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Die 15 größten Pharmaunternehmen in Berlin 2026

Von Sebastian Müller, Branchenexperte

Berlin zählt zu den traditionsreichsten Pharmastandorten Deutschlands. Bayers Werksgelände in Wedding reicht bis 1864 zurück. Die Chemische Fabrik Kahlbaum gründete 1890 in Adlershof das heutige Berli

Die 15 größten Pharmaunternehmen in Berlin: Ranking, Profile und Marktanalyse (2026)
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Wichtige Fakten

  • Rund 35 Arzneimittelhersteller sind in der Hauptstadtregion ansässig, von globalen Konzernen wie Bayer und Pfizer bis zu inhabergeführten Betrieben wie DR. KADE.
  • Die Bruttowertschöpfung der Berliner Gesundheitswirtschaft stieg von 12,4 Mrd. EUR (2010) auf 20,1 Mrd. EUR (2019).
  • Berlin erwirtschaftet etwa 16 % des deutschen Pharmaumsatzes und liegt damit hinter Hessen und Baden-Württemberg auf Platz drei.
  • Rund 13.000 Beschäftigte arbeiten in der pharmazeutischen Industrie der Region Berlin-Brandenburg.
  • Berlin-Chemie AG erzielte 2023 Erlöse von 1,469 Mrd. EUR und ist damit der umsatzstärkste Arzneimittelhersteller mit Berliner Zentrale.
  • Takeda baut Berlin ab 2025 zur neuen Deutschlandzentrale aus, Pfizer bezog 2024 ein neues Quartier in Berlin-Mitte.

Pharmaunternehmen in Berlin: Markt im Überblick

Berlin zählt zu den traditionsreichsten Pharmastandorten Deutschlands. Bayers Werksgelände in Wedding reicht bis 1864 zurück. Die Chemische Fabrik Kahlbaum gründete 1890 in Adlershof das heutige Berlin-Chemie-Werk. Nach der Wiedervereinigung und der Privatisierung ehemaliger DDR-Betriebe etablierte sich die Stadt als Drehscheibe für nationale und internationale Arzneimittelhersteller.

Heute vereint die Hauptstadtregion acht Global Player mit über 20 mittelständischen Firmen. Bayer betreibt in Wedding die globale Konzernzentrale seiner Division Pharmaceuticals mit rund 5.000 Beschäftigten. Pfizer, Sanofi und Takeda siedeln ihre Deutschlandzentralen ebenfalls in Berlin an oder planen dies. Die Nähe zu 151 Kliniken, zur Charité und zu politischen Entscheidungsträgern macht den Standort besonders attraktiv für klinische Studien.

Die Bezirke Mitte und Tiergarten konzentrieren die meisten Niederlassungen, gefolgt von Charlottenburg und Adlershof. Berlins zentrale Lage in Europa erleichtert den Zugang zu west-, zentral- und osteuropäischen Märkten. Berlin-Chemie etwa beliefert von Adlershof aus über 90 Länder, mit besonderem Fokus auf Mittel- und Osteuropa.

Vergleichstabelle der führenden Arzneimittelhersteller

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Pharmakonzerne und Mittelständler am Standort Berlin, sortiert nach verfügbaren Umsatzdaten und Belegschaft. Konkrete Umsatzzahlen liegen nur für Berlin-Chemie vor, weshalb die Spalte bei den meisten Firmen entfällt.

Unternehmen Umsatz Mitarbeiterzahl Branche Firmensitz Rechtsform
Bayer AG (Div. Pharmaceuticals) ca. 5.000 (Berlin) Onkologie, Radiologie, Augenheilkunde Berlin-Wedding AG
Berlin-Chemie AG (Menarini) 1,469 Mrd. EUR (2023) 5.000 (davon 1.500 Berlin-Brandenburg) Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Onkologie Berlin-Adlershof AG
Pfizer Pharma GmbH ca. 3.000 (Deutschland) Onkologie, Impfstoffe, seltene Erkrankungen Berlin-Mitte GmbH
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ca. 7.000 (Deutschland) Onkologie, Immunologie, Neurologie Berlin-Tiergarten GmbH
Takeda GmbH Seltene Erkrankungen, Gastroenterologie Berlin (ab 2025) GmbH
Aristo Pharma GmbH über 1.500 Generika, Phytopharmaka Berlin-Wittenau GmbH
DR. KADE GmbH ca. 300 Gynäkologie, Proktologie Berlin-Marienfelde GmbH
ELPEN Pharma GmbH ca. 1.000 (gesamt) Kardiologie, Neurologie Berlin GmbH
Esteve Pharmaceuticals GmbH Onkologie, Schmerzmedizin Berlin GmbH
Advance Pharma (Aristo-Gruppe) ca. 190 CDMO, Generika-Produktion Berlin-Nordwest

