Die Wirtschaftsregion Ulm verbindet baden-württembergische Industrietradition mit der Innovationskraft einer international ausgerichteten Wissenschaftsstadt. In dieser Übersicht analysieren wir die gr

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Das Ulmer Firmenumfeld im Überblick
- Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-15 Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen in Ulm
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Über 100 bedeutende Unternehmen haben ihren Sitz oder eine große Niederlassung in Ulm und der umliegenden Region.
- Die Müller Holding erzielt mit rund 4 Milliarden Euro den höchsten Jahresumsatz unter den Ulmer Firmen.
- Das Universitätsklinikum Ulm beschäftigt mit 6.400 Mitarbeitern die meisten Menschen direkt am Standort.
- Die Arbeitslosenquote in Ulm liegt bei lediglich 3,2 Prozent und zählt damit zu den niedrigsten unter deutschen Großstädten.
- Schwerpunktbranchen sind Pharmaproduktion, Metallverarbeitung, Nutzfahrzeugbau und Gesundheit.
- Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt beträgt 51.500 Euro, während IT-Fachkräfte und Führungskräfte deutlich mehr erzielen.
- Investitionen fließen aktuell verstärkt in Biotech-Projekte und den weiteren Ausbau digitaler Infrastruktur.
Das Ulmer Firmenumfeld im Überblick
Die Wirtschaftsregion Ulm verbindet baden-württembergische Industrietradition mit der Innovationskraft einer international ausgerichteten Wissenschaftsstadt. In dieser Übersicht analysieren wir die größten Firmen Ulm nach Umsatz und Beschäftigtenzahl. Über 100 Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten prägen den Standort, darunter mehrere Weltmarktführer und Hidden Champions. Die enge Verzahnung von Universität, Hochschulen und Unternehmen sorgt für eine schnelle Markteinführung neuer Produkte.
Fünf Branchen dominieren das Ulmer Firmenumfeld. Dazu zählen die Pharmaindustrie mit Teva, die Metallverarbeitung rund um Wieland-Werke und der Nutzfahrzeugbau mit Magirus. Auch die Gesundheitswirtschaft mit dem Uniklinikum sowie eine wachsende IT- und Beratungsszene sind stark vertreten. Starke Logistikdienstleister wie Noerpel und Traditionshersteller wie Seeberger ergänzen das Spektrum. Viele Ulmer Unternehmen exportieren intensiv: Liqui Moly vertreibt seine Produkte in 120 Ländern.
Die Lage zwischen Stuttgart und München und die Nähe zu Schweiz und Österreich machen Ulm attraktiv. Die exzellente Autobahnanbindung stärkt den Standort. Das Donautal ist das industrielle Kerngebiet. Gemeinsam mit Neu-Ulm, Biberach, Laupheim und Senden entsteht ein länderübergreifender Ballungsraum von über 300.000 Einwohnern. Diese Dichte an Firmen, Forschungseinrichtungen und Fachkräften treibt das Wirtschaftswachstum an.
Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
Die folgende Tabelle zeigt 15 der bedeutendsten Arbeitgeber und größten Unternehmen in Ulm, sortiert nach Umsatz. Bei Konzernen mit weltweiten Aktivitäten ist der globale Jahresumsatz angegeben und entsprechend gekennzeichnet.
