Die Speditionsbranche in Bayern profitiert von der starken Wirtschaftskraft des Freistaats. Bayern ist das wirtschaftsstärkste Bundesland Deutschlands. Große Konzerne wie BMW, Siemens und MAN sowie tausende mitt

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Speditionen und Logistikunternehmen in Bayern: Marktüberblick
- Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-22 Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- In Bayern sind insgesamt mehr als 600 Speditionen und Logistikunternehmen aktiv. Der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) vertritt über 430 Mitglieder.
- Die bayerische Logistikbranche beschäftigt rund 400.000 Menschen und gehört damit zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen des Freistaats.
- München bildet mit rund 100 ansässigen Speditionen und Logistikfirmen den zentralen Hub. Nürnberg folgt mit etwa 80, Augsburg mit circa 50 Unternehmen.
- Der Flughafen München wickelt jährlich rund 340.000 Tonnen Luftfracht ab und vernetzt bayerische Speditionen mit interkontinentalen Märkten.
- Die Branche investiert massiv in den Ausbau kombinierter Verkehrsterminals in Straubing, Augsburg, Regensburg und Nürnberg.
- Fachkräftemangel und steigende Mautkosten belasten die Betriebe, während E-Mobilität und Digitalisierung das Marktumfeld grundlegend verändern.
Speditionen und Logistikunternehmen in Bayern: Marktüberblick
Die Speditionsbranche in Bayern profitiert von der starken Wirtschaftskraft des Freistaats. Bayern ist das wirtschaftsstärkste Bundesland Deutschlands. Große Konzerne wie BMW, Siemens und MAN sowie tausende mittelständische Zulieferer benötigen täglich Transportlösungen. Just-in-time-Belieferungen, Exportgüter und komplexe Lieferketten prägen die hohe Nachfrage.
Das Autobahnnetz mit den Routen A3, A6, A7, A8 und A9 macht Bayern zur Drehscheibe für Transporte nach Österreich, Italien, Tschechien und Südosteuropa. Ein dichtes Schienennetz mit Güterbahnhöfen in allen Ballungsräumen ergänzt die Straßeninfrastruktur. Die Wasserstraßen Main, Donau und der Main-Donau-Kanal erschließen die Häfen Aschaffenburg, Würzburg, Nürnberg und Passau. Dies ermöglicht trimodale Logistikketten.
Die Branche umfasst wenige Großbetriebe mit über 400 Beschäftigten wie die Neufra Spedition, zahlreiche mittelständische Familienfirmen in dritter bis fünfter Generation und Kleinbetriebe mit unter 50 Angestellten. Großunternehmen bieten flächendeckende Stückgutnetze und europaweite Komplettladungen. Im Gegensatz dazu fokussieren sich mittlere Firmen auf Nischen: Schwertransporte, Gefahrgutlogistik oder temperaturgeführte Verkehre. Regionale Schwerpunkte prägen die Verteilung. Oberbayern, mit München und Ingolstadt, dominiert die Automobillogistik. Mittelfranken um Nürnberg und Erlangen ist stark in Elektronik- und Maschinenbautransporten. Niederbayern und Passau setzen auf trimodale Logistik über die Donau.
Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl der wichtigsten Speditionen und Logistikunternehmen in Bayern im Vergleich. Da Umsatzzahlen für die meisten Firmen nicht öffentlich verfügbar sind, konzentriert sich die Gegenüberstellung auf Mitarbeiterzahl, Fuhrparkgröße und Spezialisierung.
| Unternehmen | Mitarbeiter | Fuhrpark | Branche/Spezialisierung | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Neufra Spedition | 400 | — | Europaweite LKW-Verkehre | — | — |
| Claus Logistics | 90 | 67 | Gefahrgut Klasse 1, Kühltransporte | Taufkirchen bei München | GmbH |
| Spedition Kaiser | 50 | 40 | Glas- und Baustellenlogistik | — | — |
| Groitl Transporte | — | 25 | Europaweite Transporte, Lagerlogistik | Cham | — |
| Anton Fischer Transport GmbH | — | 29 | Teil- und Komplettladungen | Furth im Wald | GmbH |
| Spedition Strauss | — | >100 | Standard- und Spezialtransporte | Adelsried | — |
Neufra Spedition führt die Tabelle mit 400 Beschäftigten und 33 Niederlassungen als mitarbeiterstärkster Betrieb an. Auffällig ist die hohe Zahl an Familienunternehmen: Claus Logistics, Spedition Kaiser und Spedition Strauss werden seit Generationen inhabergeführt. Die Fuhrparkgrößen reichen von 25 Fahrzeugen bei kleineren Firmen bis zu über 100 Einheiten bei Strauss.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größte Mitarbeiterzahl: Neufra Spedition. Mit 400 Beschäftigten und 33 europäischen Niederlassungen ist sie der Marktführer unter den bayerischen Speditionen. Das Unternehmen wickelt Transporte ausschließlich neutral im Namen beauftragender Speditionen ab.
