Die Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland umfasst 672 Institute und bildet eine der drei tragenden Säulen des deutschen Bankwesens. Anders als private Geschäftsbanken oder Sparkassen organisi

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Überblick über die Genossenschaftsbanken in Deutschland
- Vergleichstabelle der führenden Genossenschaftsbanken in Deutschland
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-10 Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Genossenschaftsbanken
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Ende 2024 gab es in Deutschland genau 672 selbstständige Genossenschaftsbanken mit einer aggregierten Bilanzsumme von 1.208 Milliarden Euro.
- Die genossenschaftliche FinanzGruppe zählt 17,6 Millionen Mitglieder und beschäftigt rund 136.900 Mitarbeiter.
- Die höchste Dichte an Genossenschaftsbanken verzeichnet Bayern mit 165 Instituten, gefolgt von Baden-Württemberg (122) und Nordrhein-Westfalen (89).
- Die größte Genossenschaftsbank nach Bilanzsumme ist die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG mit 19,6 Milliarden Euro.
- Der Konsolidierungstrend hält unvermindert an: Seit 1970 sank die Zahl der Institute von über 7.000 auf 672.
- Für 2026 planen die Institute bereits neun größere Fusionen, darunter der Zusammenschluss mehrerer rheinischer Volksbanken.
- Neben den 631 Volks- und Raiffeisenbanken gehören elf Sparda-Banken, elf PSD Banken und 19 sonstige Spezialinstitute zur Gruppe.
Überblick über die Genossenschaftsbanken in Deutschland
Die Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland umfasst 672 Institute und bildet eine der drei tragenden Säulen des deutschen Bankwesens. Anders als private Geschäftsbanken oder Sparkassen organisieren sie sich als eingetragene Genossenschaften und gehören ihren Mitgliedern. Diese Struktur prägt die Geschäftspolitik: Nicht Gewinnmaximierung steht im Vordergrund, sondern die wirtschaftliche Förderung der mittlerweile 17,6 Millionen Mitglieder. Die genossenschaftliche FinanzGruppe agiert als dezentraler Konzern mit Verbundunternehmen wie der DZ Bank.
Die genossenschaftlichen Institute decken mehrere Banktypen ab. Volksbanken entstanden ab 1862 im städtischen Raum, Raiffeisenbanken ab den 1870er-Jahren im ländlichen Bereich. Sparda-Banken gründeten ursprünglich für Eisenbahnbeamte, PSD Banken gingen aus Post-Spar- und Darlehnsvereinen hervor. Hinzu kommen Spezialinstitute wie die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank), die BBBank oder die GLS Gemeinschaftsbank.
Extreme Größenspreizung kennzeichnet das Firmenumfeld. Die kleinste Genossenschaftsbank, die Raiffeisenbank Gammesfeld eG, weist eine Bilanzsumme von lediglich 37 Millionen Euro auf. Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG erreicht dagegen 19,6 Milliarden Euro. Das Regionalprinzip, wonach Genossenschaftsbanken traditionell nur in ihrem Geschäftsgebiet Kredite vergeben, weicht zunehmend auf. Treiber sind Fusionsdruck, Effizienzgewinne und regulatorische Anforderungen.
Vergleichstabelle der führenden Genossenschaftsbanken in Deutschland
Die folgende Tabelle zeigt die zehn größten Genossenschaftsbanken, sortiert nach Bilanzsumme per Ende 2024. Die Bilanzsumme ist die zentrale Messgröße für die Größe eines Kreditinstituts.
| Unternehmen | Bilanzsumme | Mitarbeiter | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG | 19,6 Mrd. Euro | ~1.600 | Regionalbank | Frankfurt am Main | eG |
| Berliner Volksbank eG | 18,5 Mrd. Euro | ~1.900 | Regionalbank | Berlin | eG |
| Volksbank Mittelhessen eG | 15,6 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Gießen | eG |
| Volksbank Darmstadt Mainz eG | 15,2 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Mainz | eG |
| Volksbank eG – Die Gestalterbank | 14,2 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Offenburg / Villingen-Schwenningen | eG |
| meine Volksbank Raiffeisenbank eG | 12,3 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Rosenheim | eG |
| Dortmunder Volksbank eG | 11,9 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Dortmund | eG |
| Volksbank pur eG | 11,7 Mrd. Euro | 1.372 | Regionalbank | Karlsruhe | eG |
| Volksbank im Münsterland eG | 11,0 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Münster | eG |
| VerbundVolksbank OWL eG | 10,8 Mrd. Euro | — | Regionalbank | Paderborn | eG |
Die Dominanz hessischer und rheinland-pfälzischer Institute an der Spitze fällt auf. Die Frankfurter Volksbank überholte 2025 die Berliner Volksbank, nachdem sie eine Nachbarbank in Aschaffenburg übernommen hatte. Alle zehn größten Genossenschaftsbanken firmieren als eingetragene Genossenschaft und arbeiten als Universalbanken. Die Mitarbeiterzahlen liegen nur für drei Institute vor und bewegen sich zwischen 1.372 und 1.900 Beschäftigten.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größte Bilanzsumme: Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG führt mit 19,6 Milliarden Euro. Sie überholte 2025 durch eine Übernahme die Berliner Volksbank.
