Hamburg dient als Hafen- und Handelsmetropole seit Jahrzehnten als bedeutender Chemiestandort. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen über den Seeweg bildete historisch die Grundlage für die Ansiedlung chem

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Chemieunternehmen in Hamburg: Markt im Überblick
- Vergleichstabelle der führenden Chemieunternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-Chemieunternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Hamburger Chemiefirmen
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Hamburg zählt rund 66 registrierte Chemieunternehmen, vom DAX-Konzern Beiersdorf bis zum spezialisierten Chemikalienhändler mit unter 20 Mitarbeitern.
- Die Chemieindustrie in der Metropolregion erwirtschaftet ca. 9,1 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt rund 30.000 Menschen.
- Dieser Umsatz entspricht etwa 9 Prozent der gesamtdeutschen Chemieproduktion.
- Die Belegschaft pro Firma reicht von 10 bis fast 21.000 bei Beiersdorf.
- Chemiehandel und Distribution bilden den dominierenden Subsektor mit Firmen wie Helm AG, Nordmann Rassmann und Krahn Chemie.
- Der Hamburger Hafen sichert den Zugang zu internationalen Rohstoffmärkten per Seeweg.
- Nachhaltigkeit, Energiematerialien (Lithium) und Biotechnologie treiben das aktuelle Wachstum der Branche.
Chemieunternehmen in Hamburg: Markt im Überblick
Hamburg dient als Hafen- und Handelsmetropole seit Jahrzehnten als bedeutender Chemiestandort. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen über den Seeweg bildete historisch die Grundlage für die Ansiedlung chemischer Betriebe. Heute profitieren rund 66 Firmen von dieser Infrastruktur, vom internationalen Großhandel bis zur spezialisierten Feinchemie.
Kleine und mittelständische Betriebe prägen die Branchenstruktur. Chemiehandel und Distribution dominieren als größter Subsektor mit Firmen wie Helm AG, Nordmann Rassmann, Krahn Chemie und BCD Chemie. Daneben finden sich Spezialchemie, Petrochemie, Kosmetik (Beiersdorf), Pharma/Biotech (Evotec SE) und Additive-Herstellung (D.O.G Deutsche Oelfabrik). Beiersdorf nimmt als einziger DAX-Konzern eine Sonderstellung ein.
Innerhalb Hamburgs konzentrieren sich die Firmen auf Harburg, die Altstadt und Wilhelmsburg. Der Wirtschaftsstandort reicht allerdings weit über die Stadtgrenzen hinaus: Brunsbüttel, Stade und Walsrode bilden wichtige Produktionsstandorte für Grundstoffchemie und Chlorchemie. Eine Ethylen-Pipeline verbindet Stade und Brunsbüttel. Branchenverbände wie VCI Nord, ChemieNord und ChemCoast e.V. vernetzen die Akteure in der gesamten Region.
Vergleichstabelle der führenden Chemieunternehmen
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Chemieunternehmen in Hamburg im direkten Vergleich. Erlöse sind nur für Firmen aufgeführt, die diese öffentlich machen.
| Unternehmen | Umsatz | Mitarbeiterzahl | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Beiersdorf AG | k.A. | fast 21.000 | Kosmetik, Klebstoffe | Hamburg | AG (DAX) |
| Evotec SE | k.A. | rund 2.600 | Pharma/Biotech | Hamburg | SE |
| Helm AG | k.A. | über 1.600 | Chemiehandel | Hamburg | AG |
| Nordmann, Rassmann GmbH | 517 Mio. € | rund 580 | Chemiedistribution | Hamburg | GmbH |
| BCD Chemie | k.A. | über 80 (Vertrieb) | Spezialchemikalien | Hamburg | k.A. |
| Worlée GmbH | k.A. | k.A. | Chemische Rohstoffe | Hamburg | GmbH |
| BODE Chemie GmbH | k.A. | k.A. | Desinfektion, Hygiene | Hamburg | GmbH |
| Krahn Chemie GmbH | k.A. | k.A. | Chemiedistribution | Hamburg | GmbH |
| MATSEN CHEMIE AG | ~40 Mio. € | k.A. | Klimaneutrale Chemikalien | Hamburg | AG |
| D.O.G Deutsche Oelfabrik | k.A. | k.A. | Additive | Hamburg | GmbH & Co. KG |
| Kraus Chemie GmbH | k.A. | k.A. | Chemie-Großhandel | Hamburg | GmbH |
| Shell Deutschland Oil GmbH | k.A. | k.A. | Mineralöl, Petrochemie | Hamburg | GmbH |