- Hidden Champion Gefahrgut: Claus Logistics. 90 Beschäftigte und 67 Fahrzeuge, spezialisiert auf Gefahrgut der Klasse 1, Kühltransporte und Luftfracht. Das Unternehmen investierte 2022 in eine neue Firmenzentrale in Taufkirchen.
- Stärkstes Familienunternehmen: Spedition Strauss. Seit 1889 in fünfter Generation geführt, mit über 100 Fahrzeugen im Einsatz. Das Portfolio umfasst Silotransporte, Planenfahrzeuge und Schubboden-Sattelzüge.
- Wachstumsstärkster Newcomer: Hackl Spezial-Transporte. 2019 aus einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen heraus gegründet, heute auf Schwer- und Spezialtransporte mit modernem Spezialfuhrpark fokussiert.
- Bester Digitalisierer: Groitl Transporte. 25 Lkw mit GPS-Telematik und Echtzeit-Sendungsverfolgung, dazu ISO-9001-zertifiziertes Qualitätsmanagement seit 2010.
Die Top-22 Unternehmen im Detail
Neufra Spedition
Neufra Spedition ist der größte Arbeitgeber in Bayern und beschäftigt 400 Angestellte an 33 europäischen Standorten. Das Unternehmen startete 1979 mit fünf Personen und baute systematisch ein flächendeckendes Niederlassungsnetz auf. Nach der Wiedervereinigung expandierte Neufra in die neuen Bundesländer, später nach Italien, Ungarn, Österreich, Polen, Spanien und Tschechien. Der Markenkern liegt in der vollständig neutralen Transportabwicklung. Neufra tritt gegenüber Endkunden ausschließlich im Namen der beauftragenden Spedition auf. Dieses Modell macht das Unternehmen zum unverzichtbaren Partner für Speditionen, die flexible Kapazitäten zukaufen möchten.
Claus Logistics
Mit Sitz in Taufkirchen bei München beschäftigt Claus Logistics 90 Mitarbeiter und unterhält 67 Fahrzeuge. Das Unternehmen deckt ein breites Spektrum ab: Standardtransporte, Volumentransporte, industrielle Umzüge, Luftfracht und als Kernstück Gefahrgut der Klasse 1. Auch Kühltransporte gehören zum Portfolio. Die 2022 bezogene neue Firmenzentrale signalisiert Wachstum. Einkäufer aus Chemie und Pharma erhalten hier Gefahrgut und temperatursensible Güter aus einer Hand.
Spedition Strauss
Das 1889 gegründete Familienunternehmen aus Adelsried führt in fünfter Generation über 100 Fahrzeuge. Die Flotte umfasst Silofahrzeuge, Planen-Sattelzüge, Schubboden-Auflieger und Großraumfahrzeuge. Strauss unterhält Standorte in Adelsried, Seesen, Eilenburg und Polen. Festangestellte Fahrer mit regelmäßiger Weiterbildung sichern die Qualität. Als Ausbildungsbetrieb zieht das Unternehmen eigenen Nachwuchs heran. Die Kombination aus breitem Fuhrpark, fünf Generationen Branchenerfahrung und internationalen Standorten macht Strauss zu einem vielseitigen Partner.
ELFIS Logistics GmbH
ELFIS Logistics aus Erlangen konzentriert sich ausschließlich auf Landverkehre nach Osteuropa. Das Netzwerk deckt die Slowakei, Tschechien, Polen, Slowenien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien ab. Stückgut, Teil- und Komplettladungen bietet die Firma als Full-Service an. Wer regelmäßig Waren in diese Länder versendet, profitiert von tiefer Marktkenntnis und etablierten Zollroutinen.
