Nordrhein-Westfalen vereint rund ein Drittel aller deutschen Erlöse in der chemischen Industrie. Mit 49,5 Milliarden Euro Branchenumsatz pro Jahr und 200.000 Beschäftigten ist das Bundesland der mit A

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Firmenumfeld der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen
- Vergleichstabelle der führenden Chemieunternehmen in NRW
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-13 Chemiefirmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- So bewerten Sie Chemiefirmen in Nordrhein-Westfalen
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
Sie brauchen die Daten dazu?
Ein kostenloses Muster zeigt Ihnen Felder, Format und Qualität unserer B2B-Kontaktlisten.
Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Rund 1.900 Chemieunternehmen haben ihren Sitz in NRW, dem bedeutendsten Chemiestandort Deutschlands.
- Die Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 49,5 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 200.000 Menschen.
- 29 Prozent aller deutschen Chemiefirmen arbeiten in Nordrhein-Westfalen, was rund ein Drittel des nationalen Branchenumsatzes ausmacht.
- Die Landkreise Düsseldorf, Köln, Mettmann, Aachen und Rhein-Kreis Neuss weisen die höchste Firmendichte auf.
- NRW betreibt 13 Chemieparks und ist damit deutschlandweit die Nummer eins bei dieser Infrastruktur.
- Die Branche steht 2025/2026 unter Druck: Hohe Energiekosten, CO₂-Bepreisung und Werksschließungen bei Ineos und BP belasten den Standort.
- Parallel fließen Millionen in Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und biobasierte Materialien.
Firmenumfeld der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen vereint rund ein Drittel aller deutschen Erlöse in der chemischen Industrie. Mit 49,5 Milliarden Euro Branchenumsatz pro Jahr und 200.000 Beschäftigten ist das Bundesland der mit Abstand wichtigste Chemiestandort der Republik. Großkonzerne wie Bayer, Evonik und Covestro bilden gemeinsam mit einem breiten Mittelstand die Grundlage dieses Markts.
Die Rheinschiene und das Ruhrgebiet bilden die beiden regionalen Schwerpunkte. Ein Pipeline-Verbund verbindet Raffinerien mit Chemieparks, etwa die BP-Raffinerie Gelsenkirchen mit dem Chemiepark Marl. Die Hälfte aller Beschäftigten der chemischen Industrie in NRW arbeitet in einem der 13 Chemieparks. Rund 70 Prozent aller hergestellten Stoffe gehen in die industrielle Weiterverarbeitung.
Allerdings steht die Branche vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Energiekosten, steigende CO₂-Zertifikatspreise und günstige Konkurrenz aus Asien setzen den Betrieben zu. Ineos schließt 2025 drei Werke in den Kreisen Wesel und Recklinghausen mit insgesamt 455 betroffenen Arbeitsplätzen. BP prüft den Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen mit rund 2.000 Beschäftigten. Evonik gliedert 3.600 Mitarbeiter aus Marl und Wesseling in eine separate GmbH aus.
Vergleichstabelle der führenden Chemieunternehmen in NRW
Die folgende Tabelle zeigt die größten Chemiefirmen in Nordrhein-Westfalen, sortiert nach geschätzter Umsatzstärke. Für viele Konzerne liegen keine exakten Zahlen vor, da sie als Teilgesellschaften globaler Gruppen bilanzieren.
