Die größten Maschinenbau Unternehmen zählen zu den innovativsten und exportstärksten Industriesäulen Europas. Knapp 6.700 Firmen im engeren VDMA-Kreis entwickeln und fertigen Maschinen und Anlagen für

Inhalt dieser Seite
- Wichtige Fakten
- Die größten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen in Deutschland: Ein Marktüberblick
- Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
- Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Die Top-10 Unternehmen im Detail
- Branchentrends und Marktentwicklung
- Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen
- Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
- Häufig gestellte Fragen
- Methodik
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Kostenloses Muster anfordernWichtige Fakten
- Deutschland beheimatet zwischen 6.700 und über 9.000 Maschinen- und Anlagenbaubetriebe. Die Branche ist stark mittelstandsgeprägt und bringt zahlreiche Hidden Champions hervor.
- Der Gesamtumsatz sank 2024 auf 254,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr 2023 lag der Rekord noch bei 263 Milliarden Euro.
- Baden-Württemberg führt mit 317.840 Beschäftigten im Maschinenbau, gefolgt von Bayern (228.188) und Nordrhein-Westfalen (198.911).
- Die Exportquote liegt stabil über 75 Prozent. Die wichtigsten Abnehmer sind die USA (27,4 Mrd. €), China (17,7 Mrd. €) und Frankreich (13,7 Mrd. €).
- Siemens Energy ist mit 34,47 Milliarden Euro Umsatz das größte Maschinenbauunternehmen, noch vor dem Automatisierungsbereich von Siemens (18,54 Mrd. €) und der KION Group (11,50 Mrd. €).
- Wachstumstreiber sind aktuell Windkraft, Halbleiterfertigungstechnik und grüne Technologien. Konjunkturelle Bremsspuren dämpfen hingegen das klassische Maschinengeschäft.
Die größten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen in Deutschland: Ein Marktüberblick
Die größten Maschinenbau Unternehmen zählen zu den innovativsten und exportstärksten Industriesäulen Europas. Knapp 6.700 Firmen im engeren VDMA-Kreis entwickeln und fertigen Maschinen und Anlagen für Produktionsprozesse weltweit. Nach weiter gefassten Kriterien zählen sogar über 9.000 Betriebe zur Branche.
Das Spektrum reicht von riesigen Energieturbinen über Intralogistiksysteme bis zu hochpräziser Halbleiterfertigungstechnik. Die Unternehmensstruktur ist entsprechend vielfältig. Neben börsennotierten Konzernen wie Siemens Energy oder der KION Group prägen familiengeführte Mittelständler und viele Hidden Champions die Branche.
Die regionale Verteilung konzentriert sich auf Süddeutschland und das Rheinland. Baden-Württemberg ist mit 317.840 Beschäftigten der stärkste Maschinenbaustandort, gefolgt von Bayern mit 228.188 und Nordrhein-Westfalen mit 198.911 Beschäftigten. München, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf und zunehmend auch Berlin bilden die wichtigsten Zentren.
Die Branche erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 254,4 Milliarden Euro und verzeichnete damit einen Rückgang um gut 8 Prozent. Konjunkturelle und strukturelle Ursachen erklären diesen Rückgang. Exporte in über 75 Länder treiben das Geschäft an.
Allein in die USA flossen 2023 deutsche Maschinen für 27,4 Milliarden Euro, nach China für 17,7 und nach Frankreich für 13,7 Milliarden Euro. Diese internationale Ausrichtung macht die Branche anfällig für geopolitische Spannungen. Deshalb zählen Resilienz und regionale Diversifizierung zu den zentralen Managementthemen.
