich | AG |
| BioNTech Manufacturing Marburg GmbH | — | — | mRNA-Impfstoffe & Therapien | Marburg | GmbH |
| Infraserv GmbH & Co. Höchst KG | — | — | Industrieparkbetrieb, Standortdienste | Frankfurt a. M. | KG |
Merck KGaA dominiert die Tabelle mit einem Konzernumsatz von 22 Milliarden Euro als einziges Unternehmen mit veröffentlichter Umsatzzahl in der Region. Die übrigen Firmen agieren mehrheitlich als Tochtergesellschaften internationaler Konzerne oder als nicht börsennotierte Einheiten und veröffentlichen keine separaten Umsatzdaten. Auffällig ist die große Bandbreite an Rechtsformen: Von der börsennotierten KGaA über die SE bis zu GmbHs und einer KG deckt die Region alle wesentlichen Unternehmensformen ab.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größter Umsatz: Merck KGaA. Mit 22 Milliarden Euro Konzernumsatz (2022) ist der Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzern der Branchenführer. Die drei Geschäftsbereiche Healthcare, Life Science und Electronics bedienen globale Märkte.
- Innovationsführer: BioNTech Manufacturing Marburg GmbH. Die mRNA-Technologie-Plattform revolutioniert die Impfstoffherstellung. Der Standort Marburg wurde nach der Übernahme 2020 massiv ausgebaut und produziert heute für den Weltmarkt.
- Bester Arbeitgeber: Fresenius SE. Der Bad Homburger Gesundheitskonzern bietet mit Klinikbetrieb, Medizintechnik und Dialysezentren ein extrem breites Spektrum an Karrierewegen. Die Tarifbindung über den hessischen Chemie-Arbeitgeberverband sichert attraktive Konditionen.
- Hidden Champion: Allessa GmbH. Im Industriepark Fechenheim produziert das mittelständische Unternehmen Spezialchemikalien und betreibt Auftragssynthese für globale Kunden – ein typischer Nischenführer mit jahrzehntelanger Expertise.
- Stärkstes Wachstum: Vulcan Energy. Das deutsch-australische Unternehmen sicherte sich 2025 Flächen für eine zentrale Lithiumanlage im Industriepark Höchst. Die CO₂-neutrale Lithiumgewinnung aus Geothermie trifft den Boom der E-Mobilität.
- Traditionskonzern: Heraeus Holding GmbH. Seit 1851 in Familienbesitz, hat sich der Hanauer Konzern vom Edelmetallhändler zum globalen Technologieführer für Quarzglas, Sensoren und Medizinprodukte entwickelt.
- Standortriese: Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Als Betreiber des Industrieparks Höchst managt die Infraserv die Infrastruktur für über 90 Unternehmen. Sie stellt Energie, Entsorgung, Sicherheit und über die Provadis-Gruppe auch Fachkräfteausbildung bereit.
Die Top-14 Unternehmen im Detail
Merck KGaA
Merck KGaA ist der umsatzstärkste Chemie- und Pharmakonzern der Rhein-Main-Region. Der Konzern aus Darmstadt gliedert sich in die Sparten Healthcare, Life Science und Electronics. Jährlich investiert Merck über 2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und hält tausende Patente. Damit ist er der größte private Arbeitgeber für Fachkräfte in Chemie, Biotechnologie und Verfahrenstechnik.
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Der Frankfurter Standort im Industriepark Höchst ist die größte integrierte Produktionsstätte des globalen Sanofi-Konzerns weltweit. Täglich fertigt er bis zu eine Million Insulinpens für Diabetes-Patienten in über 80 Ländern. Neben Insulin produziert das Werk auch monoklonale Antikörper, Multiple-Sklerose-Medikamente und Antihistaminika – ein Angebot, das B2B-Einkäufern einen der größten GMP-zertifizierten Pharmahersteller Europas eröffnet.