Beiersdorf führt nach Beschäftigtenzahl mit großem Abstand. Bei den reinen Chemiedistributoren liegt Nordmann Rassmann mit 517 Mio. Euro Jahresumsatz vorn. Für die Mehrzahl der Hamburger Firmen sind keine öffentlichen Umsatzzahlen verfügbar.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größter Arbeitgeber: Beiersdorf AG, mit fast 21.000 Beschäftigten weltweit der personalstärkste Konzern unter Hamburgs Chemiefirmen
- Internationaler Chemiehandel: Helm AG, präsent an über 100 Standorten in mehr als 30 Ländern und einer der weltgrößten Chemikalienhändler
- Innovationsführer: Evotec SE, weltweit führend in der Wirkstoffforschung mit rund 2.000 Wissenschaftlern unter den 2.600 Beschäftigten
- Hidden Champion: BCD Chemie, mittelständischer Spezialist mit eigenem Innovation & Application Center und rund 10.000 aktiven Kunden
- Nachhaltigkeitspionier: MATSEN CHEMIE AG, seit 2019 klimaneutral mit der Vision, alle Produkte bis 2030 CO2-frei anzubieten
- Traditionsreichstes Familienunternehmen: Worlée GmbH, über 170 Jahre Erfahrung im Rohstoffhandel, aktiv in mehr als 80 Ländern
- Europäische Expansion: Krahn Chemie GmbH, zwischen 2019 und 2024 Akquisitionen in Italien, Schweden, UK, Spanien und Griechenland
- Nischen-Spezialist: D.O.G Deutsche Oelfabrik, seit 120 Jahren fokussiert auf Additive für Kautschuk, Schmierstoffe und Coatings
Die Top-Chemieunternehmen im Detail
Helm AG
Hamburgs bedeutendster Chemiegroßhändler agiert von der Nordkanalstraße aus an über 100 Standorten in mehr als 30 Ländern. Helm handelt mit Chemikalien, Pflanzenschutzmitteln, Pharmazeutika und Düngemitteln. Über 1.600 Mitarbeiter tragen das operative Geschäft.
Als Familienunternehmen mit Gründung 1900 verbindet die Firma Tradition mit strategischer Expansion. Das Joint Venture mit Leverton Lithium zur Produktion von Lithiumchemikalien in Europa zeigt die Ausrichtung auf Energiematerialien. 2023 übernahm Helm die Mehrheit beim Agrartechnologie-Start-up PLANTEX. Für B2B-Einkäufer ist Helm der erste Ansprechpartner bei der Beschaffung von Basischemikalien in großen Volumina.
Beiersdorf AG
Als einziger DAX-Konzern unter den Hamburger Chemiefirmen nimmt Beiersdorf eine Sonderstellung ein. Fast 21.000 Angestellte weltweit produzieren und vertreiben Marken wie Nivea, Labello, Hansaplast und tesa. Die Maxingvest AG der Unternehmerfamilie Herz hält die Mehrheit.
Der Konzern investierte knapp 300 Mio. Euro in ein neues Produktionswerk in Leipzig. Seit Mai 2023 stellt dieses Werk bis zu 450 Millionen Produkte jährlich her. Beiersdorf ist damit der größte Arbeitgeber der Hamburger Chemiebranche. Jobsuchende finden hier strukturierte Karrierepfade in einem internationalen Umfeld.
Evotec SE
Kein anderer Hamburger Betrieb verbindet Chemie und Pharmaforschung so konsequent wie Evotec. Nobelpreisträger Manfred Eigen gründete die Gesellschaft 1993. Heute arbeiten rund 2.000 Wissenschaftler unter den insgesamt 2.600 Beschäftigten an der Wirkstoffforschung.
Die Schwerpunkte liegen auf Neurowissenschaften, Schmerztherapie, Stoffwechselerkrankungen und Onkologie. Evotec kooperiert mit namhaften Partnern aus Pharma und Biotechnologie. Als börsennotiertes Forschungsunternehmen (Rechtsform SE) unterscheidet sich Evotec grundlegend von den distributionsorientierten Firmen am Standort.
Nordmann, Rassmann GmbH
Mit 517 Millionen Euro Erlösen ist Nordmann Rassmann der umsatzstärkste reine Chemiedistributor in Hamburg, für den öffentliche Zahlen vorliegen. Rund 580 Mitarbeiter betreuen das internationale Distributionsgeschäft. Die GmbH konzentriert sich auf den Vertrieb chemischer Produkte an industrielle Abnehmer. Vertriebsprofis, die Partner in der Chemiedistribution suchen, finden bei Nordmann Rassmann eine breite Produktpalette und etablierte Lieferketten.