Spedition Kaiser
Seit 1994 setzt das inhabergeführte Unternehmen 50 Mitarbeiter und rund 40 Fahrzeuge ein. Die Spedition ist auf Teilladungen, Druckbeilagen sowie Glas- und Baustellenlogistik spezialisiert. Kranwagenlogistik, Sondertransporte und Hebebühnenzustellungen ergänzen das Angebot. Eine eigene Werkstatt sichert die technische Flottenverfügbarkeit. Der Fokus auf Glaslogistik erfordert spezielle Ladungssicherung und geschultes Personal — eine Nische, die Kaiser erfolgreich besetzt.
Groitl Transporte
Der 2005 gegründete Betrieb aus Cham verfügt über 25 Lkw mit Tautliner- und Wechselbrückensystemen. Alle Fahrzeuge sind mit GPS und Mobilfunk ausgestattet, was Echtzeit-Sendungsverfolgung ermöglicht. Alle Fahrer besitzen ADR-Scheine für Gefahrgut sowie Staplerscheine und erhalten jährliche Schulungen. Über 4.000 Quadratmeter Lagerfläche und 7.000 Quadratmeter Freifläche stehen an den Standorten Cham und Roding zur Verfügung. Seit 2010 ist das Unternehmen nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Anton Fischer Transport GmbH
Der Standort in Furth im Wald nahe der tschechischen Grenze ist strategisch gewählt. Von hier aus bedient die 1992 gegründete GmbH mit 29 Fahrzeugen Transporte nach Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und die Niederlande. Der Fuhrpark umfasst 22 Jumbo-Hängerzüge, zwei Mega-Sattel und fünf Lang-Sattel. Das 45.000 Quadratmeter große Firmengelände beherbergt Hallen-, Rampen- und Freiflächenlager sowie eine eigene LKW-Werkstatt mit Bremsenprüfstand. So bietet das Unternehmen nicht nur Transport, sondern auch Zwischenlagerung und technischen Service.
Hackl Spezial-Transporte
Dieses junge Familienunternehmen entstand 2019 aus dem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Florian Hackl. Der Fuhrpark umfasst Spezialfahrzeuge für Transporte mit erhöhtem Gewicht oder Übermaßen in Länge, Breite und Höhe. Hackl ist national und international im Güter- und Fernverkehr aktiv. Der erfolgreiche Markteintritt zeigt, dass auch neue Betriebe in dieser kapitalintensiven Nische Fuß fassen können.
Spedition Fischl GmbH
Die Spedition Fischl aus Wallersdorf setzt auf Megatrailer und Jumbo-LKW mit Hubdach. Die Fahrzeuge erlauben die Verladung von der Seite, von hinten oder per Kran von oben. Langjährige Werksverkehrerfahrung mit Just-in-Time-Belieferungen zeichnet das Unternehmen aus. Zum Kundenkreis zählen Rockwool, Knauf Perlite, MAN, DHL und BMW. Diese Referenzen belegen höchste Ansprüche an Termintreue und Prozesssicherheit.
Guth Transporte
Das Familienunternehmen aus Illertissen setzt 29 eigene Fahrzeuge in Größenklassen von 7,49 bis 40 Tonnen ein. Der Aktionsradius beträgt rund 150 Kilometer, damit liegt der Schwerpunkt auf Regional- und Nahverkehr. Guth deckt Stückgut- und Systemverkehre, Teil- und Komplettladungen gleichermaßen ab.
Fritze Speditionsgesellschaft mbH
Die 1983 gegründete Nürnberger Spedition verfügt über Dauergenehmigungen für Sondertransporte bis 3 Meter Breite und 19,50 Meter Länge. Größere Genehmigungen beschafft das Unternehmen kurzfristig. Die Kooperation mit der Stadt Nürnberg erleichtert flexible Abläufe bei Überbreiten- und Überlängentransporten. MAN Nürnberg wartet die aktuellen Zugmaschinen als Vertragshändler regelmäßig.
Wallek & Geser Spezialtransporte GmbH
Über 110 Jahre Erfahrung im Schwerlast- und Spezialtransport machen dieses Münchener Familienunternehmen zu einem der erfahrensten Anbieter. Standorte in München, Regensburg und Augsburg sichern die Abdeckung der wirtschaftsstärksten Regionen Bayerns. Der Fuhrpark umfasst teleskopierbare und auffahrbare Spezialauflieger sowie einen neuen 40-Meter-Tonnen-Ladekran mit Hydrodrive-Antrieb für verbesserte Geländegängigkeit.