Fresenius SE
Fresenius SE in Bad Homburg vereint Krankenhausbetrieb, Medizintechnik und Weltmarktführerschaft in der Dialyse unter einem Dach. Diese Diversifikation macht den Konzern krisenresistent und eröffnet Mitarbeitern vielfältige Karrierewege, von der Pflege bis zur Hightech-Fertigung. Marktforscher schätzen die transparente Konzernberichterstattung und die klare Aufteilung in eigenständige Unternehmensbereiche, die detaillierte Segmentanalysen erlauben.
K+S Aktiengesellschaft
K+S aus Kassel erschließt Kali- und Magnesiumvorkommen für die Landwirtschaft. Als einer der größten Salzproduzenten weltweit und europäischer Marktführer für Auftausalze hängt das Geschäft stark von Rohstoffpreisen und Wetter ab – es ist zyklisch. Vertriebsprofis finden internationale Karrieren mit Stationen in Nord- und Südamerika sowie Asien.
STADA Arzneimittel AG
STADA Arzneimittel AG aus Bad Vilbel fokussiert sich auf Generika und rezeptfreie Medikamente – ein volumenstarkes Geschäft mit Margendruck. Der Konzern wächst durch Zukäufe in Europa und hat sich im Consumer Healthcare stark positioniert. B2B-Einkäufer von Apothekenketten und Großhändlern erhalten einen verlässlichen Lieferanten für preisgünstige Standardarzneimittel mit breitem Portfolio.
B. Braun Melsungen AG
B. Braun Melsungen AG ist ein globaler Medizintechnik-Konzern aus dem nordhessischen Melsungen. Seit 1839 in Familienbesitz, produziert das Unternehmen Infusionslösungen, chirurgische Instrumente und Dialysetechnik und beschäftigt weltweit über 65.000 Menschen in 64 Ländern. Für Jobsuchende in Nordhessen ist der Konzern der bedeutendste industrielle Arbeitgeber mit Tarifbindung und hoher Ausbildungsquote.
Heraeus Holding GmbH
Heraeus Holding GmbH aus Hanau ist ein globaler Technologieführer für Edelmetalle, Quarzglas und Medizintechnik. Das Familienunternehmen begann 1851 als Gold- und Platinscheideanstalt und befindet sich heute vollständig in Familienstiftungsbesitz. Das Portfolio reicht von Quarzglas für Halbleiter über Medizinkomponenten bis zu Industriesensoren – eine tiefe vertikale Integration, die Marktforscher besonders schätzen.
Clariant SE
Clariant SE mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein weltweit führender Spezialchemie-Konzern. Pigmente, Additive für Kunststoffe und Katalysatoren bilden das Kerngeschäft. Anders als breit aufgestellte Chemiefirmen konzentriert sich Clariant auf profitable Nischen, in denen hohe technische Expertise den Wettbewerb begrenzt. In den letzten Jahren trennte sich das Unternehmen von Randaktivitäten und schärfte das Kerngeschäft.
Evonik Industries AG
Der Essener DAX-Konzern Evonik Industries AG betreibt in Hanau einen bedeutenden Standort für Hochleistungspolymere, Additive und Wasserstoffperoxid. Das Unternehmen zählt zu den größten Spezialchemieproduzenten weltweit und profitiert von Megatrends wie Leichtbau und Elektromobilität. B2B-Einkäufer aus der Automobil- und Kunststoffindustrie finden in Hanau eine zentrale Anlaufstelle.
Celanese Services Germany GmbH
Celanese Services Germany GmbH mit Sitz in Sulzbach (Taunus) steuert das Europageschäft des US-Chemiekonzerns. Das Unternehmen produziert technische Kunststoffe sowie Chemikalien der Acetyl-Kette und gehört zu den größten Essigsäureherstellern weltweit. Vertriebsprofis mit internationaler Ausrichtung treffen hier auf eine Organisation, die stark auf Key-Account-Management und technischen Vertrieb setzt.