Vergleichstabelle der führenden Unternehmen
| Unternehmen | Umsatz (Mrd. €) | Mitarbeiterzahl | Branche | Firmensitz | Rechtsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Siemens Energy | 34,47 | — | Energietechnik | München | SE |
| Siemens (Maschinen-/Anlagenbau-relevanter Bereich) | 18,54 | — | Automatisierung, Antriebstechnik | München / Berlin | AG |
| KION Group | 11,50 | 41.000 | Intralogistik | Frankfurt am Main | AG |
| Exyte | 7,6 (2023) | — | Hightech-Produktionsanlagen | Stuttgart | GmbH |
| Nordex | 7,30 | — | Windkraftanlagen | Rostock | SE |
| Zeiss (SMT/IQR) | 6,49 | — | Optische Messtechnik, Halbleiterfertigungstechnik | Oberkochen | AG |
| Bosch (Industrial Technology) | 6,45 | — | Antriebs- und Steuerungstechnik | Stuttgart Region | GmbH/AG |
| GEA Group | 5,42 | — | Prozesstechnik | Düsseldorf | AG |
| Jungheinrich | 5,39 | — | Intralogistik | Hamburg | AG |
| Krones | 5,29 | — | Getränke- und Verpackungstechnik | Neutraubling | AG |
Diese zehn Unternehmen vereinen zusammen gut die Hälfte des Umsatzes der gesamten Branche. Auffällig ist die starke Streuung der Firmensitze: Neben den klassischen Maschinenbau-Regionen um Stuttgart und München finden sich bedeutende Konzerne auch in Rostock, Frankfurt oder dem ländlichen Oberkochen. Die Rechtsform variiert zwischen börsennotierten Aktiengesellschaften (AG), Europäischen Gesellschaften (SE) und der GmbH, was die unterschiedlichen Eigentümerstrukturen widerspiegelt.
Top-Empfehlungen nach Kategorie
- Größter Umsatz: Siemens Energy — 34,47 Milliarden Euro Jahresumsatz 2024 machen das Münchner Unternehmen mit großem Abstand zur Nummer eins im Energiemaschinenbau. Das Unternehmen liefert Turbinen und Energielösungen für konventionelle und erneuerbare Energien und profitiert massiv vom globalen Ausbau der Stromnetze.
- Innovationsführer: Zeiss — Die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology und Industrial Quality & Research treibt Spitzentechnologie in der Halbleiterfertigung und optischen Messtechnik voran. Zeiss investiert einen ungewöhnlich hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung und hält zahlreiche Schlüsselpatente.
- Bester Arbeitgeber: Jungheinrich — Das Hamburger Unternehmen zählt zu den beliebtesten Arbeitgebern der Branche. Moderne Intralogistik-Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeitmodelle und klare Entwicklungspfade sorgen in den Mitarbeiterbewertungen für konstant hohe Zufriedenheitswerte.
- Hidden Champion: Exyte — Der Stuttgarter Anlagenbauer ist Weltmarktführer für Produktionsanlagen in der Halbleiter-, Biotech- und Pharmabranche. Mit einem Umsatz von 7,6 Milliarden Euro (2023) agiert Exyte weitgehend abseits der öffentlichen Wahrnehmung, dominiert jedoch eine hochstrategische Nische.
- Stärkstes Wachstum: SMS Group — Das Düsseldorfer Unternehmen steigerte seinen Umsatz 2024 um 17,5 Prozent auf 4,03 Milliarden Euro und stieß damit neu in die Top 20 vor. Als Spezialist für Metallurgieanlagen profitiert SMS von Investitionen in grüne Stahltechnologien.
- Nachhaltigkeitspionier: Nordex — Der Rostocker Hersteller von Windkraftanlagen wuchs 2024 um 12,5 Prozent auf 7,30 Milliarden Euro und leistet einen messbaren Beitrag zur Energiewende. Nordex treibt zudem Wasserstoffprojekte und Recyclingkonzepte für Rotorblätter voran.
- Familiengeprägter Technologieführer: Krones — Der Getränke- und Verpackungsanlagenbauer aus Neutraubling erzielte 2024 ein Umsatzplus von 12,1 Prozent auf 5,29 Milliarden Euro. Als stark familiengeprägtes Unternehmen verbindet Krones Ingenieurskunst mit langfristigem Denken und globaler Kundenorientierung.
Die Top-10 Unternehmen im Detail
Siemens Energy: Der Energiemaschinenbauer Nummer eins
Siemens Energy führt die Rangliste der größten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit 34,47 Milliarden Euro Umsatz an. Das 2020 von Siemens abgetrennte Unternehmen konzentriert sich ganz auf die Energiewende. Es liefert Gasturbinen, Windkraftkomponenten und Wasserstofflösungen in über 90 Länder.