Gottlieb Kenner Spedition
„Ein kleiner Betrieb mit großer Leistung“ lautet das Selbstverständnis dieser 1966 gegründeten Spezialspedition. Über 20 qualifizierte Mitarbeiter auf der Straße und im Büro realisieren Spezialtransporte. Seit 2013 leitet Kerstin Kohlhepp, die Enkelin des Gründers, das Familienunternehmen.
SMI Spezialtransport GmbH
Das 2017 gegründete Unternehmen bietet Schwertransporte mit Genehmigungsorganisation, Maschinentransporte inklusive De- und Remontage sowie Industrieumzüge an. Eine beheizte Halle mit rund 1.000 Quadratmetern ermöglicht die Einlagerung empfindlicher Maschinen und Anlagen.
Johann Auernhammer GmbH
Seit 1976 in Maisach ansässig deckt das Familienunternehmen ein breites Portfolio ab: Ladungsverkehre, Messe- und Eventlogistik, Stückgut, Eilfahrten, Gefahrgut und Thermotransporte. Mit Sonn- und Feiertagsgenehmigungen liefert das Unternehmen auch außerhalb der regulären Betriebszeiten.
LEADER Logistik GmbH
Die Wurzeln von LEADER Logistik liegen im polnischen Krzywizna, wo 2012 Luftfrachttransporte ab Warschau starteten. 2019 entstand die deutsche Gesellschaft in Nördlingen. Heute bietet LEADER Frachtdienstleistungen über den reinen Luftfrachtbereich hinaus an.
Stang GmbH & Co. KG
Der 1935 entstandene Familienbetrieb erhielt 2016 den Status „Trusted Carrier“ und ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Das Portfolio umfasst temperaturgeführte Transporte, Sicherheitstransporte und klassische Ladungsverkehre für Teil- und Komplettladungen.
Alfred Böhm GmbH
Die 1991 gegründete Spedition entwickelte sich vom nationalen Lebensmitteltransporteur zum vielseitigen Logistikdienstleister. Das heutige Spektrum reicht von Pharmatransporten über Triebwerkstransporte und Automotive Logistik bis hin zu Gefahrgut sowie Sicherheits- und Werttransporten.
BC-Trans GmbH & Co. KG
Die mittelständische Spedition, gegründet 2005, ist auf Schwertransporte mit BF3/BF4-Begleitung, Überbreite und Überlänge spezialisiert. Das inhabergeführte Unternehmen bietet begleitete Transporte für genehmigungspflichtige Ladungen an.
P.S.I. Speditions GmbH
Mit Sitz in Oberschleißheim bei München liegt der Schwerpunkt auf zeitkritischen Direkt-, Sonder- und Kuriertransporten. Das Spektrum reicht von Kleinsendungen bis zu Komplettladungen bis 20 Tonnen. Ergänzt wird das Angebot um temperaturgeführte Transporte, Gefahrgut nach ADR und High-Tech-Logistik. Die Betriebsstruktur ist auf permanente Einsatzbereitschaft an sieben Tagen pro Woche ausgelegt.
Giegerich Spedition GmbH
Die 1989 gegründete Spedition mit Sitz in Kirschfurt setzt sechs eigene LKW ein. Das Unternehmen positioniert sich über die Kernwerte Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit zu fairen Preisen.
Transporte Plinninger
Das Unternehmen aus Gangkofen hat sich auf Baustofftransporte spezialisiert. Das Einsatzgebiet umfasst Deutschland, Österreich und Luxemburg.
Branchentrends und Marktentwicklung
Elektromobilität im Schwerlastverkehr
Bayerische Speditionen investieren zunehmend in Elektro-LKW und die dafür nötige Ladeinfrastruktur. Die Landesregierung fördert den Ausbau von Ladesäulen entlang der Hauptverkehrsrouten A9 und A8. Erste Betriebe wie die Spedition Strauss testen Wasserstoff-Brennstoffzellen-LKW für Langstrecken, wo Batteriefahrzeuge an Grenzen stoßen. Neufra plant E-Lkw für den innerstädtischen Lieferverkehr in München.