- Breitestes Filialnetz: Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG betreibt 115 Filialen und 90 SB-Standorte, das dichteste Netz aller Genossenschaftsbanken.
- Innovationsführer: Die GLS Gemeinschaftsbank eG setzt als erste sozial-ökologische Bank Deutschlands Maßstäbe für nachhaltige Geldanlagen und transparente Kreditvergabe.
- Stärkster Arbeitgeber: Mit rund 1.900 Mitarbeitern ist die Berliner Volksbank eG der größte genossenschaftliche Arbeitgeber und bietet vielfältige Karrierewege.
- Bester Dividendenzahler: Die Raiffeisenbank Elsavatal eG schüttete für 2024 eine Dividende von 13,50 Prozent aus, den Spitzenwert unter allen Genossenschaftsbanken.
- Kleinster Betrieb: Die Raiffeisenbank Gammesfeld eG ist mit 37 Millionen Euro Bilanzsumme und einer einzigen Filiale die kleinste selbstständige Genossenschaftsbank Deutschlands.
- Regionaler Schwergewichtler: Die Volksbank Mittelhessen eG dominiert mit 15,6 Milliarden Euro Bilanzsumme und 85 Filialen den mittelhessischen Markt und plant weitere Fusionen.
- Historischer Pionier: Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG, 1862 als eine der ersten Volksbanken gegründet, steht exemplarisch für über 160 Jahre genossenschaftliche Tradition.
Die Top-10 Unternehmen im Detail
Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG
Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG ist seit 2025 die größte und dynamischste Genossenschaftsbank Deutschlands. Sie überholte die Berliner Volksbank durch eine Übernahme in Aschaffenburg und erreicht 19,6 Milliarden Euro Bilanzsumme. Mit 115 Filialen und 90 SB-Standorten betreibt sie das dichteste Filialnetz aller Genossenschaftsbanken. Sie agiert als wichtigster Firmenkundenpartner im Rhein-Main-Gebiet und bietet rund 1.600 Beschäftigten einen attraktiven Arbeitsplatz.
Berliner Volksbank eG
Die Berliner Volksbank eG hielt lange den Spitzenplatz unter den Genossenschaftsbanken. Mit 18,5 Milliarden Euro Bilanzsumme und 1.900 Mitarbeitern ist sie der größte genossenschaftliche Arbeitgeber bundesweit. Ihr Geschäftsgebiet umfasst die Hauptstadtregion mit 45 Filialen und 109 SB-Standorten. Für B2B-Einkäufer bietet sie spezialisierte Firmenkundenbetreuung für den Berliner Mittelstand. Die Rechtsform eG garantiert jedes Mitglied Mitbestimmungsrechte unabhängig von der Höhe der Geschäftsanteile.
Volksbank Mittelhessen eG
Mit 15,6 Milliarden Euro Bilanzsumme ist die Volksbank Mittelhessen eG die drittgrößte Genossenschaftsbank Deutschlands. Ihr Sitz in Gießen und 85 Filialen in Mittelhessen belegen ihre regionale Dominanz. Die geplante Fusion mit der Raiffeisenbank Hochtaunus setzt ihren Expansionskurs fort. Für den hessischen Mittelstand ist sie eine zentrale Finanzierungspartnerin. Ihre Größe erlaubt spezialisierte Dienstleistungen, die kleinere Genossenschaftsbanken nicht anbieten können.
Volksbank Darmstadt Mainz eG
Die Volksbank Darmstadt Mainz eG rangiert mit 15,2 Milliarden Euro Bilanzsumme auf Platz vier. Ihr Doppelsitz in Mainz und Darmstadt und 50 Filialen plus 90 SB-Standorte sichern die Präsenz im wirtschaftsstarken Rhein-Main-Gebiet. Sie profitiert von der Nähe zu zahlreichen Großunternehmen und forschungsintensiven Mittelständlern in der Region.