Wo andere Maschinenbaukonzerne unter rückläufigen Auftragseingängen leiden, legte Siemens Energy 2024 um knapp 11 Prozent zu. Besonders das US-Geschäft mit Großturbinen und Netztechnik erwies sich als Wachstumsmotor. Für Fachkräfte bietet der Konzern eine breite Palette von Ingenieursstellen in der Forschung, Projektabwicklung und im internationalen Service.
Siemens: Der Automatisierungsriese mit globaler Reichweite
Der Maschinen- und Anlagenbau-relevante Bereich des Siemens-Konzerns erwirtschaftete 18,54 Milliarden Euro. Der Umsatz stammt vor allem aus Automatisierungs- und Antriebstechnik. Dieses Geschäftsfeld profitiert von tiefem Domänenwissen in der Fertigungsindustrie.
Siemens war ein Pionier der Industrie 4.0 und treibt heute KI-gestützte Produktionsoptimierung voran. Das Minus von über einem Viertel gegenüber dem Vorjahr geht teils auf den Verkauf von Geschäftsbereichen zurück, nicht allein auf Marktschwäche. Beschaffungsexperten finden bei Siemens ein breitgefächertes Portfolio von Frequenzumrichtern bis zu Leitsystemen.
KION Group: Der Logistik-Weltmarktführer aus Frankfurt
Die KION Group erzielte 2024 einen Umsatz von 11,50 Milliarden Euro und beschäftigt rund 41.000 Mitarbeiter. Mit Marken wie Linde Material Handling, Still und Dematic deckt KION das gesamte Spektrum der Intralogistik ab — vom klassischen Gabelstapler bis zur vollautomatisierten Lagerlösung. Die Übernahme des Automatisierungsspezialisten Dematic im Jahr 2016 katapultierte KION an die Spitze des wachsenden Marktes für E-Commerce-Logistik.
Trotz konjunkturellen Gegenwinds blieb der Umsatz stabil. Nachfrage aus Europa und Asien glich sich gegenseitig aus. Für Vertriebsprofis bietet der Konzern ein internationales Karriereumfeld mit echter Weltmarktpräsenz.
Nordex: Der Treiber der Windkraft mit Rückenwind
Nordex aus Rostock steigerte seinen Umsatz 2024 um 12,5 Prozent auf 7,30 Milliarden Euro. Als einer der wenigen europäischen Windkraftanlagenhersteller mit globaler Aufstellung behauptet sich Nordex gegen starke chinesische Wettbewerber. Neue Großaufträge aus den USA und Indien kompensierten schwächere Geschäfte in Europa.
Das Unternehmen fertigt und wartet Anlagen der 4- bis 6-Megawatt-Klasse und investiert in Recyclingverfahren für Rotorblätter. Für Jobsuchende im Projektmanagement und Service bietet Nordex verlässliche Karrierewege, die unmittelbar zur Energiewende beitragen.
Exyte: Der heimliche Gigant im Hightech-Anlagenbau
Exyte erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Damit zählt das Unternehmen zu den bedeutendsten, aber zugleich am wenigsten bekannten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen. Der Stuttgarter Spezialist plant und baut Produktionsanlagen für Halbleiterfabriken, Batterie-Gigafactories und biopharmazeutische Betriebe.
Chipfertigung wird geopolitisch aufgewertet. Exyte profitiert massiv von Investitionsprogrammen in Asien, den USA und Europa. Als GmbH in Privatbesitz veröffentlicht Exyte seine Zahlen nur verzögert. Das schränkt den Einblick in die exakte aktuelle Geschäftslage ein, mindert jedoch die strategische Bedeutung des Unternehmens nicht.
Zeiss: Der Präzisionsmeister in Optik und Halbleitertechnik
Die Zeiss-Sparte Semiconductor Manufacturing Technology und Industrial Quality & Research erreichte 2024 einen Umsatz von 6,49 Milliarden Euro. Zeiss liefert optische Schlüsselkomponenten für die Lithografiesysteme zur Chipfertigung und nimmt damit eine Gatekeeper-Position ein. Diese können kaum andere Unternehmen der Branche für sich beanspruchen.
Die Carl-Zeiss-Stiftung als Eigentümerin erlaubt langfristige Forschungsorientierung. Sie investiert in mehrjährige Technologiezyklen, die vielen kurzfristig getriebenen Aktiengesellschaften verwehrt bleiben. Marktforscher und Technologiestrategen sehen Zeiss deshalb oft als Frühindikator für die Halbleiterkonjunktur.