Bayer dominiert den Standort als größter privater Arbeitgeber im Pharmabereich. Berlin-Chemie ist die einzige Firma mit öffentlich verfügbarem Jahresumsatz und belegt Platz 20 der größten deutschen Arzneimittelhersteller.

Top-Empfehlungen nach Kategorie

  • Größter Arbeitgeber am Standort: Bayer AG, mit rund 5.000 Angestellten auf dem 190.000 m² großen Werksgelände in Wedding
  • Umsatzstärkstes Unternehmen: Berlin-Chemie AG (Menarini), 1,469 Mrd. EUR Jahresumsatz (2023), aktiv in über 90 Ländern
  • Innovationsführer: Pfizer Pharma GmbH, Entwickler des COVID-19-Impfstoffs mit BioNTech, Übernahme des Krebsspezialisten Seagen für 43 Mrd. USD
  • Hidden Champion: DR. KADE, seit 1886 in Berlin ansässiges Familienunternehmen, Marktführer bei Vaginalmykosen und Hämorrhoiden in Deutschland
  • Stärkstes Wachstum: Takeda GmbH, baut Berlin ab 2025 zur Deutschlandzentrale aus und investiert in den Standort
  • Produktionsleader: Advance Pharma (Aristo-Gruppe), fertigt mit 190 Beschäftigten über 1,5 Mrd. Tabletten pro Jahr
  • Internationaler Spezialist: Sanofi-Aventis, französischer Großkonzern mit rund 100.000 Beschäftigten weltweit und Berliner Niederlassung für Forschung und Vertrieb

Die Top-15 Arzneimittelhersteller im Profil

Bayer AG (Division Pharmaceuticals)

Bayer beschäftigt rund 5.000 Menschen auf einem 190.000 m² großen Werksgelände in Berlin-Wedding und ist damit der größte pharmazeutische Arbeitgeber der Hauptstadt. Die Berliner Aktivitäten konzentrieren sich auf Onkologie, Radiologie und Augenheilkunde. Im Supply Center stellt der Konzern Produkte für diese Therapiegebiete her, füllt sie ab und verpackt sie.

Bekannte Marken wie Aspirin, Bepanthen und Iberogast stammen aus dem Portfolio. Für Jobsuchende bietet der Standort eine hohe Berufsvielfalt, von pharmazeutischer Entwicklung bis zu internationalem Marketing. Das Werksgelände reicht historisch bis 1864 zurück.

Berlin-Chemie AG (Menarini-Gruppe)

Mit 1,469 Mrd. EUR Jahresumsatz (2023) ist Berlin-Chemie die umsatzstärkste Firma mit Berliner Zentrale. Die Gesellschaft beschäftigt 5.000 Mitarbeitende, davon rund 1.500 in der Region Berlin-Brandenburg. Seit 1992 gehört sie zur italienischen Menarini-Gruppe und belegt Platz 20 der größten deutschen Arzneimittelhersteller.

Therapeutische Schwerpunkte liegen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechsel und Antidiabetika. Seit 2023 erweitert Berlin-Chemie ihr Portfolio um ästhetische Medizin mit der Marke RELIFE/Definisse. Die Betriebsstätten in Adlershof, Britz und Großbeeren bilden das operative Rückgrat. Eine geschützte Betriebsabteilung für Menschen mit Behinderung besteht seit 1978.