| Unternehmen | Umsatz | Mitarbeiterzahl | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Bayer AG | — | über 100.000 (weltweit) | Life Science / Pharma | Leverkusen | AG |
| BP Europa SE | ca. 55 Mrd. € (2022) | ca. 2.000 (Raffinerie GE) | Petrochemie / Raffinerie | Bochum | SE |
| Henkel AG & Co. KGaA | — | — | Konsumgüter / Klebstoffe | Düsseldorf | AG & Co. KGaA |
| Evonik Industries AG | EBITDA ~1,9 Mrd. € (2025) | 34.000 (weltweit) | Spezialchemie | Essen | AG |
| Covestro AG | — | ca. 18.000 | Polymerwerkstoffe | Leverkusen | AG |
| ALTANA AG | — | — | Spezialchemie / Additive | Wesel | AG |
| Brenntag GmbH | — | — | Chemiedistribution | Duisburg | GmbH |
| Lanxess AG | — | — | Spezialchemie | Bergkamen | AG |
| Ineos (Köln-Worringen) | — | ca. 2.500 (Köln) | Petrochemie / Polymere | Köln | GmbH |
BP Europa SE ist die einzige Firma mit veröffentlichter Umsatzzahl: ca. 55 Milliarden Euro im Jahr 2022, davon 41 Milliarden in Deutschland. Bei Evonik dient das prognostizierte EBITDA von 1,9 Milliarden Euro als Orientierung. Die Bayer AG gilt als umsatzstärkster Konzern mit Sitz in NRW.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größter Umsatz: Bayer AG, Leverkusen, mit über 100.000 Beschäftigten weltweit und drei Geschäftsbereichen (Pharma, Consumer Health, Crop Science)
- Stärkster Petrochemie-Konzern: BP Europa SE, Bochum, mit ca. 55 Milliarden Euro Umsatz (2022) und zentraler Rolle im Chemieverbund nördliches Ruhrgebiet
- Innovationsführer Spezialchemie: Evonik Industries AG, Essen, mit Pilot-Elektrolyse für grünen Wasserstoff in Herne und 34.000 Angestellten weltweit
- Nachhaltigkeits-Vorreiter: Covestro AG, Leverkusen, mit biobasierten Lackhärtern aus nachwachsenden Rohstoffen für die Automobilindustrie
- Hidden Champion: Harold Scholz & Co. GmbH, Recklinghausen, als Farbpigment-Spezialist mit über 120 Jahren Erfahrung und Export in mehr als 85 Länder
- Bester Arbeitgeber: ALTANA AG, Wesel, mit 86 Prozent Weiterempfehlung bei 347 Bewertungen auf Arbeitgeberportalen
- Weltmarktführer Distribution: Brenntag GmbH, Duisburg, als global führender Chemiedistributor mit Hauptsitz am Rhein
Die Top-13 Chemiefirmen im Detail
Bayer AG
Als umsatzstärkstes Chemieunternehmen in NRW dominiert Bayer die Life-Science-Sparte von Leverkusen aus. Der Konzern beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter in drei Divisionen: Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science. Am Standort Bergkamen im Ruhrgebiet fertigt Bayer pharmazeutische Wirkstoffe. Jobsuchende finden hier eines der breitesten Einstiegsspektren in der Region, von der Laborarbeit bis zur Vertriebsposition. Bayer unterscheidet sich von reinen Chemiekonzernen durch die starke Ausrichtung auf Gesundheit und Agrarwissenschaft.
BP Europa SE
Mit ca. 55 Milliarden Euro Jahresumsatz (2022) steuert die europäische BP-Gesellschaft von Bochum aus eines der größten Petrochemie-Geschäfte der Region. Die Raffinerie Gelsenkirchen bildet den Ausgangspunkt des Chemieverbunds im nördlichen Ruhrgebiet, an dem 15 Betriebe mit rund 15.000 Beschäftigten hängen. Konkret versorgt BP über ein Rohrleitungsnetz den Chemiepark Marl und weitere Standorte mit Mineralölprodukten. Dennoch prüft der Konzern 2025 den Verkauf der Ruhr Oel GmbH, was etwa 2.000 Arbeitsplätze betrifft. B2B-Einkäufer, die Rohstoffe aus der Petrochemie beziehen, sollten diese Entwicklung beobachten.