| Unternehmen | Umsatz | Mitarbeiter | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Müller Holding Ltd. & Co. KG | ca. 4 Mrd. EUR | 32.000 | Handel | Ulm | Ltd. & Co. KG |
| TEVA GmbH (ratiopharm) | 19,7 Mrd. EUR (weltweit) | 3.000 (Deutschland) | Pharma | Ulm | GmbH |
| Wieland-Werke AG | 2,78 Mrd. EUR | 4.400 | Metallverarbeitung | Ulm | AG |
| Hensoldt AG | 1 Mrd. EUR | 2.300 | Rüstungselektronik | Ulm | AG |
| Gardena GmbH | 509 Mio. EUR (Division) | 1.000 | Gartengeräte | Ulm | GmbH |
| Liqui Moly GmbH | 441 Mio. EUR | 731 | Mineralölverarbeitung | Ulm | GmbH |
| Magirus GmbH | ca. 300 Mio. EUR | 1.050 | Feuerwehrfahrzeuge | Ulm | GmbH |
| Uzin Utz AG | 253 Mio. EUR | 1.100 | Bauchemie | Ulm | AG |
| Seeberger GmbH | 207 Mio. EUR | 560 | Nahrungsmittel | Ulm | GmbH |
| Compassio B.V. | 100 Mio. EUR | 2.500 | Pflege | Ulm | B.V. |
| Universitätsklinikum Ulm | — | 6.400 | Gesundheitswesen | Ulm | AöR |
| Universität Ulm | — | 3.900 | Bildung/Forschung | Ulm | Körperschaft |
| ZwickRoell Gruppe | — | 1.350 | Maschinenbau | Ulm-Einsingen | Gruppe |
| C.E. Noerpel GmbH | — | 1.100 | Logistik | Ulm | GmbH & Co. KG |
| Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH | — | 1.000 | Energieversorgung | Ulm | GmbH |
Die umsatzstärksten Unternehmen in Ulm erwirtschaften gemeinsam ein zweistelliges Milliardenvolumen. Müller Holding und Wieland-Werke stechen als führende Konzerne hervor. Gemessen an den Beschäftigtenzahlen vor Ort führt das Universitätsklinikum mit 6.400 Mitarbeitern die Rangliste an, gefolgt von den Wieland-Werken und der Universität Ulm. Auffällig ist die Branchenvielfalt: Vom Kupferwerk bis zur Biotech-Fertigung bildet Ulm nahezu das gesamte industrielle Spektrum ab.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größter Umsatz am Standort: Die Wieland-Werke AG erwirtschaftet 2,78 Milliarden Euro Jahresumsatz mit Kupfer-Halbfabrikaten. Mit 4.400 Beschäftigten am Hauptsitz ist das 1820 gegründete Unternehmen das umsatzstärkste Industrieunternehmen der Region.
- Größter Arbeitgeber: Das Universitätsklinikum Ulm beschäftigt 6.400 Mitarbeiter, darunter 850 Ärzte und 1.500 Pflegekräfte. Jährlich versorgt es fast 50.000 stationäre Patienten.
- Innovationsführer: Der Pharmakonzern Teva (ratiopharm) investierte 2025 in einen Biotech-Neubau und ein Global Technology Center am Standort Ulm. Beide Projekte haben globale Bedeutung.
- Hidden Champion: Liqui Moly erzielt mit 731 Beschäftigten 441 Millionen Euro Umsatz. Das Familienunternehmen exportiert Motoröle und Additive in 120 Länder.
- Bester Arbeitgeber (KMU): eXXcellent solutions führt die regionalen Arbeitgeberrankings mit einer Bewertung von 4,78 auf Bewertungsportalen an. Die Gehälter reichen von 61.600 bis 108.800 Euro.
- Stärkster Expansionskurs: Die Müller Holding baute ihren Umsatz auf rund 4 Milliarden Euro aus und beschäftigt 32.000 Mitarbeiter. Die Handelskette eröffnet europaweit neue Filialen.
- Internationalste Marke: Gardena, eine Tochter der Husqvarna Group, fungiert als europäische Logistikdrehscheibe. Von Ulm aus steuert sie das weltweite Gartengerätegeschäft mit 509 Millionen Euro Divisionsumsatz.
- Traditionsunternehmen mit Transformation: Magirus produziert seit 1864 Feuerwehrfahrzeuge. Mit rund 300 Millionen Euro Umsatz und 1.050 Mitarbeitern wächst die Iveco-Tochter weiter.
Die Top-15 Unternehmen im Detail
Müller Holding Ltd. & Co. KG
Die Müller Holding ist der umsatzstärkste Konzern unter den größten Unternehmen in Ulm. Mit rund 4 Milliarden Euro Jahresumsatz und 32.000 Beschäftigten übertrifft die Handelskette selbst traditionsreiche Industriekonzerne am Standort. Erwin Müller gründete die Handelskette 1953 in Neu-Ulm Offenhausen. Die Zentrale in Jungingen steuert heute ein europäisches Filialnetz mit Drogerieartikeln, Lebensmitteln, Spielwaren und Haushaltswaren. Jobsuchende im Handel und in der Logistik finden breite Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten. B2B-Einkäufer schätzen den volumenstarken Abnehmer mit zentralisierten Beschaffungsstrukturen.