Pfizer Pharma GmbH

Als einer der weltweit größten Arzneimittelkonzerne betreibt Pfizer seine Deutschlandzentrale in Berlin. 2024 zog die Firma vom Potsdamer Platz in das neue Stadtquartier „Am Tacheles" in Berlin-Mitte. In Deutschland beschäftigt der US-Konzern rund 3.000 Mitarbeitende, weltweit etwa 79.000.

Das Portfolio umfasst circa 130 Arzneimittel mit Schwerpunkten auf Onkologie, seltene Erkrankungen und Impfstoffe. Die Übernahme des Krebsspezialisten Seagen für 43 Mrd. USD stärkt die Onkologie-Pipeline erheblich. Pfizer kooperiert mit BioNTech an mRNA-basierten Influenza-Impfstoffen. Für B2B-Einkäufer ist der Konzern als Anbieter eines breiten Arzneimittelportfolios relevant.

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Der französische Konzern unterhält in Berlin-Tiergarten eine Niederlassung für Forschung und Vertrieb. Weltweit beschäftigt Sanofi rund 100.000 Mitarbeitende, davon circa 7.000 in Deutschland. Die Therapiegebiete umfassen Onkologie, Immunologie, Neurowissenschaften und seltene Krankheiten.

Anders als die forschungsintensiven US-Konkurrenten setzt Sanofi stark auf Immunologie und entzündliche Erkrankungen. Der Firmensitz in Berlin profitiert von der Nähe zu politischen Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen.

Takeda GmbH

Der japanische Konzern mit über 240 Jahren Geschichte stärkt Berlin ab 2025 als künftige Deutschlandzentrale. Takeda ist seit 1961 in Deutschland aktiv und fokussiert sich auf seltene Erkrankungen, Gastroenterologie, Neurologie und Impfstoffe. Neben klassischen Arzneimitteln entwickelt die Firma plasmabasierte Therapien und digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA).

Der Produktionsstandort Oranienburg in Brandenburg ergänzt die Berliner Präsenz. Für Vertriebsprofis bietet Takedas Expansion neue Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Biopharma.

Aristo Pharma GmbH

Als einer der wenigen deutschen Arzneimittelhersteller mit nahezu vollständiger Eigenproduktion beschäftigt Aristo Pharma über 1.500 Mitarbeitende an fünf Produktionsstandorten, einem Logistikzentrum und zwölf Vertriebsstandorten. Die Gründung erfolgte 2008 in Berlin-Wittenau. Das Portfolio umfasst Generika, pflanzliche Arzneimittel und Kindermedizin.

Über die Tochtergesellschaften Advance Pharma und Steiner Arzneimittel deckt Aristo auch Lohnherstellung und Spezialantibiotika ab.

DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH

Marktführer in Deutschland bei Vaginalmykosen und Hämorrhoiden: DR. KADE gehört als Familienunternehmen seit 1886 zu den traditionsreichsten Betrieben der Berliner Pharmabranche. Am Standort Marienfelde arbeiten rund 300 Beschäftigte an Entwicklung, Produktion und Vertrieb.

2017 übernahm DR. KADE mehrere Marken von Hexal und erweiterte so ihr Produktportfolio. Die Präsenz in über 25 Ländern und das Lizenzgeschäft machen die Firma zu einem relevanten Partner für B2B-Einkäufer.

ELPEN Pharma GmbH

Das griechische Familienunternehmen konzentriert sich auf hochwertige Markengenerika zu erschwinglichen Preisen und ist seit 2012 in Berlin vertreten. Insgesamt beschäftigt ELPEN rund 1.000 Mitarbeitende. Die Forschungsgebiete Kardiologie, Infektiologie, Neurologie, Gastroenterologie und Pneumologie decken ein breites therapeutisches Spektrum ab.

Für Einkäufer im Klinikbereich bietet ELPEN eine kosteneffiziente Alternative zu Originalpräparaten.

Esteve Pharmaceuticals GmbH

Sechs Therapiegebiete auf einen Blick: Esteve fokussiert sich auf rezeptpflichtige Arzneimittel in Onkologie, Schmerzmedizin, Infektiologie, Ophthalmologie, Neurologie und Dermatologie. Bis 2021 firmierte die Berliner GmbH als Riemser Pharma, seit der Übernahme durch den spanischen Mutterkonzern (Gründungsjahr 1929) trägt sie den neuen Namen.