Henkel AG & Co. KGaA
Henkel verbindet als einziger NRW-Chemiekonzern Industriechemie mit Konsumgütergeschäft auf globaler Ebene. Das Düsseldorfer Produktportfolio umfasst Klebstoffe, Dichtstoffe, Funktionsbeschichtungen sowie Haarpflege und Reinigungsmittel. Die Firmenleitung treibt den Nachhaltigkeitsumbau voran: Kartuschen für Montagekleber bestehen mittlerweile aus bis zu 95 Prozent recyceltem Post-Consumer-Kunststoff. Im Industriebereich ist Henkel als Klebstoff-Spezialist für B2B-Einkäufer relevant, die Lösungen für Montage und Fertigung suchen.
Evonik Industries AG
Evonik ist der größte Industriebetrieb in Essen und betreibt in Marl einen der größten Chemieparks Deutschlands. Die Gesellschaft beschäftigt 34.000 Mitarbeiter weltweit und prognostiziert für 2025 ein EBITDA von rund 1,9 Milliarden Euro. Die Kernprodukte reichen von Isophoron-Chemie über Silica und Silane bis zu Polyesterharzen der Marke DYNAPOL. Am Standort Herne investiert Evonik in eine Pilot-Elektrolyse für grünen Wasserstoff, der als Ausgangsstoff für Rotorblätter von Windkraftanlagen dient.
Parallel steht der Konzern unter Restrukturierungsdruck: Das Programm "Evonik Tailor Made" baut 2.000 Stellen ab. Die Ausgliederung SYNEQT betrifft weitere 3.600 Beschäftigte in Marl und Wesseling.
Covestro AG
Covestro zählt von Leverkusen aus zu den weltweit führenden Herstellern von Polymerwerkstoffen. Rund 18.000 Mitarbeiter entwickeln Hightech-Kunststoffe für den Automobilsektor und die Bauindustrie. Die Firma zeichnet sich durch ihren Nachhaltigkeitsfokus aus: Lackhärter mit biobasiertem Kohlenstoff ersetzen fossile Rohstoffe. Die Arbeitgeberbewertung liegt bei 4,0 mit 80 Prozent Weiterempfehlung. Für Marktforscher ist Covestro ein Gradmesser der Polymerbranche in Europa.
ALTANA AG
Von Wesel aus steuert ALTANA ein globales Spezialchemie-Geschäft mit Nischen-Weltmarktpositionen. Die Gesellschaft produziert Isolierstoffe für die Elektroindustrie und entwickelt über ihre Tochter BYK-Chemie Additive für Lacke, Kunststoffe und Druckfarben. Mit 86 Prozent Weiterempfehlung bei 347 Bewertungen auf Arbeitgeberportalen ist ALTANA der bestbewertete Chemie-Arbeitgeber in NRW. Vertriebsprofis finden hier einen Konzern, der in Nischenmärkten weltweit führend agiert.
Brenntag GmbH
Als Weltmarktführer in der Chemiedistribution verbindet Brenntag von Duisburg aus Produzenten mit Abnehmern aus Industrie und Gewerbe. Für B2B-Einkäufer, die keine direkten Lieferbeziehungen zu Großkonzernen unterhalten, ist Brenntag oft der erste Ansprechpartner für Chemikalien und Inhaltsstoffe. Die Lage am Duisburger Hafen, Europas größtem Binnenhafen, bietet logistische Vorteile für den Chemiehandel.
Lanxess AG
Lanxess positioniert sich in Bergkamen als Spezialist für Organometalle und bedient damit eine Nische in der Katalyse und Polymerisation. Die Firma gehört zu den Mitunterzeichnern von Brandbriefen an die EU, die eine Reform des CO₂-Zertifikatehandels fordern. Für Kunden mit Bedarf an metallorganischen Verbindungen ist Lanxess ein relevanter Zulieferer im Sektor Spezialchemie.