Fahrermangel als strukturelle Herausforderung
Der branchenweite Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern trifft bayerische Speditionen hart. In der Logistikbranche des Freistaats sind viele Stellen unbesetzt. Betriebe wie die Spedition Strauss reagieren mit eigenen Ausbildungsprogrammen und setzen auf festangestellte Fahrer statt Subunternehmer.
Digitale Plattformen verändern die Preisbildung
Online-Plattformen ermöglichen den direkten Preisvergleich zwischen über 600 Speditionen in Bayern. Dies erhöht den Preisdruck auf Standardtransporte, eröffnet aber auch neue Marktzugänge für kleinere Betriebe. Die Plattformen bündeln freie Ladekapazitäten und reduzieren Leerfahrten.
Ausbau des kombinierten Verkehrs
In Straubing, Augsburg, Regensburg und Nürnberg entstehen neue Terminals für den kombinierten Verkehr Schiene/Straße. Weitere Projekte in München-Nord, Feuchtwangen und Plattling sind in Planung. Diese Investitionen verlagern wachsenden Güterverkehr von der überlasteten Brennerroute auf die Schiene.
Mauterhöhung und steigende Betriebskosten
Die Lkw-Mauterhöhung belastet bayerische Speditionen überproportional, da sie zentral in den Transitkorridoren liegen. Jede Fahrt nach Italien oder Österreich verteuert sich spürbar. Betriebe reagieren mit effizienterer Tourenplanung, modernen Euro-6-Fahrzeugen und gezielter Verlagerung auf die Schiene.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen
Die passende Spedition in Bayern hängt stark vom konkreten Transportbedarf ab. Für Einkäufer aus der Industrie sind drei Faktoren entscheidend: Branchenspezialisierung, Bonität und Zertifizierungen. Ein Betrieb wie Claus Logistics mit Gefahrgut-Klasse-1-Zulassung ist für Chemietransporte unverzichtbar, für Baustofftransporte jedoch überdimensioniert.
Bonitätsauskünfte liefern Aufschluss über die finanzielle Stabilität eines Partners. Ein niedriger Index birgt das Risiko von Lieferausfällen. Ebenso aussagekräftig sind Mitgliedschaften im LBS oder BGL, denn diese Verbände setzen Qualitätsstandards und regelmäßigen Austausch voraus.
Die Fuhrparkgröße allein ist kein verlässliches Qualitätsmerkmal. Ein Betrieb mit 25 modernen Euro-6-Fahrzeugen und GPS-Telematik wie Groitl Transporte arbeitet oft zuverlässiger als eine große Flotte veralteter LKW. Fragen Sie nach dem Durchschnittsalter der Fahrzeuge, der Ausstattung mit Sendungsverfolgung und Fahrerqualifikationen.
Für Vertriebsprofis, die Logistikdienstleistungen anbieten möchten, ist der Zugang zu neutralen Partnern wie der Neufra Spedition interessant. Diese Unternehmen treten ausschließlich im Namen des Auftraggebers auf und erweitern das eigene Spektrum ohne eigenes Flotteninvestment.
Jobsuchende sollten Ausbildungsbereitschaft und Strategie eines Betriebs prüfen. Familienunternehmen der fünften Generation wie Strauss bieten hohe Arbeitsplatzsicherheit und strukturierte Karrierepfade. Spezialisten wie Hackl ermöglichen den Erwerb einzigartiger Qualifikationen im Schwerlastbereich.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Industrieeinkäufer mit regelmäßigem Transportbedarf in Osteuropa finden in ELFIS Logistics aus Erlangen einen fokussierten Partner mit tiefen Marktkenntnissen in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Wer temperaturgeführte Pharmatransporte oder Gefahrgut benötigt, zieht Claus Logistics oder die Alfred Böhm GmbH in die engere Wahl. Beide Betriebe verfügen über die nötigen Zertifizierungen und langjährige Erfahrung in regulierten Segmenten.
Für einmalige Großprojekte wie die Verlagerung einer Produktionslinie oder den Transport einer Windkraftanlage empfiehlt sich ein Spezialist wie die Wallek & Geser Spezialtransporte GmbH. Mit über 110 Jahren Erfahrung und Standorten in München, Regensburg und Augsburg bietet das Unternehmen die nötige Expertise für komplexe Genehmigungsverfahren und aufwändige Logistikplanung.