Bosch (Industrial Technology): Das industrielle Rückgrat aus dem Südwesten
Der Bereich Industrial Technology der Bosch-Gruppe kam 2024 auf einen Umsatz von 6,45 Milliarden Euro. Das deutliche Minus spiegelt die Investitionszurückhaltung vieler Kunden wider. Bosch Rexroth und Bosch Manufacturing Solutions liefern Antriebstechnik, Steuerungen und Montageanlagen für nahezu alle Industriezweige.
Anders als reine Maschinenbauunternehmen ist Bosch tief in die eigene Fertigung integriert. Das beschleunigt die Entwicklung von Connected-Industry-Lösungen. Einkäufer profitieren von konsistentem Qualitätsmanagement und weltweit verfügbaren Servicestrukturen, besonders bei komplexen Retrofit-Projekten.
GEA Group: Der Prozesstechniker mit Fokus auf Lebensmittel und Pharma
Die GEA Group mit Sitz in Düsseldorf setzte 2024 knapp 5,42 Milliarden Euro um, primär mit Prozesstechnik für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Kerngeschäft sind Melktechnik, Separatoren, Dekanter und Pumpen für sensible pharmazeutische Prozesse. Der geringe Umsatzanstieg von einem Prozent täuscht über die stabile Position in wenig konjunkturanfälligen Endmärkten hinweg.
Wer als Lieferant oder Partner mit GEA kooperieren möchte, profitiert von langfristigen Wartungs- und Modernisierungsverträgen. Diese resultieren aus den hohen Anlageninvestitionen der Kunden.
Jungheinrich: Der agile Lagertechniker mit hoher Mitarbeiterbindung
Jungheinrich erzielte 2024 einen Umsatz von 5,39 Milliarden Euro, nahezu identisch zum Vorjahr. Der Intralogistikspezialist aus Hamburg setzt konsequent auf automatische Lagersysteme, Flurförderzeuge und Energielösungen mit Lithium-Ionen-Technologie. Das Unternehmen erreichte 2025 erneut eine Spitzenposition unter den besten Maschinenbauarbeitgebern.
Das verdankt Jungheinrich überdurchschnittlichen Sozialleistungen und systematischer Personalentwicklung. Jobsuchende schätzen die Kombination aus mittelständischer Kultur und globaler Vernetzung. Sie ermöglicht viel Eigenverantwortung und bietet gleichzeitig Auslandseinsätze.
Krones: Der Flaschenabfüll-Spezialist mit langem Atem
Krones erzielte 2024 einen Rekordumsatz von 5,29 Milliarden Euro, ein Wachstum von über zwölf Prozent. Der Getränke- und Verpackungsanlagenbauer aus der Oberpfalz liefert Anlagen zur Abfüllung, Etikettierung und Verpackung. Diese sind in fast jeder großen Brauerei und Mineralbrunnenabfüllung weltweit zu finden.
Krones gilt als einer der zuverlässigsten Konzerne für nachhaltige Verpackungslösungen. Der Trend zu Mehrwegflaschen treibt die Nachfrage nach modernen Reinigungs- und Abfüllanlagen an. Einkäufer aus der Getränkeindustrie treffen bei Krones auf eine durchgängige Wertschöpfungskette von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
Branchentrends und Marktentwicklung
Regionalisierung und „local for local“ als Antwort auf Handelskonflikte
Die Zollpolitik und die Spannungen mit China zwingen viele Maschinenbauunternehmen, ihre Fertigungsstandorte neu zu verteilen. Statt globaler Lieferketten setzen Konzerne wie Nordex oder die KION Group vermehrt auf Produktion vor Ort. Das erhöht die Investitionskosten. Es reduziert jedoch Abhängigkeiten von einzelnen Beschaffungsmärkten und verbessert die Lieferfähigkeit in regionalen Krisen.
Künstliche Intelligenz zieht in die Produktion ein
Predictive Maintenance, KI-gestützte Qualitätskontrolle und generative Engineering-Modelle prägen die Weiterentwicklung des klassischen Maschinenbaus. Siemens investiert hohe Beträge in Industrial AI und bietet seinen Kunden bereits selbstlernende Steuerungssysteme an. Auch mittelständische Unternehmen wie Krones nutzen KI. Sie optimieren damit die Effizienz in der Abfülltechnik und sagen Flaschenbruch vorher.