Wieland-Werke AG
Kein Industrieunternehmen in Ulm verkörpert Tradition und globale Reichweite so eindrucksvoll wie die Wieland-Werke AG. Aus einer Glockengießerei des Jahres 1820 entwickelte sich ein international führender Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen. Heute erwirtschaftet die Aktiengesellschaft 2,78 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt weltweit rund 6.800 Menschen, davon 4.400 am Hauptsitz Ulm. Fertigungsstätten in Asien, Europa und den USA sichern die globale Lieferfähigkeit. Vertriebsprofis schätzen Wieland als verlässlichen Zulieferer für die Elektrotechnik-, Automobil- und Bauindustrie. Die enge Bindung an Hochschulen erleichtert die Rekrutierung qualifizierter Ingenieure.
Universitätsklinikum Ulm
Das Universitätsklinikum ist mit 6.400 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt Ulm, noch vor jedem Industriekonzern. Als eines von fünf Universitätskliniken Baden-Württembergs bietet es medizinische Maximalversorgung. Es versorgt die Regionen Ostwürttemberg, Donau-Iller und Bodensee-Oberschwaben. Rund 1.300 Planbetten stehen für jährlich fast 50.000 stationäre Patienten bereit; 850 Ärzte und 1.500 Pflegekräfte gewährleisten den Betrieb. Für Jobsuchende im Gesundheitswesen ist das Klinikum die erste Adresse, vom Pflegeeinstieg bis zur Facharztausbildung. Marktforscher beobachten die wachsende Rolle als Motor für Medizintechnik-Start-ups.
TEVA GmbH (ratiopharm)
Der Pharmakonzern Teva gehört zu den bedeutendsten forschenden Arzneimittelherstellern mit Deutschland-Sitz in Ulm. Weltweit erzielte er 19,7 Milliarden Euro Umsatz, am Standort Ulm arbeiten rund 3.000 Beschäftigte. Die Marke ratiopharm steht für Generika und frei verkäufliche Medikamente. Zwei Investitionsprojekte unterstreichen die strategische Bedeutung: 2025 entstanden ein Biotech-Neubau und ein Global Technology Center mit globaler Verantwortung. Für B2B-Einkäufer der Pharmabranche ist Teva ein zentraler Lieferant. Jobsuchende finden Stellen in Produktion, Forschung und Verwaltung auf internationalem Niveau.
Hensoldt AG
Die Hensoldt AG positioniert sich als führender Anbieter von Sensor- und Elektroniklösungen für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen. Das Unternehmen ging 2017 aus Airbus Defence and Space hervor. Mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und 2.300 Beschäftigten am Standort Ulm zählt es zu den wachstumsstärksten Technologiefirmen der Region. Radartechnik und elektronische Kampfführung bilden das Kerngeschäft. Die Produkte kommen in Luft-, See-, Land- und Cyberabwehrsystemen zum Einsatz. Ingenieure der Fachrichtungen Elektrotechnik und Informatik finden anspruchsvolle Entwicklungsprojekte. Marktforscher verfolgen Hensoldt als Indikator für die europäische Verteidigungsindustrie.
Gardena GmbH
Gardena beweist, wie eine Ulmer Marke globale Strahlkraft entfalten kann. Das Unternehmen entstand 1961 in Ulm und gehört seit 2007 zur schwedischen Husqvarna Group. Der Standort fungiert als europäische Logistikdrehscheibe und als Zentrale der Gartengeräte-Division. Der weltweite Divisionsumsatz erreicht 509 Millionen Euro, rund 1.000 Mitarbeiter arbeiten in Ulm. Bewässerungstechnik und Gartengeräte aus Ulm erreichen Konsumenten in ganz Europa. Vertriebsprofis mit Exportfokus finden ein internationales Arbeitsumfeld mit skandinavisch geprägter Unternehmenskultur. Die Marke zeigt, wie globale Konzerne den Standort Ulm konsequent ausbauen.