Jobsuchende aus dem kaufmännischen Bereich finden in größeren Häusern wie der Neufra Spedition breite Entwicklungsmöglichkeiten. Kleinere Familienbetriebe wie die Spedition Kaiser bieten flachere Hierarchien und direkte Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung. Fahrer mit ADR-Schein und Staplerschein sind in nahezu allen Betrieben gesucht.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Spedition pro Kilometer in Bayern?
Die Kilometerkosten für Standard-LKW-Transporte liegen zwischen 0,50 und 2,00 Euro pro Kilometer. Spezialtransporte wie Schwertransporte kosten zwischen 4 und 6 Euro pro Kilometer. Kurierdienste mit Kleintransportern starten ab etwa 0,70 Euro pro Kilometer. Die tatsächlichen Kosten hängen von Fahrzeugtyp, Ladungsgewicht, Entfernung und Zusatzleistungen ab. Online-Frachtrechner liefern einen schnellen Preisvergleich zwischen bayerischen Speditionen.
Wer ist die größte Spedition in Bayern?
Nach Mitarbeiterzahl ist die Neufra Spedition mit 400 Beschäftigten und 33 europäischen Niederlassungen der größte bayerische Anbieter. Zu den großen Logistikunternehmen zählen außerdem Claus Logistics mit 90 Mitarbeitern.
Wie viele Speditionen und Logistikunternehmen in Bayern gibt es?
In Bayern sind mehr als 600 Speditionen und Logistikunternehmen aktiv. Der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) vertritt über 430 Mitglieder. Die Branche beschäftigt insgesamt rund 400.000 Menschen. Die wichtigsten Standorte sind München mit etwa 100 Unternehmen, Nürnberg mit 80 und Augsburg mit rund 50 Betrieben.
Welche Spedition in Bayern transportiert Gefahrgut?
Mehrere bayerische Speditionen haben sich auf Gefahrguttransporte spezialisiert. Claus Logistics aus Taufkirchen bei München verfügt über eine Zulassung für Gefahrgut der Klasse 1. Die Johann Auernhammer GmbH aus Maisach bietet Gefahrguttransporte zusätzlich zu anderen Dienstleistungen an. Die Alfred Böhm GmbH deckt Gefahrgut im Automobil- und Pharmabereich ab.
Welche Spedition ist für Privatkunden in Bayern geeignet?
Privatkunden mit sperrigen Gütern finden über Online-Frachtplattformen Zugang zu mehr als 600 Speditionen in Bayern. Der Palettenversand ist ab etwa 69 Euro möglich. Für Kleinsendungen eignen sich Kurierdienste, die ab etwa 19 Euro starten. Bei Spezialtransporten wie Fahrzeugüberführungen empfiehlt sich die direkte Anfrage bei Betrieben wie Fritze Spedition oder Wallek & Geser.
Welche Rolle spielt der kombinierte Verkehr für bayerische Speditionen?
Der kombinierte Verkehr gewinnt durch neue Terminals in Straubing, Augsburg, Regensburg, Nürnberg und München-Nord an Bedeutung. Bayerische Speditionen können durch Verlagerung auf die Schiene Mautkosten sparen und dem Fahrermangel entgegenwirken. Betriebe mit Gleisanschluss sind hier im Vorteil. Die trimodale Logistik über die Donau bietet in Passau zusätzliche Optionen.
Methodik
Dieser redaktionelle Vergleich der führenden Speditionen und Logistikunternehmen in Bayern basiert auf einer systematischen Auswertung mehrerer Datenquellen. Herangezogen wurden öffentlich zugängliche Unternehmensprofile, Handelsregisterdaten, Bonitätsauskünfte und Verbandspublikationen. Die abgebildeten Unternehmen repräsentieren die Bandbreite der bayerischen Speditionsbranche von mitarbeiterstarken Großbetrieben bis zu spezialisierten Familienunternehmen.
Die Auswahl erfolgte nach den Kriterien Mitarbeiterzahl, Fuhrparkgröße, Spezialisierungsgrad und regionale Abdeckung innerhalb Bayerns. Umsatzzahlen lagen für die Mehrheit der Betriebe nicht vor und wurden daher nicht als Vergleichsmaßstab herangezogen. Die Trendanalyse stützt sich auf Branchenberichte und öffentlich dokumentierte Investitionsprojekte mit Stand 2025.