BCD Chemie
Dieser mittelständische Distributor hat sich mit einem eigenen Innovation & Application Center vom reinen Händler zum technischen Dienstleister entwickelt. BCD Chemie vertreibt Spezialchemikalien, betreibt Lohnproduktion, Lohnabfüllung und industrielle Oberflächentechnik. Über 80 Vertriebsmitarbeiter betreuen rund 10.000 aktive Kunden.
Das Serviceprogramm BlendServ® entlastet Kunden bei produktionsbedingten Engpässen. Auf der parts2clean 2025 stellte BCD nachhaltige Reinigungslösungen vor, die fossile Rohstoffe reduzieren. Für B2B-Einkäufer, die neben Chemikalien auch Anwendungsentwicklung benötigen, ist BCD die richtige Adresse.
Worlée GmbH
Über 170 Jahre Erfahrung machen Worlée zu einem der traditionsreichsten Familienunternehmen der Hamburger Chemiebranche. Die Firma liefert Rohstoffe für die Beschichtungsindustrie, Lebensmittelproduktion und Kosmetik. Chemische, natürliche und kosmetische Rohstoffe bilden die drei Geschäftsbereiche.
Worlée ist in über 80 Ländern aktiv. Die globale Präsenz eines Mittelständlers dieser Größe fällt für den Hamburger Markt ungewöhnlich aus. Marktforscher finden in Worlée ein Beispiel dafür, wie Hamburger Firmen die Hafenlage für Auslandsgeschäft nutzen.
BODE Chemie GmbH
Sterillium® zählt zu den bekanntesten Chemieprodukten Deutschlands, und BODE Chemie hat es erfunden. Der Betrieb gilt als Pionier des ersten marktfähigen alkoholischen Hände-Desinfektionsmittels. Heute gehört BODE zur HARTMANN Gruppe und produziert Desinfektionsmittel, Hygiene- und Hautschutzprodukte.
Über 100 Jahre Firmengeschichte stehen hinter dem Markennamen. Im Gegensatz zu den Distributoren am Standort ist BODE ein produzierender Betrieb mit eigener Forschung und Entwicklung.
Krahn Chemie GmbH
Kein anderer Hamburger Chemiedistributor expandiert so aggressiv in Europa wie Krahn Chemie. Zwischen 2019 und 2024 erfolgten Akquisitionen in Italien (SPECIALITIES s.r.l.), Schweden, UK, Spanien (Jollis AB & Partners) und Griechenland (InterActive S.A.). 2025 erweiterte die Firma ihr Technical Service Center in Bottrop.
Als Teil der Otto Krahn Gruppe vertreibt Krahn Additive, Harze, Pigmente und Elastomere für Farben, Lacke sowie Kleb- und Dichtstoffe. Einkäufer, die einen europaweiten Distributionspartner suchen, profitieren von Krahns wachsendem Netzwerk.
MATSEN CHEMIE AG
Klimaneutralität als Geschäftsmodell: MATSEN arbeitet seit 2019 klimaneutral, inklusive aller Transporte und Vertriebsmaßnahmen. Die sinasol® Produktlinie vertreibt das Team seit 2022 ausschließlich CO2-neutral. Bei rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz erzielte die AG über 1,5 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern.
Im Juli 2025 bezog MATSEN ein neues Büro in der Wagnerstraße 32 in Hamburg. Für Einkäufer mit ESG-Anforderungen ist MATSEN ein relevanter Partner, der Nachhaltigkeitsziele in der Lieferkette konkret unterstützt.
D.O.G Deutsche Oelfabrik
Seit 120 Jahren produziert die D.O.G Additive für Kautschuk, Schmierstoffe, Coatings, Kunststoffe und Kleb- und Dichtstoffe. Die Firma führt den Nischenmarkt bei Vulkanisationschemikalien, EP-/AW-Additiven und Mattierungsadditiven an. D.O.G setzt dabei auf nachwachsende Rohstoffe: Faktis, ein Produkt auf pflanzlicher Basis, ersetzt erdölbasierte Alternativen.
Die Rechtsform GmbH & Co. KG ist typisch für spezialisierte Mittelständler in der Hamburger Chemie. Für technische Einkäufer in der Kautschuk- und Lackindustrie ist D.O.G ein etablierter Speziallieferant.