Liqui Moly GmbH
Als markanter Mittelständler unter den führenden Unternehmen in Ulm agiert Liqui Moly in einer echten Nische: Motoröle, Additive und Autopflegeprodukte. Das Unternehmen besteht seit 1957 und zählt heute 731 Beschäftigte in Ulm-Lehr. Der Jahresumsatz beträgt 441 Millionen Euro. Der Erfolg basiert vor allem auf dem Export: In 120 Ländern ist die Marke präsent. Geschäftsführender Gesellschafter Ernst Prost formte das Unternehmen zu einem internationalen Hidden Champion. Für B2B-Einkäufer im Kfz-Bereich und Jobsuchende im technischen Vertrieb ist Liqui Moly ein herausragendes Beispiel exportorientierten Mittelstands.
Uzin Utz AG
Die Uzin Utz AG entwickelte sich vom Handwerksbetrieb zum börsennotierten Spezialisten für Bodenverlegesysteme. 1911 in Wien gegründet, kam das Unternehmen 1922 nach Ulm und verlegte seinen Hauptsitz 1965 ins Donautal. Heute erzielt die AG 253 Millionen Euro Umsatz mit rund 1.100 Beschäftigten. Produkte und Maschinen für die Bodenverlegung, von Nivelliermassen bis zu Klebstoffsystemen, erreichen Kunden in über 50 Ländern. Die Aktie notiert im Freiverkehr, das Unternehmen bleibt familiengeführt. B2B-Einkäufer aus Baugewerbe und Handwerk schätzen Uzin Utz als verlässlichen Lieferanten mit hohem technischen Anspruch.
Universität Ulm
Die 1967 gegründete Universität Ulm ist die jüngste Hochschule Baden-Württembergs und die höchstgelegene Deutschlands. Ihr Campus liegt auf 650 Metern. 3.900 Mitarbeiter, darunter rund 250 Professoren, lehren und forschen schwerpunktmäßig in Medizin und MINT-Fächern. Etwa 10.000 Studierende sind immatrikuliert. Die Universität fungiert als wichtigster Talentlieferant für die Unternehmen der Region und als wissenschaftlicher Kooperationspartner. Für Jobsuchende im Wissenschaftsbetrieb bietet sie vielfältige Stellen. Marktforscher deuten die Ausgründungen der Universität als Frühindikator für Technologietrends in der Region.
Magirus GmbH
Magirus zählt zu den ältesten Industriebetrieben Ulms und ist ein weltweit anerkannter Name im Feuerwehrfahrzeugbau. Seit 1864 produziert das Unternehmen Drehleitern, Löschfahrzeuge und Speziallösungen. Die Innovationen eines Ulmer Feuerwehrmanns bilden die Grundlage. Mit 1.050 Mitarbeitern und rund 300 Millionen Euro Jahresumsatz gehört Magirus zur italienischen Iveco-Gruppe. Trotz der Konzerneinbindung bleibt die Fertigung im Stammwerk Ulm erhalten. Einkäufer öffentlicher Feuerwehren finden einen etablierten Lieferanten. Ingenieure und Facharbeiter schätzen das technisch anspruchsvolle Produktportfolio.
Seeberger GmbH
Das Familienunternehmen Seeberger steht seit 1844 für hochwertige Nahrungsmittel aus der Region Ulm. Mit 560 Beschäftigten produziert und vertreibt es Kaffee, Trockenfrüchte, Nüsse und Tee. Der Jahresumsatz beträgt 207 Millionen Euro. Der Containerbahnhof im Ulmer Norden sichert die termingenaue Rohwarenanlieferung. Vertriebsprofis im Lebensmittelhandel und B2B-Einkäufer finden in Seeberger eine starke Marke mit klarer Premiumpositionierung. Der Standort profitiert von der hohen Lebensqualität, die das Unternehmen bei der Mitarbeitergewinnung nutzt.
ZwickRoell Gruppe
Die ZwickRoell Gruppe aus Ulm-Einsingen zählt zu den führenden Herstellern von Materialprüfmaschinen weltweit. Universalprüfmaschinen und Pendelschlagwerke aus Ulm testen Werkstoffe in Forschungsinstituten und Industrielaboren auf allen Kontinenten. Mit 1.350 Beschäftigten am Stammsitz ist das Unternehmen ein bedeutender Arbeitgeber im Maschinenbau der Region. Ingenieure, Techniker und Softwareentwickler finden anspruchsvolle Aufgaben an der Schnittstelle von Mechanik und Digitalisierung. Für B2B-Einkäufer aus Materialforschung und Qualitätssicherung ist ZwickRoell eine feste Größe im globalen Prüfmaschinenmarkt.