Fachkräftemangel als Standortrisiko und Innovationsbremse
Die Zahl der Maschinenbaustudierenden in Deutschland sinkt seit Jahren. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Ingenieure in den Ruhestand. Betriebe in ländlichen Regionen wie dem Standort Oberkochen von Zeiss begegnen dem Problem mit gezielten Hochschulkooperationen und attraktiven Zusatzleistungen. Jungheinrich punktet mit einer hohen Weiterempfehlungsrate unter den Mitarbeitern und zieht dadurch auch Quereinsteiger an.
Verteidigungsindustrie als neuer Wachstumszweig
Die veränderte sicherheitspolitische Lage eröffnet etablierten Maschinenbaukonzernen ein neues Geschäftsfeld. Mehrere Unternehmen aus dem Umfeld der Top 20 prüfen oder bauen ihre Rüstungsaktivitäten aus, darunter auch Konzerne, die bislang im zivilen Anlagenbau tätig waren. Die Skalierung bleibt jedoch begrenzt. Die Verteidigungssparte allein kann die konjunkturellen Einbußen in der Automatisierungsbranche nicht kompensieren.
Halbleiter und Batterieproduktion als stabile Investitionsanker
Die enormen Kapazitätsausbauten in der Chip- und Batteriefertigung treiben die Nachfrage nach spezialisierten Produktionsanlagen stark an. Exyte und Zeiss sind direkte Profiteure dieses Megatrends. Er garantiert selbst in konjunkturellen Abschwungphasen hohe Auftragsbestände. Die geopolitische Bedeutung dieser Technologien sorgt zudem für langfristige Investitionssicherheit auf mehreren Kontinenten.
Auswahlkriterien: So bewerten Sie Unternehmen
Die Wahl eines Maschinen- und Anlagenbauunternehmens als Arbeitgeber, Geschäftspartner oder Lieferant sollte sich an harten Kriterien orientieren. Finanzielle Stabilität lässt sich an der Umsatzentwicklung der letzten drei Jahre ablesen. Während Siemens Energy und Nordex hohe Wachstumsraten vorweisen, melden Bosch Industrial Technology und Siemens Rückgänge. Diese gehen oft auf Portfoliobereinigungen zurück, nicht auf operative Schwäche.
Die Marktposition in der jeweiligen Nische entscheidet über die langfristige Sicherheit. Unternehmen wie Exyte oder Krones halten in ihren Spezialbereichen Weltmarktanteile von über 30 Prozent. Deshalb sind sie widerstandsfähiger gegen Preisdruck. B2B-Einkäufer sollten prüfen, wie stark ein Unternehmen von einzelnen Abnehmerländern abhängt. Eine zu hohe China-Exponierung birgt bei geopolitischen Verwerfungen erhebliche Risiken. Firmen mit breit gestreuten Auslandsmärkten wie KION oder GEA sind dagegen stabiler aufgestellt.
Jobsuchende im Maschinenbau sollten Arbeitgeber mit durchgängig guten Bewertungen auf unabhängigen Portalen bevorzugen. Jungheinrich und Krones schneiden hier konstant überdurchschnittlich ab. Bei rein projektgetriebenen Unternehmen kann die Arbeitsbelastung in Spitzenzeiten höher ausfallen. Vertriebsprofis bevorzugen idealerweise Unternehmen mit Exportquoten über 75 Prozent. Internationale Vertriebserfahrung beschleunigt in dieser Branche Karrieren und steigert das Einkommenspotenzial.
Welches Unternehmen passt zu Ihnen?
Jobsuchende mit Interesse an Zukunftstechnologien finden bei Siemens Energy und Nordex konkrete Aufgaben. Diese tragen direkt zur Energiewende bei. Beide Konzerne bieten strukturierte Traineeprogramme und internationale Projekteinsätze. Siemens Energy fokussiert auf Großanlagenbau, Nordex auf durchgetaktete Windparkprojekte. Wer eine solide mittelständische Karriere sucht, sollte sich Jungheinrich oder Krones genauer ansehen. Beide punkten nachweislich mit hoher Mitarbeiterbindung und transparenten Gehaltsmodellen.
