Die österreichische Speditions- und Logistikbranche zählt zu den tragenden Säulen der heimischen Wirtschaft. Über 11.000 Betriebe beschäftigen rund 160.000 Menschen und wickeln jährlich Hunderte Milli

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Logistikbranche in Österreich: Unternehmenslandschaft im Überblick
- Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- So bewerten Sie Speditionen & Logistikunternehmen in Österreich
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- In Österreich sind rund 11.000 Betriebe im Bereich Spedition und Logistik aktiv.
- Die fünf umsatzstärksten Logistikdienstleister erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2022 zusammen über 11,7 Milliarden Euro.
- Gebrüder Weiss führt das Ranking mit einem Jahresumsatz von 3 Milliarden Euro an, gefolgt von LKW Walter mit 2,78 Milliarden Euro.
- Wien ist der zentrale Firmensitz vieler Konzerne, dicht gefolgt von den Logistikhubs Linz, Graz und Salzburg.
- Rund 70 Prozent aller Güter transportiert der LKW, während die Schiene mit 16 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil hält.
- Das Transportaufkommen sank 2022 um 3,2 Prozent auf 390,4 Millionen Tonnen, der grenzüberschreitende Versand legte hingegen um 5,5 Prozent zu.
- Der Branchenmix reicht von jahrhundertealten Familienbetrieben über internationale Konzerntöchter bis zu digitalen Start-ups und staatlichen Schienenlogistikern.
Logistikbranche in Österreich: Unternehmenslandschaft im Überblick
Die österreichische Speditions- und Logistikbranche zählt zu den tragenden Säulen der heimischen Wirtschaft. Über 11.000 Betriebe beschäftigen rund 160.000 Menschen und wickeln jährlich Hunderte Millionen Tonnen an Gütern ab. Das Leistungsspektrum reicht vom klassischen Straßentransport über Luft- und Seefracht bis zur komplexen Kontraktlogistik mit Lagerhaltung, Kommissionierung und Supply-Chain-Management. Als Binnenstaat im Herzen Europas profitiert Österreich von seiner Lage an den großen Transitkorridoren zwischen Nord und Süd sowie Ost und West.
Die führenden Logistikdienstleister des Landes setzen sich aus sehr unterschiedlichen Unternehmenstypen zusammen. Familiengeführte Traditionshäuser wie Gebrüder Weiss aus Lauterach stehen neben internationalen Konzerngesellschaften wie DB Schenker. Die staatliche Rail Cargo Austria dominiert den Schienengüterverkehr, während mittelständische Spezialanbieter auf den Kombinierten Verkehr setzen. Ergänzt wird das Feld durch digitale Plattformen, die den Markt mit Online-Buchung und Echtzeit-Tracking neu aufstellen.
Die fünf umsatzstärksten Logistiker Österreichs erzielten 2022 teils zweistellige Umsatzzuwächse, obwohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld schwieriger wurde. Hohe Energiepreise, geopolitische Spannungen und gestörte Lieferketten belasteten die Branche spürbar. Gleichzeitig trieben steigende Frachtraten in der Luft- und Seefracht die Erlöse nach oben. Für 2023 und 2024 rechnen Marktbeobachter mit einer Normalisierung der Margen bei anhaltend starkem Wettbewerbsdruck, gerade für kleinere und mittlere Betriebe.
Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
Die folgende Tabelle zeigt die fünf umsatzstärksten Logistikunternehmen Österreichs im direkten Vergleich. Maßgeblich sind die für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlichten Umsatzzahlen sowie die verfügbaren Angaben zu Belegschaft und Firmensitz.
| Unternehmen | Umsatz (2022) | Branche / Schwerpunkt | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|
| Gebrüder Weiss | 3,00 Mrd. € | Landverkehr, Luft-/Seefracht, Supply Chain | Lauterach (Vorarlberg) | GmbH |
| LKW Walter | 2,78 Mrd. € | Kombinierter Verkehr (Straße/Schiene/Shortsea) | Wiener Neudorf | GmbH |
| Cargo-Partner | 2,06 Mrd. € | Luft- und Seefracht, Kontraktlogistik | Fischamend | GmbH |
| DB Schenker (Schenker & Co AG) | 1,99 Mrd. € | Landverkehr, Luft-/Seefracht, Kontraktlogistik | Wien | AG |
| Rail Cargo Austria | 1,94 Mrd. € | Schienengüterverkehr, intermodale Logistik | Wien | AG (ÖBB-Konzern) |
Die Abstände zwischen den Rängen sind im Spitzenfeld denkbar knapp. Weniger als 60 Millionen Euro trennen die Plätze drei bis fünf. Gebrüder Weiss und LKW Walter konnten ihre Führungspositionen 2022 weiter ausbauen. Cargo-Partner, DB Schenker und Rail Cargo Austria lieferten sich ein enges Rennen um Rang drei. Bemerkenswert ist die regionale Streuung: Mit Lauterach, Wiener Neudorf, Fischamend und Wien sind vier Bundesländer in der Top 5 vertreten.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
Größter Umsatz: Gebrüder Weiss — Mit 3 Milliarden Euro Jahresumsatz 2022 das umsatzstärkste Logistikunternehmen Österreichs. Treiber war der Bereich Air & Sea, der um 24 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro zulegte.