Branchentrends und Marktentwicklung
Nachhaltigkeit und grüne Chemie
Klimaneutralität entwickelt sich vom Differenzierungsmerkmal zum Standard im Sektor. MATSEN CHEMIE vermarktet seit 2022 ihre sinasol® Linie CO2-neutral. D.O.G setzt auf Faktis aus nachwachsenden Rohstoffen als Alternative zu fossilen Additiven. BCD Chemie stellte 2025 auf der parts2clean lösemittelhaltige Reiniger vor, die fossile Rohstoffe deutlich reduzieren.
Energiematerialien und Lithium
Helm AG positioniert sich über ein Joint Venture mit Leverton Lithium in der Produktion von Lithiumchemikalien für Batterien in Europa. Dieses Engagement spiegelt den steigenden Bedarf an Batteriematerialien in der Automobil- und Energiebranche wider. BCD Chemie präsentierte sich 2025 auf der Battery Show in Stuttgart mit Rohstoffen für Batterieanwendungen.
Biotechnologie und Wirkstoffforschung
Evotec SE ist das Flaggschiff der Hamburger Pharmachemie. Die Kooperationen mit internationalen Pharmakonzernen in Neurowissenschaften und Onkologie bringen Forschungsaufträge in die Stadt. Einrichtungen wie DESY und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ergänzen die privatwirtschaftliche Wirkstoffforschung.
Expansion durch Akquisitionen
Krahn Chemie schloss zwischen 2019 und 2024 fünf europäische Übernahmen ab und baut 2025 das Service Center in Bottrop aus. Helm AG hält Beteiligungen in über 30 Ländern. Dieses Auslandsgeschäft zeigt, wie Hamburger Distributoren ihre Hafenstadt als Basis für europäische Expansion nutzen.
Logistik und Digitalstrategie
Kraus Chemie betreibt eine eigene Flotte von 60 Isotankcontainern für den Chemie-Großhandel. Die ChemCoast-Initiative investiert in Infrastruktur wie die Ethylen-Pipeline zwischen Stade und Brunsbüttel. Hamburgs Hafen bleibt der zentrale Logistikvorteil für Rohstoffimport und Produktexport.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Hamburger Chemiefirmen
Hamburgs Chemiebranche umfasst sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Ein Chemiedistributor wie Nordmann Rassmann (517 Mio. € Erlöse) erfordert andere Bewertungsmaßstäbe als ein Additive-Spezialist wie D.O.G oder ein Biotech-Konzern wie Evotec.
Für B2B-Einkäufer ist die Lieferkettenstruktur entscheidend. Firmen mit eigener Logistik, etwa Kraus Chemie mit 60 Isotankcontainern oder Helm AG mit über 100 Standorten weltweit, bieten Versorgungssicherheit. Der Bundesanzeiger liefert Jahresabschlüsse für die finanzielle Bewertung. Das Handelsregister klärt Rechtsform und Eigentümer.
Jobsuchende sollten die Eigentümerstruktur prüfen. Familienunternehmen wie Helm oder Worlée bieten andere Karrierewege als der börsennotierte Großkonzern Beiersdorf oder die konzerneingebettete BODE Chemie (HARTMANN Gruppe). Ein Chemikant verdient in Hamburg durchschnittlich 53.300 Euro pro Jahr.
Vertriebsprofis und Marktforscher finden über VCI Nord und ChemCoast e.V. Kooperationspartner und Branchendaten. ChemCoast unterstützt speziell bei der Standortsuche in Norddeutschland. Besonders relevant ist die Frage nach der grünen Strategie: MATSEN CHEMIE setzt hier mit vollständiger Klimaneutralität den Maßstab, an dem sich andere Anbieter messen lassen müssen.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende mit naturwissenschaftlichem Hintergrund finden bei Evotec SE ein forschungsintensives Umfeld mit rund 2.000 Wissenschaftlern. Beiersdorf bietet als DAX-Konzern internationale Karrierepfade in Produktion, Marketing und Forschung. Wer flache Hierarchien bevorzugt, ist bei mittelständischen Gesellschaften wie BCD Chemie oder Worlée besser aufgehoben.
B2B-Einkäufer kontaktieren für Chemikalien oder Rohstoffe am besten die Vertriebsteams der Distributoren. Helm AG deckt Basischemikalien in großen Volumina ab, Nordmann Rassmann und Krahn Chemie bedienen die Spezialchemie. Für Oberflächentechnik und Lohnproduktion bietet BCD Chemie ein Komplettangebot.