Abbott GmbH
Abbott GmbH in Wiesbaden fungiert als Drehkreuz für den europäischen Markt des globalen Gesundheitskonzerns. Der Standort koordiniert Diagnostiksysteme, Medikamente und medizinische Ernährungsprodukte sowie klinische Studien und Zulassungsverfahren. Jobsuchende aus den Naturwissenschaften und Regulatory Affairs erwartet ein internationales Arbeitsumfeld mit US-amerikanisch geprägter Unternehmenskultur.
Biotest AG
Biotest AG aus Dreieich ist ein Spezialist für Plasmaproteine und Biotherapeutika. Über 500 Millionen Euro flossen in eine neue Produktionsanlage („Biotest Next Level“). Seit 2022 gehört das Unternehmen zu Grifols, produziert Immunglobuline und Gerinnungsfaktoren aus Blutplasma bilanziell klimaneutral und bleibt als eigenständige Marke erhalten.
BioNTech Manufacturing Marburg GmbH
BioNTech übernahm 2020 den Marburger Standort und baute ihn binnen Monaten zur modernsten mRNA-Produktionsstätte Europas aus. Heute fertigt das Werk Impfstoffe und therapeutische mRNA-Wirkstoffe für den Weltmarkt und symbolisiert den Biotech-Boom in Hessen. Die Pharmaserv GmbH betreibt den Pharmapark und versorgt die ansässigen Firmen mit Infrastruktur, Logistik und Technik.
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG betreibt den Industriepark Höchst strategisch. Das Unternehmen managt für mehr als 90 ansässige Firmen die Infrastruktur, bildet über die Tochter Provadis Fachkräfte aus und unterhält eine Hochschule. Marktforscher und Standortanalysten nutzen Infraserv als zentralen Ansprechpartner, um den Chemiecluster Höchst zu verstehen.
Branchentrends und Marktentwicklung
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Die Transformation zur klimaneutralen Chemieproduktion bestimmt die Investitionsagenda der hessischen Chemiefirmen. Biotest produziert seit 2022 bilanziell klimaneutral, während INERATEC im Industriepark Höchst eine Power-to-Liquid-Pionieranlage für synthetische Kraftstoffe errichtet hat. Vulcan Energy nutzt Geothermie zur CO₂-freien Lithiumgewinnung – ein Verfahren, das den Rohstoff für E-Auto-Batterien liefert, ohne Emissionen zu verursachen.
Auftragsrückgang und Kostendruck
Der IHK-Geschäftsklimaindex für Chemie fiel im Mai 2025 auf 80 Punkte. Viele Unternehmen melden sinkende Auftragseingänge, und hohe Energiepreise drücken die Margen. Deshalb planen mehrere Konzerne und Mittelständler einen moderaten Stellenabbau, besonders energieintensive Grundchemiebetriebe.
Biotechnologie-Boom in Marburg und Dreieich
Die mRNA-Revolution hat Hessen zu einem Hotspot der Biotechnologie gemacht. BioNTech erweiterte den Standort Marburg massiv, Biotest steckte über 500 Millionen Euro in neue Kapazitäten in Dreieich. Zusammen mit CSL Behring und Siemens Healthcare Diagnostics entstand so ein international bedeutender Biotech-Cluster mit mehreren tausend hochqualifizierten Arbeitsplätzen.