Volksbank eG – Die Gestalterbank
Die Volksbank eG – Die Gestalterbank erreicht mit 14,2 Milliarden Euro Bilanzsumme Rang fünf und ist führend in Südbaden. Sie unterhält 39 Filialen und vier SB-Standorte. Ihr Markenauftritt als Gestalterbank betont gesellschaftliche Verantwortung über reine Bankdienstleistungen hinaus.
meine Volksbank Raiffeisenbank eG
Die meine Volksbank Raiffeisenbank eG in Rosenheim kommt auf 12,3 Milliarden Euro Bilanzsumme und ist der größte genossenschaftliche Finanzdienstleister Oberbayerns. Mit 81 Filialen und 43 SB-Standorten verfügt sie über eines der umfangreichsten Netze in der Gruppe. Der Name „meine“ unterstreicht das genossenschaftliche Eigentumsprinzip. Der bayerische Mittelstand, vor allem Handwerk und mittelständische Industrie, findet in ihr eine zentrale Anlaufstelle.
Dortmunder Volksbank eG
Mit 11,9 Milliarden Euro Bilanzsumme ist die Dortmunder Volksbank eG die größte Genossenschaftsbank im Ruhrgebiet. Ihr Sitz in Dortmund positioniert sie in einer KMU-starken Region mit hohem Familienunternehmensanteil. 34 Filialen und 45 SB-Standorte decken den Großraum ab. Der Strukturwandel des Ruhrgebiets prägt ihr Kreditgeschäft maßgeblich.
Volksbank pur eG
Die Volksbank pur eG in Karlsruhe erreichte Ende 2024 eine Bilanzsumme von 11,7 Milliarden Euro. Sie entstand 2022 aus der Fusion dreier Vorgängerinstitute und beschäftigte 2023 insgesamt 1.372 Mitarbeiter. Mit 53 Filialen und 69 SB-Standorten bedient sie den Raum Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden. Die Bezeichnung „pur“ soll Einfachheit und Transparenz vermitteln.
Volksbank im Münsterland eG
Die Volksbank im Münsterland eG erreicht eine Bilanzsumme von 11,0 Milliarden Euro. Sie fusionierte 2025 mit einer Bank in Warendorf und festigte so ihre Position im Münsterland. Der Sitz in Münster und 41 Filialen plus 67 SB-Standorte machen sie zum dominierenden genossenschaftlichen Institut der Region. Der agrarisch-industrielle Mittelstand Westfalens findet in ihr eine wichtige Finanzierungspartnerin.
VerbundVolksbank OWL eG
Die VerbundVolksbank OWL eG schließt die Top 10 mit 10,8 Milliarden Euro Bilanzsumme ab. Ihr Name verweist auf die Fusionstradition in Ostwestfalen-Lippe, einem der industriestärksten Wirtschaftsstandorte Nordrhein-Westfalens. 52 Filialen plus 27 SB-Standorte in einer Region mit Hidden Champions und Weltmarktführern unterstreichen ihre Bedeutung für das Firmenkundengeschäft.
Branchentrends und Marktentwicklung
Fusionswelle beschleunigt sich weiter
Der Konsolidierungsdruck hält unvermindert an. Für 2026 planen die Institute neun größere Zusammenschlüsse, darunter die Fusion der Aachener Bank mit der Volksbank Heinsberg zur Volksbank im Westen eG und der Zusammenschluss der Volksbank Mönchengladbach mit der VR-Bank Region Aachen zur Volksbank im Rheinland eG. Seit 1970 reduzierte sich die Zahl der Institute von über 7.000 auf 672, und die durchschnittliche Bilanzsumme pro Bank steigt kontinuierlich.
Aufweichung des Regionalprinzips
Das historische Regionalprinzip verliert an praktischer Bedeutung. Fusionen über alte Geschäftsgebietsgrenzen sind heute Standard. Gleichzeitig erreichen digitale Angebote Kunden außerhalb des angestammten Gebiets. B2B-Einkäufer können Angebote mehrerer Genossenschaftsbanken vergleichen, die früher exklusiv an ihr Gebiet gebunden waren. Dies erhöht den Wettbewerb zwischen den Genossenschaftsbanken, zu Sparkassen und Privatbanken.