Innovationsführer: LKW Walter — Europas größte Flotte kranbarer Trailer mit rund 14.500 Einheiten. Tägliche Abfahrten auf über 250 Shortsea- und Bahnrouten, kombiniert mit digitalen Services wie dem Fahrer-Bonusprogramm Trucker Points.
Bester Arbeitgeber: DB Schenker Österreich — Internationale Karrierepfade, Investitionen von 10 Millionen Euro allein am Standort Linz-Hörsching und ein neues Logistik-Zentrum in Premstätten bei Graz mit Zukunftsfokus Batterielogistik.
Hidden Champion: Cargo-Partner — Exportorientierter Luft- und Seefrachtspezialist mit Sitz in Fischamend. Prämiert mit dem Exportpreis der Aussenwirtschaft Austria. Steht vor der Übernahme durch den japanischen Logistikkonzern Nippon Express und gewinnt damit globale Reichweite.
Nachhaltigkeitspionier: Rail Cargo Austria — 448.000 Güterzüge jährlich, täglich über 1.230 Fahrten. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene spart im Vergleich zum LKW massiv CO₂ ein. 2023 gründete das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Shanghai.
Spezialist für Kombinierten Verkehr: Mittelständische Bahnoperateure bewegen jährlich über 160.000 TEU auf der Schiene. Container-Transporte per Bahn sparen gegenüber dem Direkt-LKW mindestens 80 Prozent an Treibhausgasen.
Die Top-Unternehmen im Detail
Gebrüder Weiss: Der Branchenführer mit 500 Jahren Logistikgeschichte
Dieses Unternehmen kann auf eine über ein halbes Jahrtausend währende Firmengeschichte zurückblicken. Die Wurzeln des Lauteracher Familienbetriebs reichen bis ins Jahr 1487 zurück. Damals verbanden die Vorfahren als „Lindauer Boten" die Handelszentren Mailand und Lindau. Heute ist Gebrüder Weiss der umsatzstärkste Logistiker Österreichs und beschäftigt rund 3.000 Menschen. Der Umsatzsprung auf 3 Milliarden Euro im Jahr 2022 wurde maßgeblich vom boomenden Air & Sea-Geschäft getragen. Diese Sparte wuchs um 24 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Der Landverkehr steigerte sich um 16 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Das flächendeckende Standortnetz in der Alpen-Donau-Region macht Gebrüder Weiss zum ersten Ansprechpartner für komplexe Supply-Chain-Anforderungen.
LKW Walter: Europas Kombi-Verkehr-Spezialist mit digitaler Ambition
Mit 2,78 Milliarden Euro Umsatz und einer Flotte von etwa 14.500 kranbaren Trailern behauptet LKW Walter die Spitzenposition im europäischen Kombinierten Verkehr. Täglich starten rund 300 Abfahrten auf einem Netz von über 250 Shortsea- und Bahnrouten. Der Firmensitz in Wiener Neudorf steuert ein stetig wachsendes intermodales Angebot. Dieses verknüpft Straße, Schiene und Seeweg intelligent. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum 2024 kündigte das Unternehmen den Ausbau der Trailerflotte auf 16.000 Einheiten an. Ein Bonusprogramm für Fahrer soll dem akuten Personalmangel entgegenwirken. Die Kombination aus operativer Stärke und digitaler Innovationskraft macht LKW Walter zum Maßstab für moderne Transportlogistik in Europa.