C.E. Noerpel GmbH
Als einer der größten Logistikdienstleister Süddeutschlands beschäftigt die C.E. Noerpel GmbH rund 1.100 Mitarbeiter am Standort Ulm. Spedition, Lagerlogistik und Kontraktlogistik bilden das Kerngeschäft. Die zentrale Lage Ulms im europäischen Güterverkehrskorridor macht den Standort für Noerpel strategisch wertvoll. Jobsuchende in Logistikberufen, vom Berufskraftfahrer bis zum Supply-Chain-Manager, finden ein breites Aufgabenspektrum. B2B-Einkäufer mit Bedarf an Transport- und Lagerdienstleistungen treffen auf einen regional verwurzelten, aber leistungsstarken Partner.
Compassio B.V.
Compassio B.V. tritt weniger öffentlich auf, gehört aber mit 2.500 Beschäftigten zu den relevanten Pflegeanbietern der Region. Die niederländisch geführte Gesellschaft hat ihren Sitz in Ulm. Sie betreibt betreutes Wohnen und Pflegeheime und erzielt rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Im wachsenden Pflegemarkt ist Compassio ein bedeutender Akteur für Jobsuchende im sozialen Bereich. Die demografische Entwicklung dürfte die Nachfrage nach den Dienstleistungen weiter steigern.
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm versorgen die Doppelstadt mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme und betreiben den öffentlichen Nahverkehr. Rund 1.000 Mitarbeiter gewährleisten die regionale Daseinsvorsorge. Als kommunales Unternehmen bieten die SWU krisensichere Arbeitsplätze mit tariflicher Vergütung. Für B2B-Dienstleister im Energiebereich sind die Stadtwerke ein wichtiger regionaler Auftraggeber. Die anstehenden Investitionen in erneuerbare Energien und Netzinfrastruktur versprechen wachsenden Personalbedarf.
Branchentrends und Marktentwicklung
Biotech-Investitionen am Pharmastandort
Der Pharmastandort Ulm erlebt eine neue Investitionswelle. Teva errichtete am Ulmer Sitz einen Biotech-Neubau für innovative Arzneimittel sowie ein Global Technology Center mit internationaler Verantwortung. Diese Projekte ziehen hochqualifizierte Fachkräfte an und stärken das Ökosystem aus Pharmaunternehmen, Forschungseinrichtungen und Zulieferern. Die Region profitiert von langfristig gesicherten Industriearbeitsplätzen im wissensintensiven produzierenden Gewerbe.
Digitalisierung der Industrieproduktion
Die Ulmer Maschinen- und Anlagenbauer investieren verstärkt in vernetzte Fertigungsprozesse und digitale Prüfsysteme. ZwickRoell integriert Softwarelösungen in seine Materialprüfmaschinen und schafft Stellen für IT-Spezialisten im industriellen Umfeld. Auch die Metallverarbeitung bei Wieland setzt auf datengestützte Qualitätssicherung. Die Nähe zur Technischen Hochschule Ulm und zur Universität erleichtert den Wissenstransfer aus der Informatik in die Produktion.
Fachkräftesicherung durch Wissenschaftsnähe
Bei einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent ist der Arbeitsmarkt nahezu leergefegt. Die Unternehmen begegnen dem Fachkräftemangel mit Kooperationen zu Universität und Hochschulen. Duale Studiengänge, Werksstudentenprogramme und gemeinsame Forschungsprojekte binden Talente früh an die Firmen der Region. Die Universität Ulm liefert jährlich Absolventen in Medizin, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Viele der ansässigen Betriebe übernehmen sie direkt.