Digitalisierung und Filialrückbau
Die Zahl der Bankstellen sinkt kontinuierlich. Die Institute investieren verstärkt in Online-Banking und digitale Services. Das dichte Geldautomatennetz des BankCard ServiceNetzes bleibt ein strategischer Vorteil. Der Filialrückbau beschleunigt sich: Kleinere Standorte weichen SB-Lösungen oder schließen ganz. Für Jobsuchende verschieben sich die Qualifikationsanforderungen hin zu IT- und Digitalkompetenzen, beispielsweise sucht die Frankfurter Volksbank gezielt Digitalexperten.
Nachhaltigkeit als Pflichtprogramm
Die EU-Taxonomie und steigende ESG-Anforderungen zwingen auch kleinere Genossenschaftsbanken zu Investitionen in nachhaltige Produkte. Die GLS Bank hat eine Vorreiterrolle, doch immer mehr Institute legen grüne Sparprodukte oder nachhaltige Kreditlinien auf. Für B2B-Einkäufer wird der CO2-Fußabdruck des eigenen Unternehmens zum Faktor bei Kreditkonditionen. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsfelder wie die Finanzierung von Solarparks oder energetischen Sanierungen.
Fachkräftemangel als Wachstumsbremse
Mit 136.900 Beschäftigten ist die Genossenschaftsgruppe ein bedeutender Arbeitgeber. Der Wettbewerb um qualifizierte Bankkaufleute, IT-Fachkräfte und Firmenkundenberater verschärft sich. Kleinere Institute auf dem Land haben zunehmend Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen. Die größeren Volksbanken investieren daher in eigene Ausbildungsakademien und kooperieren mit Dualen Hochschulen. Gleichzeitig eröffnet der Fachkräftemangel ambitionierten Berufseinsteigern ungewöhnliche Aufstiegschancen, etwa bei der Berliner Volksbank mit 1.900 Mitarbeitern.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Genossenschaftsbanken
Für die Bewertung von Genossenschaftsbanken gelten spezifische Kriterien. Die Bilanzsumme ist der wichtigste Größenmaßstab: Die Frankfurter Volksbank (19,6 Mrd. Euro) und die Berliner Volksbank (18,5 Mrd. Euro) bieten firmenkundenrelevante Leistungen, die eine Raiffeisenbank mit 37 Millionen Euro Bilanzsumme nicht abdecken kann.
Ein genossenschaftliches Spezifikum ist die Dividendenrendite. Die Raiffeisenbank Elsavatal zahlte 2024 eine Spitzenrendite von 13,50 Prozent, andere Institute schütten deutlich weniger aus. Relevant ist auch die Nachschusspflicht: Einige Satzungen sehen vor, dass Mitglieder im Insolvenzfall über ihre Geschäftsanteile hinaus haften. Die Satzung sollte daher vor einem Beitritt gründlich geprüft werden.
B2B-Einkäufer sollten das Branchen-Know-how der Bank beachten. Die Apobank ist auf Heilberufe spezialisiert, die GLS Bank auf nachhaltige Geschäftsmodelle, während die meisten Volksbanken als Universalbanken breit aufgestellt sind. Für den Mittelstand ist die regionale Präsenz mit persönlichen Ansprechpartnern oft entscheidend. Marktforscher sollten die Verbandszugehörigkeit analysieren: Der Badisch-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) und der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) prüfen ihre Mitgliedsinstitute nach unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende finden bei großen Instituten wie der Berliner Volksbank (1.900 Mitarbeiter), der Frankfurter Volksbank (1.600 Mitarbeiter) oder der Volksbank pur (1.372 Mitarbeiter) strukturierte Einarbeitungsprogramme und vielfältige Karrierepfade. Die genossenschaftliche FinanzGruppe bietet zudem konzernübergreifende Entwicklungsmöglichkeiten zu Verbundpartnern wie der R+V Versicherung oder Union Investment. Wer internationale Ambitionen hat, sollte sich die DZ Bank als Spitzeninstitut oder die Apobank mit ihren Auslandsaktivitäten ansehen.
B2B-Einkäufer treffen je nach Unternehmensgröße unterschiedliche Entscheidungen. Der exportorientierte Mittelstand in Baden-Württemberg arbeitet bevorzugt mit der Volksbank eG – Die Gestalterbank oder der Volksbank pur zusammen, die auf die Bedürfnisse produzierender KMU eingestellt sind. Großunternehmen mit komplexem Finanzierungsbedarf finden bei der Frankfurter Volksbank oder der Berliner Volksbank geeignete Lösungen. Für nachhaltig orientierte Firmen ist die GLS Bank nahezu alternativlos.