Ineos (Köln-Worringen)
Der britische Konzern betreibt in Köln-Worringen seinen größten deutschen Standort mit rund 2.500 Beschäftigten und 161 Auszubildenden. Ineos produziert Olefine, Polymere, Phenol, Aceton und PVC. 2025 investiert die Firma über 100 Millionen Euro in eine neue Gas- und Dampfanlage. Dagegen schließt Ineos zwei Werke im Kreis Wesel (175 Jobs) und ein Werk in Recklinghausen (280 Jobs). Die jährlichen CO₂-Zertifikatskosten am Standort Köln betragen 90 bis 100 Millionen Euro.
BYK-Chemie GmbH
Als Tochter der ALTANA AG produziert BYK-Chemie in Wesel Additive für Lacke, Kunststoffe und Druckfarben. Die Gesellschaft bedient einen globalen Markt aus einem spezialisierten Standort heraus. Einkäufer aus der Lack- und Beschichtungsindustrie finden hier einen zuverlässigen Zulieferer mit tiefem Fachwissen in der Additiv-Chemie.
Grillo-Werke AG
Grillo-Werke zählt in Duisburg zu den großen Mittelständlern mit Fokus auf anorganische Basischemie. Die Aktiengesellschaft hat sich als Spezialist für Zink und Schwefel einen festen Platz im Industriezweig gesichert. Für Kunden, die Zinkverbindungen oder Schwefelsäure benötigen, ist Grillo ein kompetenter Lieferant mit kurzen Wegen im Ruhrgebiet.
Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA
Siegwerk beliefert vom Firmensitz Siegburg aus die Verpackungsindustrie mit Druckfarben und gehört zu den führenden Anbietern in diesem Segment. Die Unternehmensform AG & Co. KGaA spiegelt die Kombination aus Kapitalmarktzugang und Familienkontrolle wider. Der Bewertungsscore liegt bei 3,8 mit 72 Prozent Weiterempfehlung. Für Vertriebsprofis im Verpackungssegment ist Siegwerk ein relevanter Ansprechpartner.
Harold Scholz & Co. GmbH
Dieser Hidden Champion aus Recklinghausen exportiert Farbpigmente in mehr als 85 Länder und produziert seit über 120 Jahren. Als mittelständische Firma mit globaler Reichweite zeigt Harold Scholz exemplarisch die Stärke der Chemieregion: hochspezialisierte KMU, die in Nischenmärkten international führend sind.
Branchentrends und Marktentwicklung
Wasserstoff als Rohstoff und Energieträger
Evonik betreibt in Herne seit 2023 eine Pilot-Elektrolyse für grünen Wasserstoff. Der gewonnene Wasserstoff dient als Ausgangsstoff für Isophorondiamin (IPDA), ein Schlüsselmaterial für Windkraft-Rotorblätter. Das h2-netzwerk-ruhr vernetzt Firmen der Metropole Ruhr in diesem Bereich. Für die energieintensive Basischemie in NRW könnte Wasserstoff langfristig Erdgas als Energieträger ersetzen.
CO₂-Bepreisung und Standortdebatte
Die Kosten für CO₂-Zertifikate belasten NRW-Chemiebetriebe massiv. Ineos Köln zahlt jährlich 90 bis 100 Millionen Euro. Der VCI NRW fordert bessere Rahmenbedingungen für die Transformation zur Treibhausgasneutralität. Die SPD verlangt Entlastungen bei CO₂-Kosten, während die Branche vor Deindustrialisierung warnt. Evonik hat sein Investitionsbudget bereits von 950 auf 800 Millionen Euro pro Jahr gesenkt.
Kreislaufwirtschaft und biobasierte Materialien
Covestro entwickelt Lackhärter aus nachwachsenden Rohstoffen für die Automobil- und Bauindustrie. Henkel stellt Kartuschen auf bis zu 95 Prozent recycelten Kunststoff um. Shell baut in Köln Deutschlands größte Bio-LNG-Anlage mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr. Das Netzwerk Circular Valley fördert Innovationen in der Kreislaufwirtschaft speziell in NRW.