Nachhaltigkeit in Produktion und Lieferkette
Wieland-Werke arbeitet an CO₂-reduzierten Kupferlegierungen und energieeffizienteren Fertigungsverfahren. Seeberger setzt auf nachhaltige Rohwarenbeschaffung und nutzt den Containerbahnhof für klimafreundlichere Logistik. Die Stadtwerke treiben den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Diese Nachhaltigkeitsinitiativen sind für viele Unternehmen kein Selbstzweck, sondern zunehmend Voraussetzung im internationalen Wettbewerb, vor allem bei Exportkunden mit strengen ESG-Vorgaben.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen in Ulm
Wer die größten Firmen Ulm als Arbeitgeber oder Geschäftspartner bewertet, sollte fünf Faktoren priorisieren. Erstens die finanzielle Stabilität: Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger zeigen, ob ein Unternehmen solide wirtschaftet. Börsennotierte Unternehmen wie Wieland-Werke oder Uzin Utz liefern transparente Daten, Familienunternehmen wie Liqui Moly gewähren weniger Einblick.
Zweitens die Branchenposition. Einkäufer sollten erkennen, ob der Lieferant ein regionaler Generalist oder ein globaler Spezialist ist. Hensoldt deckt eine hochspezialisierte Verteidigungsnische ab, Noerpel bietet breite Logistikdienste. Drittens gibt die Mitarbeiterzufriedenheit Aufschluss. Bewertungen auf Arbeitgeberportalen zeigen für KMU wie eXXcellent solutions Spitzenwerte über 4,7 Sterne. Großunternehmen schneiden differenzierter ab.
Viertens sollten Jobsuchende das Gehaltsniveau branchenspezifisch einordnen. Das Ulmer Durchschnittsgehalt von 51.500 Euro überschreiten IT- und Pharmaberufe deutlich. Produktionshilfskräfte liegen darunter. Fünftens beeinflusst die Rechtsform die strategische Stabilität. Eine AG wie Hensoldt unterliegt strengeren Governance-Regeln als eine familiengeführte GmbH wie Seeberger. Das kann bei längeren Geschäftsbeziehungen eine Rolle spielen.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
IT- und Beratungssuchende finden bei eXXcellent solutions, alphaQuest und cigus GmbH flexible Arbeitszeitmodelle und überdurchschnittliche Gehälter. Das Spektrum reicht von 54.700 Euro für Berater bis zu 108.800 Euro in Führungspositionen. Wer eine Gesundheitskarriere anstrebt, für den ist das Uniklinikum mit 6.400 Stellen und vielen Fachrichtungen der ideale Einstiegspunkt.
B2B-Einkäufer mit Bedarf an Industriegütern sollten Wieland-Werke (Kupfer-Halbfabrikate) und ZwickRoell (Materialprüfmaschinen) in die engere Wahl ziehen. Beide sind globale Marktführer. Für Logistikdienstleistungen bietet Noerpel umfassende Kapazitäten im Donauraum. Pharma-Einkäufer kommen an Teva kaum vorbei, da der Konzern Generika und innovative Arzneimittel aus Ulm liefert.
Vertriebsprofis mit Exportambitionen profitieren von der internationalen Ausrichtung vieler Ulmer Unternehmen. Liqui Moly vertreibt Produkte in 120 Ländern, wo Verkaufstalente eigenverantwortlich Märkte entwickeln können. Gardena ermöglicht Karrieren im europäischen Markenumfeld eines schwedischen Konzerns mit Drehkreuz Ulm. Marktforscher gewinnen aus der Branchenvielfalt ein repräsentatives Bild des deutschen Mittelstands.
Häufig gestellte Fragen
Welche großen Firmen gibt es in Ulm?
Zu den großen Unternehmen in Ulm zählen die Müller Holding (32.000 Mitarbeiter, ca. 4 Mrd. EUR Umsatz), die Wieland-Werke AG (4.400 Beschäftigte am Standort, 2,78 Mrd. EUR), das Universitätsklinikum Ulm (6.400 Beschäftigte), Teva/ratiopharm (3.000 Mitarbeiter in Deutschland), Hensoldt AG (2.300 Mitarbeiter, 1 Mrd. EUR Umsatz) sowie Gardena, Liqui Moly, Magirus und Uzin Utz. Schwerpunktbranchen sind Metallverarbeitung, Pharmazie, Nutzfahrzeuge und Gesundheitswirtschaft.
Welche Firma zahlt am besten in Ulm?