Vertriebsprofis im internationalen Chemiehandel nutzen Hamburgs Hafenlage als Türöffner. Helm AG und Kraus Chemie zeigen, wie globale Handelsnetze von diesem Standort aus funktionieren. Marktforscher erhalten bei VCI Nord und ChemCoast e.V. Branchendaten und Kontakte zu den rund 66 ansässigen Betrieben.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Chemieunternehmen gibt es in Hamburg?
Rund 66 Chemiefirmen sind laut Branchenverzeichnissen in Hamburg registriert. Die Bandbreite reicht vom DAX-Konzern Beiersdorf mit fast 21.000 Angestellten bis zu spezialisierten KMU im Chemiehandel. Chemiedistribution bildet den dominierenden Subsektor. In der weiteren Metropolregion mit Standorten wie Brunsbüttel und Stade kommen weitere Betriebe der Grundstoffchemie hinzu.
Welches ist das größte Chemieunternehmen in Hamburg?
Nach Beschäftigtenzahl führt Beiersdorf AG mit fast 21.000 Mitarbeitern weltweit. Im reinen Chemiehandel ist Helm AG mit über 1.600 Angestellten und Präsenz in über 30 Ländern der größte Akteur. Nordmann, Rassmann GmbH weist mit 517 Millionen Euro den höchsten öffentlich bekannten Umsatz unter den Hamburger Chemiedistributoren auf.
Welche Chemie-Subsektoren sind in Hamburg vertreten?
Chemiehandel und Distribution bilden den größten Wirtschaftszweig mit Firmen wie Helm AG, Nordmann Rassmann und Krahn Chemie. Beiersdorf deckt Kosmetik und Klebstoffe (tesa) ab. Evotec SE forscht im Bereich Pharma/Biotech. D.O.G Deutsche Oelfabrik produziert Additive, BODE Chemie Desinfektionsmittel. Shell Deutschland und weitere Firmen vertreten die Petrochemie. Spezialchemikalien, Agrochemie und Oleochemie ergänzen das Spektrum.
Warum ist Hamburg ein wichtiger Standort für die Chemieindustrie?
Die Hafenlage ermöglicht kostengünstigen Rohstoffimport auf dem Seeweg. Mit 9,1 Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaftet die Metropolregion rund 9 Prozent des gesamtdeutschen Chemieumsatzes. Forschungseinrichtungen wie DESY und die TU Hamburg-Harburg stärken den Standort. Die ChemCoast-Initiative vernetzt die norddeutschen Chemiestandorte. Die Ethylen-Pipeline zwischen Stade und Brunsbüttel sichert die Infrastruktur für Grundstoffchemie.
Welche Hamburger Chemieunternehmen setzen auf Nachhaltigkeit?
MATSEN CHEMIE AG arbeitet seit 2019 komplett klimaneutral und vertreibt die sinasol® Linie CO2-frei. D.O.G Deutsche Oelfabrik nutzt nachwachsende Rohstoffe für ihr Faktis-Produkt. BCD Chemie entwickelt Reiniger, die fossile Rohstoffe reduzieren. Helm AG investiert über ein Joint Venture in Lithiumchemikalien für die Batterieproduktion. Diese Firmen verfolgen unterschiedliche Wege zu einer grüneren Chemie.
Wie viel verdient man in Hamburger Chemieunternehmen?
Ein Chemikant verdient in Hamburg durchschnittlich 53.300 Euro brutto pro Jahr. Die Gehaltsspanne liegt zwischen 44.900 und 63.200 Euro. Konzerne wie Beiersdorf und Evotec zahlen in der Regel am oberen Ende. Bei mittelständischen Distributoren fallen die Gehälter typischerweise niedriger aus, bieten aber oft breitere Aufgabenbereiche.
Methodik
Dieses Ranking der Chemieunternehmen in Hamburg basiert auf öffentlich verfügbaren Daten von Firmenwebsites, dem Handelsregister und Branchenverzeichnissen. Es berücksichtigt Firmen mit Hauptsitz oder wesentlichem Standort in Hamburg, die dem Industriezweig Chemie zuzuordnen sind.
Die Sortierung erfolgt nach verfügbaren Umsatz- und Beschäftigtenzahlen. Bei fehlenden Finanzkennzahlen floss die Marktbedeutung anhand von Produktportfolio, internationaler Präsenz und Branchenstellung in die Bewertung ein. Branchenverbände wie VCI Nord und ChemCoast e.V. dienten als ergänzende Quellen. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand 2025/2026.