Diese breite Aufstellung unterscheidet Esteve von den spezialisierten Mittelständlern am Standort.

Advance Pharma (Aristo Pharma Gruppe)

Als größter Produktionsstandort der Aristo-Gruppe fertigen rund 190 Beschäftigte im Nordwesten Berlins über 1,5 Mrd. Tabletten pro Jahr. Das Portfolio umfasst Protonpumpenhemmer, Cholesterinsenker, Antidepressiva und Phytopharmaka.

Advance Pharma arbeitet aktuell an der Einführung eines Advanced-Planning-Schedule-Systems zur Optimierung der Fertigungsleistung. Für CDMO-Kunden bietet der Betrieb Lohnherstellung von mittleren bis großen Chargen.

Steiner Arzneimittel (Aristo Pharma Gruppe)

Steiner ist einer der wenigen Hersteller cephalosporinhaltiger Antibiotika in Europa. Der Standort Berlin-Lichterfelde verfügt über fast 7.000 m² Produktionsfläche für Entwicklung, Herstellung und Verpackung. Die Spezialisierung auf Cephalosporine erfordert separate GMP-zertifizierte Anlagen, da diese Wirkstoffe nicht gemeinsam mit anderen Medikamenten produziert werden dürfen.

Steiner existiert seit 1945 und ergänzt das Aristo-Netzwerk um eine kritische Nischenkompetenz.

Bausch + Lomb GmbH

Der auf Augenheilkunde spezialisierte Konzern unterhält einen Standort in Berlin-Spandau. Bausch + Lomb zählt zu den Global Playern am Berliner Pharmamarkt und ergänzt die lokale Branche um ophthalmologische Produkte. Die Spandauer Niederlassung profitiert von der Nähe zu Bayers Augenheilkunde-Aktivitäten in Wedding.

Med Pharma Service GmbH

Schmerzmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte bilden das Kerngeschäft von Med Pharma Service. Das 1998 gegründete Unternehmen blickt auf eine hundertjährige Tradition zweier Apotheker zurück. 2017 erwarb die Firma das Produktportfolio der TRUW Arzneimittel GmbH und baute so ihre Marktposition aus.

KBI Pharmaceuticals GmbH & Co. KG

Auf pulverförmige Produkte und Granulate spezialisiert, deckt KBI einen Nischenbedarf am Berliner Pharmastandort ab. Die 1989 in Berlin gegründete Gesellschaft übernimmt Mischen, Abfüllen, Verpacken und Lagern von Arzneimitteln sowie Nahrungsergänzungsmitteln. Alle Produkte entsprechen WHO-Vorgaben. Die Rechtsform als GmbH & Co. KG ist typisch für kleine und mittlere Betriebe der Berliner Pharmabranche.

Heyl Chemisch-pharmazeutische Fabrik GmbH & Co. KG

Heyl gehört als inhabergeführter Betrieb in Berlin-Lichterfelde zu den etablierten pharmazeutischen Fabrikbetrieben der Hauptstadt. Die Firma reiht sich in die Gruppe der Berliner Traditions-Pharmahersteller ein.

Branchentrends und Marktentwicklung

Onkologie als dominierendes Forschungsfeld

Bayer, Pfizer, Sanofi und Berlin-Chemie forschen allesamt im Sektor Onkologie. Pfizers Seagen-Übernahme für 43 Mrd. USD unterstreicht den globalen Trend zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten. Berlin-Chemie sicherte sich bereits 2015 eine Antikrebsmittel-Lizenz vom japanischen Konzern Chugai. Für Marktforscher ist Onkologie das investitionsintensivste Segment am Standort.

Generika und Biosimilars gewinnen Marktanteile

Aristo Pharma und ELPEN Pharma setzen auf kostengünstige Nachahmerpräparate. Advance Pharma produziert jährlich über 1,5 Mrd. Tabletten, vor allem Generika. Die Versorgungssicherheit bei Arzneimitteln steht politisch im Fokus, was Hersteller mit deutscher Eigenproduktion begünstigt. Konkret profitieren Firmen wie Aristo von der Debatte um Lieferketten-Resilienz.