Restrukturierung und Werksschließungen
Ineos schließt 2025 drei Werke mit 455 betroffenen Stellen in den Kreisen Wesel und Recklinghausen. BP prüft den Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen. Evonik lagert über die SYNEQT-Ausgliederung 3.600 Mitarbeiter in eine separate GmbH aus. Diese Entwicklungen betreffen vor allem die Basischemie und Petrochemie, während Spezialchemie-Betriebe wie ALTANA und Lanxess stabiler aufgestellt sind.
Digitalisierung in der Prozessindustrie
Die chemische Industrie in Nordrhein-Westfalen setzt verstärkt auf Industrie 4.0. Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen forscht an digitalen Lösungen für Produktionsprozesse. Der Chemiepark Marl nutzt digitale Steuerungssysteme zur Optimierung des Energieverbunds. Gerade für mittlere Chemiebetriebe in NRW bieten diese Technologien erhebliche Effizienzgewinne.
So bewerten Sie Chemiefirmen in Nordrhein-Westfalen
Standortsicherheit ist angesichts laufender Werksschließungen bei Ineos und BP ein zentraler Faktor. Betriebe in Chemieparks wie Marl, Dormagen oder Krefeld-Uerdingen profitieren von geteilter Infrastruktur und Verbundvorteilen. Spezialchemie-Firmen wie ALTANA oder BYK-Chemie zeigen sich konjunkturresistenter als Basischemie-Anbieter.
Jobsuchende sollten auf den Chemietarifvertrag achten, der gute Konditionen bietet. Die Arbeitgeberbewertungen variieren stark: ALTANA erreicht 86 Prozent Weiterempfehlung, Siegwerk 72 Prozent. Covestro liegt mit 80 Prozent und einem Score von 4,0 ebenfalls weit vorne. Einkäufer profitieren von der Chemiepark-Infrastruktur mit Pipeline-Anbindung und Rohstoffverbund.
Für Vertriebsprofis ist die Unterscheidung nach Teilbranchen entscheidend: Basischemie, Spezialchemie, Petrochemie, Kunststoffe, Pharma und Chemiedistribution folgen unterschiedlichen Marktzyklen. Marktforscher finden beim VCI NRW mit über 460 Mitgliedsunternehmen verlässliche Branchendaten. Der Bundesanzeiger liefert Jahresabschlüsse, das Handelsregister Angaben zu Rechtsform und Geschäftsführung.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende mit Interesse an Forschung und Entwicklung finden bei Evonik, Covestro und ALTANA strukturierte Karriereprogramme. Evonik bietet trotz Restrukturierung vielfältige Positionen in der Spezialchemie. Covestro überzeugt mit überdurchschnittlichen Praktikumsvergütungen und hoher Arbeitgeberzufriedenheit. ALTANA punktet mit der höchsten Weiterempfehlungsrate der Branche in NRW.
B2B-Einkäufer, die Rohstoffe oder Zwischenprodukte benötigen, sollten die Chemiepark-Standorte in Marl, Dormagen und Leverkusen prüfen. Die Pipeline-Infrastruktur ermöglicht schnelle Lieferung ohne Transportrisiken. Brenntag in Duisburg bietet als Distributeur Zugang zu einem breiten Chemikalien-Sortiment ohne Mindestabnahmemengen großer Produzenten. Für Spezialadditive sind BYK-Chemie in Wesel und Follmann Chemie in Minden kompetente Partner.
Vertriebsprofis und Marktforscher profitieren von den Branchennetzwerken ChemSite (Ruhrgebiet), ChemCologne (Kölner Raum) und dem Landescluster Chemie.NRW. Diese Netzwerke verbinden Firmen, Kommunen und Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr oder Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Chemiefirmen gibt es in Nordrhein-Westfalen?