Vertriebsprofis, die Bankdienstleistungen oder IT-Lösungen an Genossenschaftsbanken vertreiben, sollten die Verbandsstruktur kennen. Die regionalen Prüfungsverbände wie der Genoverband (Frankfurt) oder der GVB (München) sind zentrale Multiplikatoren. Entscheider sitzen typischerweise in den größten Instituten der jeweiligen Region. Marktforscher erhalten die detailliertesten Daten über die Verbandsstatistiken und die Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Genossenschaftsbanken in Deutschland gibt es aktuell?
Ende 2024 waren in Deutschland 672 selbstständige Genossenschaftsbanken registriert. Von diesen entfallen 631 auf Volksbanken und Raiffeisenbanken, elf auf Sparda-Banken, elf auf PSD Banken und 19 auf sonstige Genossenschaftsbanken wie die Apobank oder GLS Bank. Die Zahl sinkt kontinuierlich: 1970 waren es noch über 7.000 Institute. Für 2026 sind bereits neun größere Fusionen angekündigt.
Welches ist die umsatzstärkste Genossenschaftsbank in Deutschland?
Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG führt das Ranking mit einer Bilanzsumme von 19,6 Milliarden Euro an. Da Banken keinen klassischen Umsatz ausweisen, erfolgt die Größenmessung über die Bilanzsumme. Die Berliner Volksbank eG folgt mit 18,5 Milliarden Euro, Rang drei belegt die Volksbank Mittelhessen eG mit 15,6 Milliarden Euro. Die aggregierte Bilanzsumme aller 672 Genossenschaftsbanken beträgt 1.208 Milliarden Euro.
Wo sind die meisten Genossenschaftsbanken in Deutschland ansässig?
Die regionale Verteilung zeigt eine starke Konzentration in Süd- und Westdeutschland. Bayern führt mit 165 Instituten, gefolgt von Baden-Württemberg (122) und Nordrhein-Westfalen (89). Niedersachsen liegt mit 71 auf Rang vier. In Stadtstaaten wie Bremen (1), Berlin (3) oder Hamburg (5) ist die Dichte deutlich geringer.
Welche Genossenschaftsbank zahlt die höchste Dividende?
Die Raiffeisenbank Elsavatal eG schüttete für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 13,50 Prozent aus, den höchsten Wert unter allen Genossenschaftsbanken. Die Volksbank BRAWO und die Raiffeisenbank Elbmarsch erreichten jeweils 10,00 Prozent. Die Dividendenhöhe variiert erheblich und sollte nicht alleiniges Auswahlkriterium sein, da sie auch von der Risikostruktur der Bank abhängt.
Welche Rechtsform haben Genossenschaftsbanken?
Die überwiegende Mehrheit firmiert als eingetragene Genossenschaft (eG). Ausnahmen sind die Gladbacher Bank (AG), die Münchener Hypothekenbank (eG), die Edekabank (AG) und die SozialBank (AG). Die Rechtsform eG bedeutet, dass die Bank ihren Mitgliedern gehört und jedes Mitglied unabhängig von der Kapitalbeteiligung eine Stimme in der Generalversammlung hat.
Was ist der Unterschied zwischen Volksbanken und Raiffeisenbanken?
Historisch bedienten Volksbanken den städtischen Raum, Raiffeisenbanken den ländlichen Bereich. Diese Trennung ist durch Fusionen weitgehend verschwunden. Heute tragen viele Institute Doppelnamen wie „Volksbank Raiffeisenbank“. Inhaltlich gibt es keine Unterschiede mehr: Beide sind Universalbanken mit demselben genossenschaftlichen Förderauftrag und denselben Sicherungseinrichtungen.
Methodik
Die Liste der Genossenschaftsbanken basiert auf den Erhebungen der genossenschaftlichen Verbände mit Stand 31. Dezember 2024. Die Bilanzsummen, Mitarbeiterzahlen und Filialangaben stammen aus den veröffentlichten Daten der Regionalverbände. Die Fusionsankündigungen für 2025 und 2026 spiegeln den Planungsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Ergänzend flossen die Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger und öffentlich verfügbare Statistiken der genossenschaftlichen Prüfungsverbände in die Analyse ein. Die Auswahl der Unternehmen in Vergleichstabelle und Top-Profilen erfolgte ausschließlich nach Bilanzsumme als objektivster Größenkennzahl. Die Bewertungen in den Empfehlungskategorien beruhen auf redaktionellen Auswertungen öffentlich zugänglicher Finanzkennzahlen und satzungsrelevanter Dokumente.