Pharma 4.0 und Digitalstrategie

Advance Pharma implementiert ein Advanced-Planning-Schedule-System zur Optimierung der Fertigungsleistung. Pfizer investierte über 300 Mio. EUR in eine High-Containment-Fabrik nach Pharma-4.0-Maßstäben am Standort Freiburg. Takeda entwickelt digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die über das Berliner Gesundheitssystem verschrieben werden können.

Nachhaltigkeit und Klimaziele

Pfizer strebt Klimaneutralität bis 2040 an. Bayer will seinen CO₂-Fußabdruck systematisch reduzieren. DR. KADE integriert nachhaltige Maßnahmen in die Firmenpolitik. Berlin-Chemie betreibt seit 1978 eine geschützte Betriebsabteilung für Inklusion. Dennoch fehlen verbindliche branchenweite Standards für den Pharmastandort Berlin.

Standortkonsolidierung und neue Zentralen

Takeda verlegt seine Deutschlandzentrale bis 2025 nach Berlin. Pfizer bezog 2024 das Stadtquartier „Am Tacheles" in Mitte. Beide Entscheidungen bestätigen Berlins Attraktivität für pharmazeutische Konzernzentralen, besonders durch die Nähe zur Gesundheitspolitik des Bundes.

Auswahlkriterien: So bewerten Sie Arzneimittelhersteller der Hauptstadt

Die Bewertung hängt stark vom jeweiligen Nutzungszweck ab. Jobsuchende sollten Belegschaftsgröße und Arbeitgeberattraktivität priorisieren. Bayer mit 5.000 Beschäftigten und Pfizer mit strukturierten Karriereprogrammen bieten breite Einstiegsmöglichkeiten. Mittelständler wie DR. KADE oder Aristo Pharma ermöglichen dagegen flachere Hierarchien und breitere Verantwortungsbereiche.

B2B-Einkäufer achten besonders auf GMP-Zertifizierung, Fertigungsleistung und Lieferfähigkeit. Advance Pharma mit über 1,5 Mrd. Tabletten Jahresproduktion und Steiner Arzneimittel als europäischer Cephalosporin-Spezialist bedienen spezifische Lohnherstellungs-Bedarfe. DR. KADE bietet Lizenzgeschäfte für internationale Partner an.

Vertriebsprofis sollten die therapeutische Breite und Marktposition bewerten. Berlin-Chemie mit Präsenz in über 90 Ländern und Pfizer mit 130 Arzneimitteln bieten die größten Vertriebsnetzwerke. Gleichzeitig lohnt die Prüfung der vfa-Mitgliedschaft als Qualitätsindikator für forschende Konzerne. Handelsregister und Bundesanzeiger liefern belastbare Finanzdaten zur eigenen Bewertung.

Welches Unternehmen passt zu Ihnen?

Jobsuchende im Pharmabereich finden bei Bayer und Pfizer strukturierte Einstiegsprogramme mit internationalen Karrierepfaden. Beide Großkonzerne bieten Positionen in Forschung, Produktion, Marketing und Regulatory Affairs. Wer kürzere Entscheidungswege und mehr Gestaltungsfreiheit bevorzugt, ist bei Aristo Pharma oder DR. KADE besser aufgehoben.

Einkäufer mit Bedarf an Lohnherstellung sollten Advance Pharma (Tabletten und Kapseln in Großserie) oder Steiner Arzneimittel (Cephalosporine) kontaktieren. Für Lizenzpartnerschaften im In- und Ausland bietet DR. KADE etablierte Strukturen mit Präsenz in über 25 Ländern. KBI Pharmaceuticals deckt den Nischenbedarf an pulverförmigen Produkten und Granulaten ab.

Marktforscher und Vertriebsprofis profitieren von Berlins Rolle als drittgrößtem Pharmastandort Deutschlands. Berlin-Chemie mit 1,469 Mrd. EUR Erlösen setzt den Benchmark für mittelständische Arzneimittelhersteller. Takedas Entscheidung für Berlin als Deutschlandzentrale signalisiert weiteres Wachstumspotenzial für den gesamten Wirtschaftszweig.

Häufig gestellte Fragen

Welche Pharmakonzerne gibt es in Berlin?