Fachkräftemangel und Qualifizierung
Der Mangel an Chemikanten, Laboranten und Verfahrenstechnikern belastet die Branche stark. Der hessische Chemie-Arbeitgeberverband und die Provadis-Hochschule im Industriepark Höchst bieten daher Ausbildungsprogramme und duale Studiengänge an. Flexible Arbeitszeitmodelle und betriebseigene Kitas sollen die Attraktivität steigern, doch viele Stellen bleiben monatelang unbesetzt.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Chemie- und Pharmaunternehmen in Frankfurt/Rhein-Main
Wer ein Chemie- oder Pharmaunternehmen im Rhein-Main-Gebiet bewertet, sollte sich an standorttypischen Kriterien orientieren. Für Jobsuchende ist die Tarifbindung über den hessischen Chemie-Arbeitgeberverband entscheidend. Merck, Sanofi und Fresenius zahlen nach Chemietarif – das bringt für vergleichbare Positionen 20 bis 30 Prozent mehr Gehalt als nicht tarifgebundene Betriebe.
B2B-Einkäufer prüfen am besten, ob ein Lieferant in einem Industriepark wie Höchst, Kalle-Albert oder Marburg sitzt. Diese Parks integrieren Energieversorgung, Abfallentsorgung und Logistik und senken so Lieferausfallrisiken. Zertifizierungen wie ISO 9001, GMP und ISO 50001 sind Branchenstandard und sollten bei Ausschreibungen als Mindestanforderung gelten.
Marktforscher nutzen den Bundesanzeiger für Einblicke in die Jahresabschlüsse der AGs und größerer GmbHs. Bonitätsauskünfte von Creditreform und Dun & Bradstreet helfen bei mittelständischen Unternehmen mit geringer Publizitätspflicht. Vertriebsprofis achten auf die Cluster-Zugehörigkeit: Firmen im Rhein-Main-Cluster Chemie & Pharma sind stark vernetzt und über Branchenveranstaltungen leicht ansprechbar.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende mit chemisch-pharmazeutischem Hintergrund finden bei Merck in Darmstadt und Sanofi im Industriepark Höchst die größten Einstiegschancen. Beide Konzerne bieten strukturierte Traineeprogramme, hohe Tarifgehälter und internationale Karrierepfade. Wer flachere Hierarchien schätzt, sollte mittelständische Betriebe wie Allessa oder Kalle prüfen: Diese Firmen sind eigentümergeführt und übertragen jungen Mitarbeitern oft früher Verantwortung.
B2B-Einkäufer auf der Suche nach Spezialchemikalien-Lieferanten sollten Clariant und Celanese in die engere Wahl nehmen. Clariant liefert Pigmente und Additive für die Kunststoffindustrie, während Celanese technische Kunststoffe direkt an Automobilzulieferer vertreibt. Beide verfügen über lange Lieferbeziehungen und stabile Qualitätssicherungssysteme.
Marktforscher profitieren von der transparenten Berichterstattung börsennotierter Konzerne wie Merck KGaA und Fresenius SE. Deren Segmentdaten erlauben detaillierte Branchenanalysen.
Vertriebsprofis mit internationaler Ambition finden bei Heraeus und K+S globale Vertriebsstrukturen. Heraeus beliefert die Halbleiter- und Medizintechnikindustrie weltweit, K+S Agrarmärkte in Asien und Amerika. Diese Rollen erfordern Reisebereitschaft und interkulturelle Kompetenz, bieten aber überdurchschnittliche Vergütung mit Auslandszulagen.
Häufig gestellte Fragen
Welche sind die größten Chemieunternehmen in Frankfurt?
Das umsatzstärkste Chemie- und Pharmaunternehmen der Region ist die Merck KGaA aus Darmstadt mit 22 Milliarden Euro Jahresumsatz. In Frankfurt selbst dominiert Sanofi-Aventis im Industriepark Höchst als größte integrierte Produktionsstätte des globalen Konzerns. Ebenfalls bedeutend sind Clariant SE (Spezialchemie) mit Konzernsitz in Frankfurt sowie Celanese und Infraserv. Fresenius SE in Bad Homburg und Heraeus in Hanau komplettieren den Kreis der Großkonzerne im unmittelbaren Frankfurter Umland.
Wie viele Chemie- und Pharmaunternehmen gibt es in Hessen?