Den Daten von Arbeitgeberbewertungsportalen zufolge zahlen IT- und Beratungsunternehmen in Ulm die höchsten Gehälter. eXXcellent solutions bietet Softwareentwicklern durchschnittlich 61.600 Euro und Managern bis zu 108.800 Euro brutto jährlich. alphaQuest GmbH zahlt Beratern rund 54.700 Euro und Führungskräften 85.200 Euro. Bei Großunternehmen erreichen Business Unit Manager bei Hensoldt bis zu 132.700 Euro. Das Ulmer Durchschnittsgehalt liegt bei 51.500 Euro und damit unter Stuttgarter oder Münchner Niveau, bei jedoch niedrigeren Lebenshaltungskosten.
Welche Industrien gibt es in Ulm?
Zu den Schwerpunktbranchen zählen Baustoffe, Metallverarbeitung, Nutzfahrzeuge, Elektrotechnik und Pharmazie. Ergänzt werden diese durch eine starke Logistikbranche, wachsende IT- und Beratungsunternehmen, die Gesundheitswirtschaft mit dem Universitätsklinikum sowie traditionsreiche Konsumgüterproduzenten wie Seeberger und Gardena. Die Branchenvielfalt gilt als zentraler Standortvorteil und schützt die Region vor einseitiger wirtschaftlicher Abhängigkeit.
Wo sind die meisten Unternehmen in Ulm ansässig?
Das Donautal im Ulmer Norden und Westen bildet das industrielle Kerngebiet mit Firmen wie Magirus, Wieland, Uzin Utz und zahlreichen Zulieferern. Der Wissenschaftscampus auf dem Oberen Eselsberg beherbergt Universität, Uniklinikum und forschungsnahe Unternehmen. Handelszentralen wie Müller befinden sich im Stadtzentrum und in Jungingen. In Neu-Ulm, Senden und Laupheim liegen weitere bedeutende Standorte wie Gardena und ZwickRoell.
Wie bewertet man Unternehmen in Ulm als Arbeitgeber oder Geschäftspartner?
Zur Bewertung der größten Unternehmen in Ulm empfehlen sich folgende Schritte: Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger einsehen, Bewertungen auf Arbeitgeberportalen auf Aktualität und Branchenvergleich prüfen, IHK-Mitgliedschaft und Referenzen checken. Zudem die Unternehmenswebsite auf transparente Kommunikation von Kennzahlen und Führungsstruktur analysieren. Die regionale Vernetzung, etwa über die Mitgliedschaft in der Innovationsregion Ulm e.V., dient als Indikator für Standortverbundenheit.
Welche Rolle spielen Universität und Hochschulen für die Ulmer Firmen?
Universität Ulm und Technische Hochschule Ulm fungieren als zentrale Talentschmieden und Forschungspartner für die lokale Wirtschaft. Mit 3.900 beziehungsweise über 350 Beschäftigten sind sie zugleich bedeutende Arbeitgeber. Kooperationen reichen von dualen Studiengängen mit Industriepartnern über gemeinsame Forschungsprojekte mit Teva und Wieland bis zu Ausgründungen im Science Park. Diese Wissenschaftsnähe unterscheidet den Wirtschaftsstandort Ulm von reinen Industriestandorten vergleichbarer Größe.
Methodik
Die Zusammenstellung dieser Übersicht zu Firmen in Ulm basiert auf öffentlich zugänglichen Unternehmensdaten, aktuellen Jahresabschlüssen, Bewertungsportalen sowie Informationen der IHK Ulm und regionaler Wirtschaftsförderungen. Berücksichtigt wurden Unternehmen mit Hauptsitz oder bedeutendem Standort in Ulm und der umliegenden Region, sortiert nach Umsatz und Mitarbeiterzahl. Die Finanzkennzahlen stammen aus den jeweils jüngsten verfügbaren Geschäftsberichten; bei internationalen Konzernen sind weltweite Umsätze entsprechend gekennzeichnet. Arbeitgeberbewertungen beziehen sich auf das Jahr 2025 und stammen aus öffentlich zugänglichen Arbeitgeberbewertungsportalen. Die Kategorisierung in Großunternehmen, Mittelstand und KMU folgt der EU-Definition. Die redaktionellen Bewertungen und Rankings geben eine datengestützte Einordnung wieder und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller in der Region aktiven Firmen.