NRW beherbergt rund 1.900 Betriebe der chemischen Industrie. Zu den größten gehören Bayer AG (Leverkusen), BP Europa SE (Bochum), Henkel (Düsseldorf), Evonik (Essen) und Covestro (Leverkusen). Das Spektrum reicht von Großkonzernen über große Mittelständler wie ALTANA und Brenntag bis zu spezialisierten KMU wie Harold Scholz oder Follmann Chemie. 29 Prozent aller deutschen Chemiefirmen haben ihren Sitz in NRW.
Welches ist das umsatzstärkste Chemieunternehmen in NRW?
Die Bayer AG gilt als umsatzstärkster Konzern mit Sitz in NRW. Gemessen am reinen Deutschland-Umsatz weist BP Europa SE mit ca. 41 Milliarden Euro (2022) den höchsten Wert aus. Bayer ist als Life-Science-Konzern breiter aufgestellt und erzielt den größten Teil seiner Einnahmen im Pharma- und Agrargeschäft.
Wo sind die meisten Chemiefirmen in NRW ansässig?
Die höchste Dichte findet sich in den Landkreisen Düsseldorf, Köln, Mettmann, Aachen und Rhein-Kreis Neuss. Im Ruhrgebiet konzentrieren sich Betriebe besonders in Marl, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg. Die Rheinschiene von Köln über Leverkusen bis Dormagen bildet einen zweiten Schwerpunkt. NRW betreibt 13 Chemieparks an Standorten wie Marl, Dormagen, Gelsenkirchen und Krefeld-Uerdingen.
Wie bewertet man Chemiefirmen als Arbeitgeber?
Bewertungsportale für Arbeitgeber bieten eine erste Orientierung. ALTANA führt mit 86 Prozent Weiterempfehlung. Covestro erreicht einen Score von 4,0, Evonik liegt bei 3,8. Bewerber sollten besonders auf Standortsicherheit achten: Werke mit laufenden Schließungsplänen (Ineos Kreis Wesel, BP Gelsenkirchen) bieten weniger Perspektive als Spezialchemie-Standorte mit aktiven Investitionen.
Welche Sektoren dominieren die chemische Industrie in NRW?
Der Wirtschaftszweig deckt in NRW das gesamte Spektrum ab: Basischemie, Spezialchemie, Petrochemie, Kunststoffe, Pharma, Klebstoffe, Beschichtungen und Chemiedistribution. Spezialchemie-Firmen wie Evonik, ALTANA und Lanxess bilden eine besondere Stärke. Die Petrochemie (BP, Ineos, Shell) steht stärker unter Transformationsdruck als der Spezialchemie-Sektor.
Welche Rolle spielen Chemieparks in NRW?
NRW ist mit 13 Chemieparks deutschlandweit führend. Die Hälfte aller Beschäftigten der Chemieindustrie im Bundesland arbeitet in Chemieparks. Diese bieten Pipeline-Anbindung, Energieverbund (Strom, Dampf, Druckluft), Ver- und Entsorgung sowie Logistik. Für ansiedlungsinteressierte Firmen funktionieren sie als Plug-and-Play-Standorte mit gewachsener Infrastruktur.
Methodik
Dieses Ranking der Chemieunternehmen NRW basiert auf öffentlich verfügbaren Daten zu Umsatz, Belegschaft und Marktposition. Als Quellen dienten Branchendaten zu 1.900 Firmen, 200.000 Beschäftigten und 49,5 Milliarden Euro Jahresumsatz, Veröffentlichungen des VCI NRW mit über 460 Mitgliedsunternehmen sowie Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger. Arbeitgeberbewertungen stammen von öffentlich zugänglichen Bewertungsportalen (Stand 2025/2026).
Die Auswahl erfolgte nach Umsatzstärke, Mitarbeiterzahl und Bedeutung im Industriezweig. Exakte Umsatzzahlen liegen nur für wenige Konzerne vor, da viele als Teilgesellschaften globaler Gruppen bilanzieren. Bei fehlenden Finanzdaten dienten Marktposition und Produktportfolio als Bewertungsgrundlage.