Im hessischen Chemie-Arbeitgeberverband sind 310 Mitgliedsunternehmen organisiert, die zusammen etwa 105.000 Menschen beschäftigen. Diese Zahl umfasst jedoch nur tarifgebundene Firmen und deckt nicht alle Betriebe der kunststoffverarbeitenden Industrie und der branchennahen Dienstleister ab. Die reale Gesamtzahl chemisch-pharmazeutisch relevanter Unternehmen in Hessen dürfte höher liegen, da Kleinstfirmen und nicht tarifgebundene Betriebe in dieser Statistik nicht enthalten sind.
Wo sitzen die meisten Chemie- und Pharmaunternehmen in Hessen / Rhein-Main?
Der Industriepark Höchst in Frankfurt ist der Standort mit der höchsten Dichte: über 90 Unternehmen mit rund 22.000 Beschäftigten arbeiten hier. Wiesbaden folgt mit dem Industriepark Kalle-Albert (Clariant, Infraserv Wiesbaden, Kalle GmbH). Darmstadt beherbergt den Merck-Konzern und Röhm, Hanau ist Standort für Heraeus und Evonik. Marburg hat sich mit dem Pharmapark und Firmen wie BioNTech, CSL Behring und Siemens Healthcare Diagnostics als Biotech-Zentrum etabliert.
Was ist der Industriepark Höchst?
Der Industriepark Höchst ist der größte Chemie- und Pharmapark Hessens, betrieben von der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Er geht auf die 1868 gegründeten Farbwerke Hoechst zurück und beherbergt heute über 90 Unternehmen. Zu den bekanntesten Mietern zählen Sanofi, Bayer, Celanese und Evonik. Jährlich investieren die ansässigen Firmen zusammen über 300 Millionen Euro in Modernisierung und neue Anlagen. Infraserv managt Energie, Entsorgung, Sicherheit und Logistik zentral für alle Mieter.
Welche Branchen dominieren die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen?
Pharma und Healthcare dominieren mit Sanofi, Fresenius und Biotest. Spezialchemie (Clariant, Evonik) und Düngemittel (K+S) bilden weitere Säulen. Als Wachstumsbranche zieht die Biotechnologie mit BioNTech, Biotest und Start-ups im Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie an.
Wie finde ich einen Job in der Chemiebranche Frankfurt?
Die effektivsten Wege führen über die Karriereportale der großen Arbeitgeber: Merck, Sanofi und Fresenius listen regelmäßig Stellen für Chemikanten, Laboranten und Ingenieure. Der hessische Chemie-Arbeitgeberverband informiert auf seiner Website über Ausbildungsplätze und duale Studiengänge. Die Provadis-Hochschule im Industriepark Höchst bietet Weiterbildungen und Direkteinstiege, Netzwerkveranstaltungen des Rhein-Main-Clusters Chemie & Pharma und von Branchenverbänden eröffnen informelle Zugänge zu Personalverantwortlichen.
Methodik
Dieses Ranking der Frankfurt Chemieunternehmen basiert auf den Mitgliedsdaten des hessischen Chemie-Arbeitgeberverbands mit Stand 2025, Unternehmensveröffentlichungen im Bundesanzeiger sowie öffentlich verfügbaren Geschäftsberichten. Die Auswahl der 14 vorgestellten Unternehmen beruht auf Umsatz, Mitarbeiterzahl, regionaler Strahlkraft für den Standort Frankfurt/Rhein-Main und Branchenrelevanz. In die redaktionellen Bewertungen flossen Investitionsvolumina, Patentanmeldungen und Cluster-Aktivitäten ein. Die Vergleichstabelle enthält alle Unternehmen, für die belastbare öffentliche Daten vorliegen. Angaben ohne Umsatzzahlen wurden mit „—“ gekennzeichnet, wenn keine separat publizierten Jahresumsätze der hessischen Gesellschaften verfügbar waren.