B2B-Einkäufer und Beschaffungsmanager agieren in einem Markt mit wenigen globalen Alternativen. Automatisierungskomponenten lassen sich langfristig durch den Vergleich von Siemens und Bosch Industrial Technology sichern. Mit gezielten Rahmenverträgen lässt sich Preisstabilität erreichen. Bei Spezialanlagen für die Halbleiter- oder Pharmaproduktion führt der Weg fast zwangsläufig zu Exyte und Zeiss. Diese haben in ihren Nischen kaum ernsthafte Wettbewerber. Marktforscher gewinnen ein realistisches Bild der Branchenkonjunktur, wenn sie die Auftragseingänge der Top 10 parallel verfolgen. Diese Unternehmen gelten als Frühindikatoren für die gesamte Investitionsgüterindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Maschinenbauunternehmen gibt es in Deutschland?
Je nach Zählweise existieren zwischen 6.700 und über 9.000 Maschinen- und Anlagenbaubetriebe. Die engere VDMA-Statistik erfasst rund 6.700 Unternehmen, während Wirtschaftsdatenbanken auf 9.172 Firmen kommen. Die große Bandbreite erklärt sich durch die vielen kleinen und mittleren Betriebe, die nicht alle verbandlich organisiert sind.
Welches ist das umsatzstärkste Maschinenbauunternehmen in Deutschland?
Siemens Energy liegt mit 34,47 Milliarden Euro Jahresumsatz 2024 an der Spitze, noch vor dem Automatisierungsbereich von Siemens mit 18,54 Milliarden Euro und der KION Group mit 11,50 Milliarden Euro. Diese drei Konzerne repräsentieren gemeinsam rund ein Viertel des gesamten Branchenumsatzes.
Wo sind die meisten Maschinenbauunternehmen ansässig?
Die stärkste regionale Konzentration findet sich in Baden-Württemberg und Bayern. Beide Bundesländer stellen zusammen mehr als eine halbe Million Beschäftigte. Auch Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutender Standort, vor allem für die Prozesstechnik. Einzelne Schlüsselunternehmen sitzen in Hamburg, Frankfurt, Rostock und Berlin.
Welche Branchensegmente dominieren den deutschen Maschinenbau?
Nach Umsatz und Beschäftigten sind die drei größten Teilbranchen Werkzeugmaschinen (22,9 Mrd. €), Fördermittel wie Intralogistik (21,46 Mrd. €) und Antriebstechnik (21 Mrd. €). Wachstumsdynamik entwickelt sich jedoch zunehmend in der Energietechnik und in Anlagen für die Halbleiterfertigung.
Wie stark ist der deutsche Maschinenbau vom Export abhängig?
Die Exportquote liegt kontinuierlich über 75 Prozent. Der Exportwert 2023 betrug 207 Milliarden Euro, wobei die USA, China und Frankreich die drei wichtigsten Einzelmärkte darstellen. Diese hohe Auslandsabhängigkeit macht die Branche anfällig für Zölle und Handelskonflikte, ist aber zugleich Garant für Weltmarktpräsenz.
Welches Unternehmen wächst im Maschinenbau derzeit am stärksten?
Die SMS Group erreichte 2024 ein Umsatzplus von 17,5 Prozent und stieg damit in die Top 20 auf. Auch Nordex wuchs um 12,5 Prozent und Krones um über zwölf Prozent, während viele klassische Maschinenbauunternehmen Rückgänge verzeichneten. Die stärksten Impulse kommen derzeit aus grüner Technologie und der Halbleiterindustrie.
Methodik
Dieser Beitrag analysiert die größten Maschinenbau Unternehmen in Deutschland anhand öffentlich verfügbarer Geschäftszahlen der Jahre 2023 und 2024. Basis sind Verbandsdaten des VDMA, Handelsregisterangaben, Geschäftsberichte der Konzerne und Branchenanalysen. Die Rangfolge ergibt sich aus dem Jahresumsatz im Maschinen- und Anlagenbau. Bei Mischkonzernen berücksichtigen wir nur den für diese Branche relevanten Geschäftsbereich. Die Top-10-Auswahl orientiert sich an der aktuellsten verfügbaren Branchenübersicht. Diese Methodik stellt sicher, dass ein realistisches Bild der bedeutendsten Akteure entsteht.