Cargo-Partner: Exportorientierter Luft- und Seefrachtprofi vor globaler Expansion
Der Fischamender Logistiker Cargo-Partner hat sich auf Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik spezialisiert. 2022 erzielte er einen Umsatz von 2,06 Milliarden Euro. Das exportorientierte Unternehmen wurde mit dem Exportpreis der Aussenwirtschaft Austria ausgezeichnet. Es steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die Übernahme durch den japanischen Logistikriesen Nippon Express ist in Vorbereitung. Dieser Schritt verspricht den Zugang zu einem weltumspannenden Netzwerk und zusätzliche Ressourcen für weiteres Wachstum. CEO Stefan Krauter blickte 2023 auf wirtschaftlich extrem erfolgreiche Jahre mit wiederholten Rekordumsätzen zurück. Für B2B-Einkäufer mit Fokus auf internationale Handelsrouten bleibt Cargo-Partner ein verlässlicher Partner mit tiefer Asien-Expertise.
DB Schenker (Schenker & Co AG): Wiener Traditionskonzern mit globaler Schlagkraft
Die Schenker & Co AG mit Sitz in Wien erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 1,99 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört zum DB-Schenker-Konzern und zählt zu den größten Logistikdienstleistern weltweit. Aktuell investiert DB Schenker massiv in den Ausbau der österreichischen Standorte. Am Standort Linz-Hörsching flossen 10 Millionen Euro in die Erweiterung der Logistikkapazitäten. In Premstätten bei Graz entsteht ein neues Logistik-Zentrum mit einem klaren Fokus auf Batterielogistik. Dieser Sektor zählt zu den dynamischsten Wachstumsfeldern der Branche. Die Verbindung aus internationalem Konzernrückhalt und lokaler Marktkenntnis macht das Unternehmen zum bevorzugten Partner für Industrieunternehmen mit komplexen, länderübergreifenden Lieferketten.
Rail Cargo Austria: Der grüne Riese auf der Schiene
Als Tochter der ÖBB ist die Rail Cargo Austria AG das Rückgrat des österreichischen Schienengüterverkehrs. 2022 erzielte sie einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro und transportierte über 448.000 Züge. Das entspricht täglich rund 1.230 Güterzugeinheiten. Der Ukraine-Krieg und massiv steigende Energiepreise setzten dem Schienengüterverkehr zu, dennoch gelang eine leichte Umsatzsteigerung. Für den Transport von Getreide aus der Ukraine erhielt die Rail Cargo Group den Exportpreis in Bronze. Anfang 2023 gründete sie eine Tochtergesellschaft in Shanghai. Diese baut eine neue Containerverbindung nach China über Zentralasien und den Balkan auf. Für Verlader mit Nachhaltigkeitszielen ist Rail Cargo der Partner der Wahl. Kein anderer Verkehrsträger erreicht vergleichbare CO₂-Einsparungen.
Branchentrends und Marktentwicklung
Digitalisierung und KI-gestützte Logistik
Die digitale Transformation verändert die österreichische Logistikbranche grundlegend. Unternehmen wie LKW Walter investieren kontinuierlich in Online-Buchungssysteme, Echtzeit-Tracking und Fahrer-Apps. Digitale Speditionsplattformen ermöglichen es auch kleineren Firmen, Transporte binnen Minuten zu vergleichen und zu buchen. Künstliche Intelligenz optimiert Routen und prognostiziert Lieferzeiten präziser als herkömmliche Verfahren. Der Digitalisierungsgrad entscheidet zunehmend bei der Auswahl eines Logistikpartners.
Nachhaltigkeit und EU-Regulierung
Kein anderes Thema treibt die Branche so stark um wie der Klimaschutz. Die EU-Verordnungen CBAM und EUDR zwingen Importeure ab 2026 zu umfassenden Nachhaltigkeitsnachweisen. Schienenverkehre von Rail Cargo Austria und anderen Bahnoperateuren verursachen 80 Prozent weniger Treibhausgase als der Straßentransport. Diese Anbieter profitieren daher von den neuen Regeln. Der Druck zur CO₂-Reduktion wird die Verlagerung von Gütern auf die Schiene in den kommenden Jahren weiter beschleunigen.
Fachkräftemangel als strukturelle Herausforderung
Der Mangel an LKW-Fahrern und Logistikfachkräften gilt als eine der größten Wachstumsbremsen. Österreichische Anbieter reagieren mit gezielten Maßnahmen. LKW Walter führte 2023 ein Bonusprogramm für Fahrer ein. DB Schenker setzt auf attraktive Arbeitsbedingungen in modernen Logistikzentren. Dennoch bleibt die Personalsituation angespannt, besonders für kleinere und mittlere Betriebe in peripheren Lagen. Langfristig werden Automatisierung und autonome Fahrsysteme den Engpass abmildern. Kurzfristig bleibt die Personalgewinnung eine zentrale Managementaufgabe.