Berlin beherbergt acht Global Player: Bayer (Pharma-Weltzentrale), Pfizer (Deutschlandzentrale), Sanofi, Takeda (künftige Deutschlandzentrale), Bausch + Lomb, Daiichi Sankyo, B. Braun Melsungen und Klosterfrau. Ergänzt werden diese durch über 20 mittelständische Betriebe wie Berlin-Chemie, Aristo Pharma und DR. KADE. Insgesamt sind rund 35 Arzneimittelhersteller in der Region aktiv.

Welches ist die umsatzstärkste Pharmafirma der Hauptstadt?

Berlin-Chemie AG (Menarini-Gruppe) erzielte 2023 Erlöse von 1,469 Mrd. EUR und belegt Platz 20 der größten deutschen Arzneimittelhersteller. Für die Berliner Standorte globaler Konzerne wie Bayer oder Pfizer veröffentlichen die Muttergesellschaften keine standortspezifischen Umsatzzahlen. Bayer ist gemessen an der Belegschaft (ca. 5.000 in Berlin) der größte pharmazeutische Arbeitgeber der Stadt.

Wo befinden sich die meisten Pharmastandorte in der Hauptstadt?

Die Bezirke Mitte und Tiergarten konzentrieren rund acht Niederlassungen, darunter Pfizer, Sanofi und Takeda. Charlottenburg beherbergt drei Firmen, Adlershof zwei (Berlin-Chemie, A. Menarini Diagnostics). Weitere Cluster finden sich in Spandau (Bausch + Lomb), Wittenau (Aristo Pharma), Marienfelde (DR. KADE) und Lichterfelde (Heyl, Steiner Arzneimittel).

Wie bewertet man Arzneimittelhersteller in diesem Markt?

Zentrale Kriterien sind Umsatz, Beschäftigtenzahl, therapeutische Breite, GMP-Zertifizierung und Eigenproduktion in Deutschland. Die vfa-Mitgliedschaft kennzeichnet forschende Firmen. Die Rechtsform (AG vs. GmbH vs. inhabergeführt) gibt Aufschluss über die Eigentumsstruktur. Handelsregister und Bundesanzeiger liefern verifizierbare Finanzdaten.

Welche Therapiegebiete dominieren am Standort Berlin?

Onkologie ist das am breitesten vertretene Forschungsfeld: Bayer, Pfizer, Sanofi, Berlin-Chemie und Esteve Pharmaceuticals arbeiten in diesem Bereich. Weitere Schwerpunkte sind Kardiologie und Stoffwechselerkrankungen (Berlin-Chemie), seltene Erkrankungen (Pfizer, Takeda), Immunologie (Sanofi) und Generika (Aristo Pharma, ELPEN Pharma).

Welche Karrieremöglichkeiten bieten Berliner Arzneimittelhersteller?

Berlin bietet Positionen von Forschung und Entwicklung über Produktion bis Marketing und Vertrieb. Bayer beschäftigt allein 5.000 Mitarbeitende am Standort. Aristo Pharma wächst mit über 1.500 Beschäftigten und mehreren Produktionsstandorten. Besonders mittelständische Betriebe bieten Pharmazeuten im Praktischen Jahr gute Einstiegsmöglichkeiten.

Methodik

Für dieses Ranking der größten Pharmaunternehmen in Berlin flossen öffentlich verfügbare Daten aus Handelsregister, Branchenverzeichnissen und Firmenpublikationen ein. Ergänzend nutzte die Redaktion regionale Wirtschaftsberichte und Branchenanalysen zur Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg. Die Bewertung erfolgte nach Umsatz, Belegschaft und strategischer Bedeutung für den Standort.

Umsatzdaten lagen nur für Berlin-Chemie AG vor (1,469 Mrd. EUR, 2023). Für Global Player wie Bayer, Pfizer und Sanofi sind standortspezifische Erlöse nicht öffentlich verfügbar. Die Beschäftigtenzahlen beziehen sich auf den aktuellsten verfügbaren Stand (2024/2025). Die Auswahl beschränkt sich auf Firmen mit Sitz, Niederlassung oder Produktionsstandort im Berliner Stadtgebiet.

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