Kombinierter Verkehr und Intermodalität
Der Ausbau der Schnittstellen zwischen Straße, Schiene und Wasserstraße zählt zu den wichtigsten strategischen Investitionsfeldern. LKW Walter baut seine kranbare Trailerflotte kontinuierlich aus. Spezialisierte Bahnoperateure wachsen zweistellig. Rail Cargo erschließt neue Verbindungen bis nach China. Die intelligente Verknüpfung der Verkehrsträger senkt Kosten und Emissionen gleichermaßen. Die EU-Kommission fördert diesen Ansatz als zentralen Baustein der Mobilitätswende.
Lieferkettenresilienz durch Nearshoring
Die Erfahrungen aus Pandemie und Ukraine-Krieg haben das Bewusstsein für stabile Lieferketten geschärft. Viele heimische Unternehmen setzen auf regionale Lagerhaltung und diversifizierte Beschaffungsquellen. Die Nachfrage nach flexibler Kontraktlogistik mit kurzen Reaktionszeiten steigt. Logistikdienstleister mit starkem Standortnetz in Zentral- und Osteuropa profitieren besonders. Gebrüder Weiss und DB Schenker sind hier gut positioniert.
So bewerten Sie Speditionen & Logistikunternehmen in Österreich
Die Wahl des richtigen Logistikpartners entscheidet über Liefertreue, Kostenstruktur und Kundenzufriedenheit. Bei rund 11.000 Betrieben im Markt fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Ein strukturierter Bewertungsansatz hilft, das passende Unternehmen zu identifizieren.
Die finanzielle Stabilität steht an erster Stelle. Eine Bonitätsauskunft über Wirtschaftsdatenbanken gibt Aufschluss über die Zahlungsfähigkeit eines potenziellen Partners. Umsatzstarke Großkonzerne wie Gebrüder Weiss oder LKW Walter bieten hohe Sicherheit. Auch mittelständische Spezialisten können bei solider Bilanzstruktur überzeugen.
Die geografische Netzabdeckung ist in Österreichs alpin geprägter Landschaft entscheidend. Spediteure mit Standorten in Wien, Linz, Graz und entlang der Westachse bieten kürzere Laufzeiten und höhere Frequenzen. Für grenzüberschreitende Transporte nach Osteuropa ist DB Schenker gut aufgestellt. Cargo-Partner punktet bei Überseefrachten.
Fachspezifische Zertifizierungen sind je nach Branche unverzichtbar. Lebensmitteltransporte erfordern GMP+- oder IFS-Zertifikate. Für Chemietransporte ist SQAS maßgeblich. Gefahrguttransporte verlangen spezielle Schulungen. Ein qualifizierter Logistiker weist diese Nachweise transparent aus.
Der Digitalisierungsgrad entscheidet über Effizienz und Transparenz in der täglichen Zusammenarbeit. Online-Buchungssysteme, automatische Sendungsverfolgung und standardisierte ERP-Schnittstellen sind heute Basisanforderungen. Die digitalen Tools von LKW Walter zeigen, wie eine zeitgemäße Speditionsabwicklung aussieht.
Nachhaltigkeitskriterien gewinnen auch für die Logistikwahl an Bedeutung. Unternehmen mit zertifizierter CO₂-Bilanz und Angeboten für klimaschonende Transporte haben langfristig Wettbewerbsvorteile. Rail Cargo Austria setzt hier klare Maßstäbe, ebenso wie Anbieter des Kombinierten Verkehrs.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende mit Interesse an langfristiger Karriereentwicklung finden bei Gebrüder Weiss als über 500-jährigem Familienunternehmen stabile Perspektiven mit flachen Hierarchien. DB Schenker punktet mit internationalen Karrierepfaden und der Dynamik eines globalen Konzerns. Wer den grünen Wandel aktiv mitgestalten will, sollte Rail Cargo Austria in Betracht ziehen. Der Schienengüterverkehr wächst überdurchschnittlich und bietet Ingenieuren wie Logistikexperten spannende Entwicklungschancen.
B2B-Einkäufer mit Fokus auf europäische Landtransporte profitieren von der hohen Taktung und den digitalen Services, die LKW Walter bietet. Für interkontinentale Luft- und Seefracht ist Cargo-Partner mit seinem baldigen Nippon-Express-Netzwerk die erste Adresse. Full-Service-Anforderungen mit globaler Abdeckung deckt DB Schenker verlässlich ab. Rail Cargo liefert für Nachhaltigkeitsberichte die geringsten CO₂-Werte.
Marktforscher erhalten mit den fünf umsatzstärksten Firmen ein repräsentatives Abbild des österreichischen Logistikmarktes. Ergänzend lohnt der Blick auf mittelständische Spezialisten für intermodale Logistik und digitale Plattformen als Benchmark für die Marktdurchdringung. Vertriebsprofis finden in den wachstumsorientierten Unternehmen LKW Walter und Gebrüder Weiss anspruchsvolle Positionen mit starkem Produktbezug und internationaler Ausrichtung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Logistikfirmen gibt es in Österreich?
In Österreich sind rund 11.000 Betriebe im Bereich Spedition und Logistik tätig. Die Branche deckt das gesamte Spektrum von kleinen, regional spezialisierten Spediteuren bis zu multinationalen Konzernen ab. Rund 160.000 Menschen arbeiten in dieser volkswirtschaftlich bedeutenden Branche. Die genaue Zahl kann je nach Abgrenzung der Wirtschaftskammern leicht variieren.
Welches ist das umsatzstärkste Logistikunternehmen Österreichs?
Das umsatzstärkste Logistikunternehmen ist Gebrüder Weiss mit 3 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2022. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Lauterach (Vorarlberg) beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter. Es bietet Landverkehr, Luft- und Seefracht sowie umfassende Supply-Chain-Lösungen weltweit. Die Air & Sea-Sparte verzeichnete mit 24 Prozent das stärkste Wachstum.
Wo sind die meisten Logistikdienstleister ansässig?
Wien, Linz und Graz sind die zentralen Logistikhubs mit der höchsten Unternehmensdichte. Hinzu kommen bedeutende Standorte wie Salzburg, Innsbruck, Schwechat mit dem Flughafen Wien, Wels und Lambach. Entlang der Westachse (A1) und im Großraum Wien konzentriert sich der Großteil der Logistikaktivität. Die alpenquerenden Transitkorridore sind für den grenzüberschreitenden Verkehr entscheidend.
Welche Rolle spielt die Schiene im österreichischen Güterverkehr?
Die Schiene ist ein zentraler Pfeiler mit einem Anteil von etwa 16 Prozent am Güterverkehr. Rail Cargo Austria transportiert jährlich über 448.000 Züge und ist das Rückgrat des Schienengüterverkehrs. Spezialisierte Operateure wickeln über 160.000 TEU pro Jahr auf der Bahn ab und sparen dadurch 80 Prozent an Treibhausgasen im Vergleich zum LKW-Transport.
Was unterscheidet eine Spedition von einem Logistikdienstleister?
Die klassische Spedition organisiert und wickelt Transporte ab. Moderne Logistikdienstleister bieten zusätzliche Mehrwertdienste an. Dazu gehören Lagerhaltung, Kommissionierung, Supply-Chain-Management, Zollabwicklung und IT-Dienstleistungen. Unternehmen wie Gebrüder Weiss, DB Schenker oder Cargo-Partner decken das gesamte Leistungsspektrum aus einer Hand ab.
Welche Trends treiben die Logistikbranche aktuell?
Dominierende Trends sind die Digitalisierung mit Online-Buchung und Echtzeit-Tracking, die Dekarbonisierung durch Verlagerung auf die Schiene sowie der anhaltende Fachkräftemangel. Neue EU-Regulierungen wie CBAM und die Entwaldungsverordnung fordern umfassende Nachhaltigkeitsnachweise. Den Ausbau des Kombinierten Verkehrs von Straße auf Schiene treiben Unternehmen wie LKW Walter und Rail Cargo aktiv voran.
Methodik
Die Analyse der Speditionen & Logistikunternehmen in Österreich basiert auf dem aktuellen Ranking der größten Logistiker, wie Branchenpublikationen es jährlich veröffentlichen, sowie auf aggregierten Marktdaten. Für die Bewertung wurden primär die testierten Jahresumsätze des Geschäftsjahres 2022 herangezogen, ergänzt um öffentlich zugängliche Informationen zu Mitarbeiterzahlen, Standorten und Spezialisierungen. Wo Umsatzzahlen für 2023 oder 2024 vorliegen, sind diese ergänzend eingeflossen. Redaktionelle Einschätzungen zu Innovationsgrad, Arbeitgeberattraktivität und Nachhaltigkeitsleistung stützen sich auf die Analyse der Investitionsschwerpunkte der Unternehmen und die in Fachmedien dokumentierte Marktentwicklung. Der Datenstand entspricht dem letzten vollständig auswertbaren Geschäftsjahr 2022/2023, aktualisiert um Entwicklungen und Ankündigungen bis Ende 2024.





